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Presse und News

Entwicklungsprojekt zum Thema dynamische Gärung


Krones montierte die Rohr-in-Rohr-Lösung auf ein Skid, das einfach unter dem Motto „plug and play“ an den Tankkonus angeschlossen wird.

Die Anforderungen von Brauern sind hoch: Die Gär- und Lagerzeiten verkürzen, die Kapazitäten im Keller erhöhen, die Kühlraten verbessern und gleichzeitig Sedimente effizienter abführen – und genau damit beschäftigt sich derzeit ein Entwicklungsprojekt der Krones AG.

Dass Umwälzverfahren Fermentationen beschleunigen können, ist bereits hinreichend bekannt. Doch während bisher immer der gesamte Behälterinhalt homogenisiert wurde, zeigte schon ein früheres Forschungsprojekt mit der TUM Weihenstephan, dass es sinnvoll ist, gezielt nur bestimmte Zonen umzuwälzen. Denn bei entsprechender Verfahrensweise können sich so – zum Beispiel am Ende der Gärung – Partikel absetzen, während sich die Flüssigkeit im oberen Teil der Behälter gleichzeitig durchmischt.
Basierend auf diesen Erkenntnissen entwickelte Krones ein von unten eingebrachtes Rohr-in-Rohr-System, mit dem gezielt bestimmte Teilbereiche im Tank durchmischt werden können. Um das Sediment effizienter abzuführen und Kanalbildungen zu verhindern, wurde zusätzlich ein hygienegerechtes Verdrängungselement mit dem Rohr-in-Rohr-System verbunden.

Die Einheit und das Verfahren haben zahlreiche Vorteile: So lässt sich die Konstruktion problemlos und schnell auch in bestehende Tanks nachträglich einbauen. Unterschiedlichste Strömungsprofile können flexibel gewählt und an die Prozesse angepasst werden. Außerdem ist es möglich, die Anlagen untereinander so zu verschalten, dass neben der klassischen, chargenweisen Produktion auch kontinuierliche Fermentationsverfahren – zum Beispiel während der Hochsaison – realisiert werden können. Das Design hat weiterhin den Vorteil, dass sich keine beweglichen Teile in der Flüssigkeit befinden, eine Reinigung ideal gewährleistet werden kann und auch Maischegärungen, sprich Gärungen von feststoffhaltigen Fluiden, erfolgen können.

Derzeit erfolgen erste Langzeitversuche im größeren Maßstab, um diese Erkenntnisse empirisch abzusichern.

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08.11.2016

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