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Frisch gemixt

Neumarkter Lammsbräu ist nicht nur die seit Jahrzehnten führende Bio-Brauerei der Welt, sie produziert auch genauso erfolgreich alkoholfreie Bio-Getränke. Einer der Gründe: Für seine Getränke verwendet Lammsbräu äußerst wertvolle Bio-Rohstoffe aus streng kontrolliertem Öko-Landbau. Da ist klar, dass nicht nur auf höchster Qualität, sondern auch auf genauster Dosage ein besonderes Augenmerk liegt. Der neue Mixer Krones Contiflow sowie eine thermische Sirupaufbereitung setzen diese Anforderungen gekonnt um.

Stetiges Streben nach Verbesserung

Bei den Naturkostläden Deutschlands deckt Lammsbräu nahezu 100 Prozent ab. So hat sich das Unternehmen in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der führenden Bio-Getränkehersteller der Welt entwickelt. Gelingen konnte das nur, weil sich die Oberpfälzer nicht auf ihren Erfolgen ausruhten, sondern stetig nach Verbesserungen strebten. Nicht zuletzt auch in der Produktion, wo das besondere Augenmerk darauf gerichtet ist, die Effizienz zu steigern und Engpässe zu beseitigen. Dabei standen zuletzt insbesondere die Druck- und Lagertankkapazitäten im Fokus, die schon im Tagesgeschäft, spätestens aber 2014 durch das anstehende Jura-Volksfest nicht mehr ausreichten. Eine schnelle Lösung musste also her, um die gestiegenen Nachfragen bedienen zu können.

Da spielte der Brauerei ein glücklicher Zufall in die Hände: Denn Lammsbräu plante zu dieser Zeit, die bisherige Batch-Herstellung der Limonaden zu modernisieren. In einem Brownfield-Projekt erweiterte Krones das Konzept zur Getränkeausmischung um einen Mixer Contiflow und eine thermische Sirupaufbereitung. Beide Maschinen wurden auf dem vorhandenen Platz innerhalb von vier Wochen eingebaut, ohne dabei die restliche Produktion zu beeinträchtigen.

Die nicht mehr benötigten Batch-Tanks zur Limonadenherstellung konnte Lammsbräu jetzt als Drucktanks für die Bierabfüllung nutzen. Ein kluger Schachzug – denn auf einen Schlag standen mehr als 30.000 Hektoliter an neuen Drucktank-Kapazitäten zur Verfügung. „Das wäre mit der Neuinstallation von Drucktanks in diesem Zeitraum nicht möglich gewesen. Krones konnte den Umbau in kürzester Zeit realisieren, rechtzeitig vor Beginn des Volksfestes“, erklärt Karl-Heinz Maderer, der technische Leiter und Prokurist von Lammsbräu. Doch das war bei weitem nicht der einzige Vorteil.

Flexibel und mikrobiologisch sicher

Zum Getränkeherstellen verwendet Neumarkter Lammsbräu jetzt einen Grundstoff-Ausmischtank, einen Mischtank und einen Aromatank, welche die Brauerei selbst beistellte. Darüber, an der Wand hängend, ist ein Rohrbündelwärmetauscher von Krones angebracht, in dem die Produkte zuerst pasteurisiert werden. Mit dieser thermisch schonenden Vorbehandlung können unterschiedlichste Bio-Rohstoffe ohne vorherigen Einsatz von Konservierungsmitteln verarbeitet werden. Dies gewährleistet eine einwandfreie Mikrobiologie im gesamten Herstellprozess. Das heiße Produkt wird in insgesamt drei neuen Batch-Tanks mit jeweils 40 Hektolitern Inhalt vorgelegt. Durch die Zugabe von Flüssigzucker während des Umpumpens entsteht in den Batch-Tanks eine ideale Mischtemperatur, um den fertigen Sirup anschließend zu verarbeiten. Die Produkte werden dann mit Kohlensäure gewaschen, um noch vorhandenen Sauerstoff auszutreiben und den Sirup zu entgasen.

Außerdem hat sich Neumarkter Lammsbräu dadurch eine gewisse Flexibilität geschaffen: Jeder einzelne dieser drei Tanks kann entweder im Reinigungsmodus oder im Produktionsmodus arbeiten, die Kombination ist frei wählbar. Auch darf die Sirupstärke je Produkt über einen weiten Bereich variieren, denn der hochgenau regelnde Mixer Contiflow passt die Mischung später automatisch an.

