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Krones Steinecker verfügt seit Jahresanfang über die modernste Edelstahlbeizerei Europas

Größere Teile, schnellerer Durchsatz, maximale Sicherheit für die Umwelt

Behälter bis zu fünf Metern Höhe und drei Metern Durchmesser werden in der automatischen Sprühbeizkammer behandelt.

Die Arbeiten an der hochmodernen neuen Edelstahl-Beizerei im Krones Werk Steinecker in Freising sind nach sieben Monaten Bauzeit abgeschlossen. Auf  360 Quadratmetern Fläche wurden drei separate Beizkammern für Sudgefäße unterschiedlicher Größe untergebracht, bei deren Errichtung spezielles Augenmerk auf den Umweltschutz gelegt wurde. Krones setzt dabei auf das Beste, was heute technisch möglich ist: Die Kammern sind mit einem siebenschichtigen Mantel aus Kunstharz und Barit ausgekleidet. Die massiv bewehrte Bodenplatte der Hauptkammer sowie die in den Boden abgesenkte Säureschutzwanne der beiden kleineren Kammern bieten hundertprozentigen Grundwasserschutz. Hinzu kommt eine aufwendige Reinigung von Abwasser und Abluft. Auch der Innenausbau erfolgte nach dem aktuellsten Stand der Technik. Mit dieser Ausstattung erzielt Krones höchste Produktivität ; der Durchsatz der Anlage verdoppelt sich bei gleichbleibendem Arbeitseinsatz.

Krones investierte rund eine Million Euro in das Gebäude und eine weitere Million Euro in die Ausstattung. Drei in sich geschlossene Räume (ein Sprühbeizraum für Großteile, eine Sprühbeizkammer sowie ein Tauchbeizbereich für kleinere Teile) bieten künftig die Möglichkeit, mehrere Gefäße gleichzeitig zu behandeln. Ein großer Vorteil, denn die bestehende Beizerei, die nun rückgebaut wird, ist längst an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen – Steinecker Produkte werden immer größer und die Stückzahlen steigen laufend. Mit der neuen Beizerei kann Steinecker bis zu 1500 Behälter pro Jahr bearbeiten und ist damit für die Zukunft bestens gerüstet. Im Hauptraum der 12 Meter hohen Halle können zudem wesentlich größere Behälter als bisher behandelt werden: einteilige Gefäße bis zu 10,5 Meter Durchmesser stellen kein Problem mehr dar. Noch größere Sudgefäße werden in zwei Teilen gebeizt.

Der modifizierte Spezial-Teleskopkran mit Bedienelementen im Korb ermöglicht dem Beizer größtmögliche Bewegungsfreiheit und Sicherheit. Der Sprühfilm kann mit diesem innovativen Beizverfahren noch gleichmäßiger aufgetragen werden.


Auch Sicherheit und Ergonomie hatten bei der Planung höchste Priorität: Ein hochflexibler Teleskopkran mit im Bedienkorb integrierten Medienzuleitungen erlaubt in der Hauptkammer ebenso sicheres wie ergonomisch optimiertes manuelles Beizen von Großbehältern. Produktionsspezialist Georg Penger: „Es ist ein für unsere Bedürfnisse modifizierter Spezialkran, der dem Beizer auf der Arbeitsplattform die Arbeit sehr erleichtern wird.“ Selbst die Innenseiten der meisten Gefäße können von diesem Kran aus mühelos gebeizt werden. Der Sprühfilm kann dadurch noch gleichmäßiger aufgetragen werden, der Kunde erhält durch das innovative Beizverfahren eine weiter optimierte  Qualität.

Behälter bis zu fünf Metern Höhe und drei Metern Durchmesser werden in der automatischen Sprühbeizkammer behandelt. Zwischen dem Tauchbeizbecken und der automatischen Sprühkammer besteht im Übrigen ein Kreislaufsystem, so dass der Verbrauch der im Beizprozess eingesetzten Materialien stark reduziert wird. Eine leistungsfähige Absauganlage mit Gaswäschern sowie die dreistufige Abwasserneutralisation mit Ionen-Austauschern schützen die Umwelt. So wird auch die vergrößerte Beizerei pro Tag lediglich Abwasser in der Größenordnung eines Achtfamilienhauses ausleiten.

Mitte Dezember wurde als letztes Bauteil der Teleskopkran installiert, seit Ende November läuft der Testbetrieb, die Abnahme durch die zuständigen Behörden erfolgte zum Jahresende. Die volle Produktion wird in der Beizanlage Ende Januar 2012 aufgenommen.

 

16.02.2012

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