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    Erste Abfüllanlage für RISE Kombucha
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    Erste Abfüllanlage für RISE Kombucha

      RISE Kombucha entstand 2008, als sich die zwei kanadischen Jungunternehmer Mathieu Gallant und David Côté dazu entschlossen, in ihrem veganen Restaurant ein weitgehend unbekanntes Getränk anzubieten: Kombucha. Im Jahr 2009 gründeten sie zusammen mit den zwei weiteren Partnern Simon Bertrand und Julian Giacomelli das Start-up RISE.

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      Zu Beginn fand der Verkauf ihres Kombuchas vor allem in veganen Restaurants statt. Und obwohl die Absatzzahlen schnell stiegen, basierte alles auf Handarbeit: Noch bis 2017 waren rund 40 Mitarbeiter damit beschäftigt, das Getränk von Hand abzufüllen, und zwar Flasche für Flasche. Doch dann fiel die Entscheidung, die Produktionskapazitäten zu vergrößern und den Prozess zu automatisieren. Dafür machte sich RISE Kombucha auf die Suche nach Investoren und wurde schnell fündig. Dank eines Investitionsvolumens von mehr als sieben Millionen Euro schuf RISE Kombucha eine der modernsten Kombucha-Produktionsstätten Nordamerikas. Das liegt vor allem auch an der neuen Abfüllanlage von Krones.

      Beim Abfüllen wie Bier

      RISE produziert in Chargen von jeweils 25.000 Litern. »Ein guter Kombucha darf nicht pasteurisiert sein. Er muss lebendig bleiben für den Konsumenten«, erklärt Geschäftsführer Axel Kalbarczyk. »Wir sind einer der wenigen Hersteller, die dies mit einem speziellen Verfahren schaffen und trotzdem sicherstellen können, dass der Alkoholgehalt unter 0,5 Volumenprozent bleibt. Wir bleiben darunter, weil die gesetzlichen Grundlagen in den verschiedenen Bundesstaaten Kanadas variieren. Allerdings muss unser Kombucha in der Kühlkette distribuiert werden, denn erst unter vier Grad Celsius stoppt die Gärung.« Mit seiner Rezeptur hat es RISE außerdem geschafft, dass der Kombucha-Geschmack nicht wie üblich sehr essigbetont, sondern neutraler ist und so dem Gaumen eines breiteren Publikums zusagt.

      Laut Bottling and Sanitation Director Jocelyn Malo verhält sich Kombucha beim Abfüllen ähnlich wie Bier. »Lediglich der pH-Wert liegt etwas niedriger, bei 3,0 bis 3,5, der Restzuckergehalt ist etwas höher. Auch schäumt das Produkt beim Füllen, weshalb Druck und CO2-Gehalt ständig kontrolliert werden müssen, und wir füllen kalt bei etwa zwei Grad Celsius«, erklärt er. »Außerdem spielen die Themen Reinigen und Sanitisieren eine äußerst wichtige Rolle, weil wir es mit einem lebenden Produkt zu tun haben und Rekontaminationen gefährlich wären.«

      Erstes Kombucha-Projekt für Krones

      Krones lieferte den kompletten Nassteil der neuen Linie, die ausgelegt ist auf eine Leistung von 21.000 Flaschen pro Stunde. RISE war einer der ersten Kombucha-Kunden für Krones – doch das breite Portfolio des House of Krones ermöglichte es, dass sofort die passende Lösung für die Abfüllung gefunden werden konnte:

      • Bereits vor dem Füller ist eine Etikettiermaschine Autocol installiert. Diese stattet schon die leeren Glasflaschen mit Selbstklebe-Etiketten aus, da die Kondensation an den kalt gefüllten Flaschen den Etikettenauftrag im Nachgang erschweren würde.
      • RISE erhielt einen Kurzrohrfüller Modulfill HRS mit 55 Ventilen, einen im Biermarkt bewährten Glasfüller mit Rückluftrohr und mechanischem Füllsystem. Wichtig für das sichere Abfüllen von Kombucha ist dabei, dass der Füller besonders sauerstoffarm arbeitet und im Hygienic Design ausgelegt ist, beispielsweise mit selbstablaufenden Oberflächen.
      • Geblockt ist der Modulfill HRS mit einem Rinser Moduljet, der das Neuglas vor dem Füllen reinigt. Die korrekte Füllhöhe überprüft im Anschluss ein Checkmat FM-X.
      • Der gesamte Block ist eingehaust in einen Reinraum, um den Abfüllbereich von der restlichen Produktionsumgebung zu trennen und so die Hygienebedingungen noch weiter zu verbessern.

      Abgefüllt werden die verschiedenen Kombucha-Sorten in zwei Behältergrößen und -formen: eine 414-Milliliter- sowie eine 1-Liter-Flasche, die sich durch ihr minimalistisches Design und eine zylindrisch-runde Form auszeichnen.

      Obwohl RISE Kombucha durch das Umstellen von einem manuellen auf einen automatischen Prozess die Abfüllung bereits auf das nächste Level gehoben hat, lag Jocelyn Malo viel daran, die Effizienz sogar noch weiter zu steigern. Deshalb gab es für die Belegschaft zu Beginn ein intensives Training, damit jeder der vier Operator pro Schicht auch jede Maschine bedienen kann. Das macht sich insbesondere beim Umstellen bemerkbar. »Damit erreichen wir bei der 1-Liter-Flasche jetzt durchschnittlich Wirkungsgrade um die 90 Prozent«, erklärt er. Derzeit läuft die Linie an fünf Tagen pro Woche in einer Tagesschicht, nachts wird die Linie gereinigt. Die Kombucha-Brauer sind dagegen sieben Tage pro Woche damit beschäftigt, das fermentierte Teegetränk herzustellen.

      Gute Gründe für Krones

      Dass sich RISE Kombucha beim Einstieg in die automatische Abfüllung gleich für Krones entschieden hat, erklärt Geschäftsführer Axel Kalbarczyk so: »Krones wurde uns von unserem Planungsbüro empfohlen. Wir selbst hatten nicht wirklich Erfahrung mit solcher Maschinentechnik. Ich wollte aber sichergehen, dass diese nicht eine Schwachstelle in unserem Prozess wird. Auch wenn die Anlage ihren Preis hatte und der Zeitdruck sehr hoch war, hatten wir einen guten Deal mit Krones.« Auch die Tatsachen, dass Krones viele eigene Techniker in Kanada hat und die Mitarbeiter zum Großteil jahrelange Erfahrungen nachweisen können, waren für ihn sehr wichtig. »Die Maschinen müssen laufen, deswegen ist ein gut funktionierender Service essenziell. Da wurden wir bislang nicht enttäuscht«, hebt Kalbarczyk hervor.

      Als größte kanadische Kombucha-Marke ist RISE Kombucha der einzige kanadische Produzent, der das ganze Land beliefert. Aktuell wächst der Kombucha-Markt dort noch immer zweistellig – und RISE fühlt sich auch für die Zukunft gut aufgestellt: »Wir haben in der neuen Fabrik jetzt alles, um weiterzuwachsen. Die Krones Linie ist das Schlüsselelement. Es war eine gute Entscheidung, in diese zu investieren«, sagt Axel Kalbarczyk. »Wir können damit den Ausstoß in den nächsten Jahren durch mehr Arbeitsschichten verdreifachen.« Und auch wenn irgendwann aus dem Trendgetränk Kombucha eine feste Getränkekategorie innerhalb des Markts wird: »RISE bleibt innovativ, wir werden unser Marketing intensivieren und eventuell in den Export gehen – aber egal, was wir tun: Wir werden uns weiter auf 'Better-for-you-Getränke' konzentrieren«, so ein ambitionierter Geschäftsführer.


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