Hausgemachte Limonaden

Der installierte Zwei-Komponenten-Mixer Contiflow mit einer Leistung von 15 Kubikmetern pro Stunde besteht aus den Modulen Entgasen, Dosieren und Karbonisieren. Bei den now-Limonaden kommen ausschließlich natürliche Aromastoffe und Pflanzenextrakte in 100 Prozent Bio-Qualität zum Einsatz – auf künstliche Zusätze wird völlig verzichtet.
Derart hochwertige Rohstoffe wollen schonend behandelt werden, denn in Bezug auf Qualitätsanspruch und -erhalt sind diese teilweise empfindlicher als konventionelle Rohstoffe. Das Entgasungsmodul des Contiflow treibt den Sauerstoff aus dem Wasser aus. „Durch das Entgasen des Produkts im Batch-Tank und des Wassers im Mixer ist das wichtige antioxidative Potenzial der Säfte besser geschützt. So nimmt der Konsument mehr Radikalfänger auf“, erläutert Karl-Heinz Maderer. „Diese Vorgehensweise schützt zudem die wertvollen Inhaltsstoffe und sauerstoffempfindlichen Vitamine im Produkt und verhindert, dass ein bei der Oxidation typischer, metallischer Geschmack entsteht. Unsere Getränke bleiben damit so natürlich wie möglich.“

Spart wertvolle Rohstoffe

Grundsätzlicher Unterschied zwischen der neuen und der alten Technologie ist die kontinuierliche Verfahrensweise. Die damit verbundenen kleineren Batch-Tanks reduzieren bereits zu Beginn die Rohstoffverluste durch geringere Haftmengen an den Behälteroberflächen.

Im kontinuierlichen Dosierungsmodul wird der aus den Bio-Rohstoffen eigenproduzierte Sirup über eine druckgeregelte Pumpe, einen Massedurchflussmesser und ein Regelventil zudosiert. Der Durchflussmesser erfasst den Brix-Wert des zuckerhaltigen Sirups und steuert damit das Mischungsverhältnis. Contiflow dosiert äußerst genau und weicht nur um 0,01 Grad Brix ab. Dadurch lässt sich zum einen die Rezeptur akkurat einhalten, zum anderen wertvoller Rohstoff einsparen.
Das gleiche gilt auch für die Kohlensäure. Diese wird als Bio-Kohlensäure aus der eigenen CO2-Rückgewinnungsanlage erzeugt. Die Dosiergenauigkeit für die Kohlensäure liegt im Contiflow, bezogen auf das Fertiggetränk, bei einer Abweichung von nur 0,04 Gramm CO2 pro Liter. Hinzu kommt, dass bei der nun angewandten kontinuierlichen Hochdruck-Karbonisierung viel weniger CO2 im Füllprozess verloren geht. Mindestens acht Bar sorgen dafür, dass 100 Prozent des Gases gelöst werden können – und Neumarkter Lammsbräu so schaumfrei abfüllen kann.

Vereinfachtes Handling und „tolle Arbeitszeit-Ersparnis“

Die Nutzung des Mixers Contiflow vereinfacht nach Aussagen von Karl-Heinz Maderer auch das Handling deutlich. Zwar werden die Rezepturen nach wie vor manuell eingewogen und ausgemischt, das Reinigen der Batch-Tanks geschieht hingegen vollautomatisch. Dadurch lassen sich neben Zeit auch Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie Wasser sparen – ganz im Sinne des Bio-Pioniers Neumarkter Lammsbräu. Ein automatisiertes Verwiegen und Ausmischen sind für die Brauerei noch eine Erweiterungsoption für die Zukunft.

Begeistert zeigt sich Karl-Heinz Maderer auch von der „Fernbedienung“ des Contiflow, und zwar vom weiter entfernt stehenden Füller. Denn die vernetzte Visualisierung ermöglicht, dass der Mitarbeiter am Füller gleichzeitig auch den Mixer bedienen kann.

Alles in allem ist der technische Leiter hochzufrieden mit der Arbeit des neuen Contiflow: „Obwohl die Garantiewerte sehr hoch angesetzt waren, wurden sie bei der Abnahme alle erfüllt – zum Teil sogar übertroffen. Wir haben bekommen, was wir uns an Verbesserungen vorgenommen hatten.“

 

Website des Kunden: https://www.lammsbraeu.de/

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Ansprechpartner

Dr. Matthias Weinzierl

Krones AG

t: +49 9401 70-6430
E-Mail

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