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PDF Download, 8,76 MB 8,76 MBGeschäftsbericht Krones AG 2016

Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

2016 konnten wir uns nicht über mangelnde Herausforderungen beschweren. Politische Unruhen im Mittleren Osten, niedrige Rohstoff- und Energiepreise sowie das Brexit-Votum der Briten sind nur einige der Faktoren, die immer wieder für globale Verunsicherung sorgten. Das machte auch die Geschäfte von Krones nicht einfacher. Auf unseren Märkten herrschte intensiver Wettbewerb und die Kunden waren preissensibel.

Krones auch in schwierigem Umfeld erfolgreich

Mit dem 2011 gestarteten Strategieprogramm Value hat sich Krones frühzeitig auf schwierige Märkte eingestellt. Hauptsächlich dank Value konnten wir 2016 unser Wachstums- und Ergebnisziel erreichen. Der Konzernumsatz stieg um 6,9 % auf 3,39 Mrd. €. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich im Konzern um 6,4 % auf 237,6 Mio. €. Mit 7,0 % lag die EBT-Marge bei dem von uns prognostizierten Wert. Wir werden alles dafür tun, dass wir auch künftig unseren Kunden Mehrwert bieten und dadurch erfolgreich bleiben.

So stellt Krones beispielsweise die »Prozesstechnik« besser auf. Das zweitgrößte Unternehmenssegment erwirtschaftete 2016 mit 1,5 Mio. € wie erwartet ein leicht positives Ergebnis vor Steuern. Um die Ertragskraft nachhaltig zu stärken, setzt Krones seit Ende 2015 eine Reihe struktureller Maßnahmen um. Wir wickeln beispielsweise verstärkt Teile des Engineerings und des Einkaufs in den Regionen vor Ort ab. Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« ist Krones mit der Internationalisierung schon weiter. Wir haben 2016 den internationalen Service gestärkt und bieten lokale Produkte an, die technologisch an die regionalen Bedürfnisse unserer Kunden angepasst sind. Gut vorangekommen ist unser kleinstes Segment »Maschinen und Anlagen für die Compact Class«, in dem die Aktivitäten von Kosme und Gernep gebündelt sind. Mit einer EBT-Marge von 5,2 % übertraf das Segment die für 2016 prognostizierte Rendite leicht. (Alle Angaben betreffen den Konzern.)

Kontinuität als solides Fundament

Mit der Wahl von Volker Kronseder zum Aufsichtsratsvorsitzenden im Juni 2016 bleibt die Kontinuität bei Krones gewahrt. Dies ist für die nachhaltige Unternehmensentwicklung enorm wichtig. Unser langjähriger Vorstandsvorsitzender verfügt über wertvolle fachliche Qualifikationen und jahrzehntelange Markterfahrung. Darüber hinaus besitzt Volker Kronseder die Fähigkeit, dem Vorstand als Aufsichtsratsvorsitzender wichtige Anregungen zu geben und dabei gleichzeitig die nötige Distanz zum operativen Geschäft zu wahren. Eine Eigenschaft, die auch seinen Vorgänger Ernst Baumann auszeichnete. Bei Ernst Baumann möchte ich mich an dieser Stelle, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, noch einmal ganz herzlich für die sehr gute und erfolgreiche Zusammenarbeit bedanken.

Kompetenzen weltweit ausbauen

Krones will den Kunden künftig noch mehr und weiter verbesserte Produkte und Dienstleistungen mit klarem Mehrwert bieten. Hierzu werden wir unsere »Kompetenzen weltweit ausbauen«. Einige Beispiele hierfür zeigen wir Ihnen auf den Seiten 36 bis 67 des Geschäftsberichts. Bei allen Innovationen verfolgen wir den Nachhaltigkeitsgedanken. Unser Nachhaltigkeitsprogramm enviro hat sich zur Benchmark für die gesamte Branche entwickelt.

Einen Teil neuer Kompetenzen kauft Krones zu. So haben wir vergangenes Jahr über unsere italienische Tochtergesellschaft 60 % an System Logistics erworben. Das norditalienische Unternehmen ist ein führender Anbieter von innovativen Lösungen für die Intralogistik, Materialflusstechnik sowie Lagerhaltung im Bereich der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie. Mit der Beteiligung an System Logistics machten wir einen großen Schritt, um die wichtigen Material- und Datenströme entlang der kompletten Wertschöpfungskette der Kunden zu erfassen und auszuwerten. Damit verfügt Krones über eine gute Basis, um bei der Digitalisierung von Getränkefabriken in vorderster Reihe zu stehen. Wir werden unsere Software-Kompetenz ausbauen und neue »digitale« Geschäftsmodelle entwickeln. Die Fäden hierfür laufen bei unserer Tochter SYSKRON zusammen, die darauf fokussiert ist, unseren Kunden ideale Lösungen für die intelligente Fabrik der Zukunft zu bieten.

Mit der Akquisition von 80 % des Geschäfts des US-amerikanischen Unternehmens Trans-Market hat Krones das Prozesstechnik-Geschäft in den USA erheblich gestärkt. Durch die Transaktion unserer US-Tochter konnten wir unsere lokalen Kapazitäten für das Engineering und den Einkauf ausbauen.

Auch in bestehende Strukturen investierten wir 2016 kräftig. Hier möchte ich die Freigabe der Mittel hervorheben, mit denen wir den Produktionsstandort Raubling nahe Rosenheim 2017 deutlich erweitern. Der Standort Deutschland bleibt für Krones wichtig. Der größte Teil des geplanten Mitarbeiteraufbaus wird aber an unseren internationalen Standorten stattfinden, um noch näher am Kunden zu sein. Eine große Herausforderung ist dabei, qualifiziertes Personal zu gewinnen und dauerhaft zu binden. Wir investieren deshalb nicht nur im Inland, sondern auch an den internationalen Standorten viel in die Belegschaft. Unsere Mitarbeiter sind es, die für den Erfolg von Krones stehen. Im Namen des kompletten Vorstands bedanke ich mich herzlich bei der ganzen Mannschaft für ihren motivierten Einsatz.

Ehrgeizige Wachstumsziele

Wir werden auch künftig gemeinsam an einem Strang ziehen, um unsere gute Marktposition zu behaupten. Aus heutiger Sicht dürften sich die Marktbedingungen zumindest kurzfristig nicht bessern. Dennoch haben wir uns für 2017 und darüber hinaus viel vorgenommen. Umsatz und Ergebnis von Krones sollen weiter steigen. Beim Umsatz planen wir für 2017 mit einem Zuwachs von 4 %. Die EBT-Marge wollen wir bei 7 % stabil halten. Bis 2020 peilen wir im Rahmen unserer Mittelfristplanung jährlich ein durchschnittliches Umsatzwachstum von 7 % an. Die EBT-Marge soll bis dahin auf 8 % steigen (Konzernwerte). Näheres zur Mittelfristplanung finden Sie auf den Seiten 30 bis 35. Angesichts des Wettbewerbsumfeldes wird es nicht einfach, die Ziele zu erreichen. Doch ich bin überzeugt, dass wir die Erfolgsgeschichte von Krones mit vereinten Kräften fortschreiben.

 

Christoph Klenk
CEO

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