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    Wasser
    Vulkanwasser
    Der staatliche Mineralbrunnen Jeju auf der gleichnamigen Insel vor Korea besitzt die erfolgreichste Wassermarke Südkoreas: Jeju Samdasoo, Marktführer fast seit dem ersten Tag.

    Mit einer neuen Krones Hochleistungsabfüllanlage für 54.000 PET-Behälter pro Stunde will Jeju diesen Erfolg manifestieren.

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    Der Markt für abgefülltes Wasser in Südkorea ist extrem jung und ebenso extrem expansiv. Erst 1995, vor noch nicht einmal 20 Jahren, erlaubte die koreanische Gesetzgebung erstmals, Wasser im industriellen Maßstab zu gewinnen und abzufüllen. Schnell setzte ein Boom ein, Brunnenunternehmen sicherten sich so ihre Zukunft. Das tat auch die JPDC (Jeju Special Self-Governing Provincial Development Corporation), ein Unternehmen der unabhängigen Provinzregierung der Insel Jeju im Süden Koreas, das sich mit der Gründung des Mineralbrunnens Jeju und der Einführung der Wassermarke Jeju Samdasoo in den jungen Wassermarkt begab. Im März 1998 ging der Betrieb mit zwei PET-Anlagen in die Produktion. JPDC war damit das 72. registrierte Brunnenunternehmen Koreas. Nur drei Monate nach Verkaufsstart übernahm die Marke Jeju Samdasoo die Marktführerschaft im koreanischen Wassermarkt und hält diese bis heute.

    Hochleistungs- und Hochtechnologie-Linie

    Als Jeju Samdasoo 2007 die Grenze von 300 Millionen Litern überschritten hatte, wurde es Zeit für eine dritte PET-Abfüllanlage, die 2008 in Betrieb ging. 2011 wiederholte sich die Situation der Kapazitätsauslastung bei jetzt 600 Millionen Litern. Erneut wurde die Installation einer Abfüllanlage erforderlich. Diesmal wollte JPDC von vornherein eine Hochleistungs- und Hochtechnologie-Linie nutzen. »Für die Entscheidung zwischen zwei Anbietern setzten wir eine Expertengruppe ein, die sich gemeinsam eindeutig für Krones aussprach«, erklärt Oh Jae-yoon, der Präsident von JPDC. Diese neue Linie, die einzige Hochgeschwindigkeitslinie von Jeju Samdasoo mit einer Leistung von 54.000 Behältern pro Stunde, ging Ende 2012 in Betrieb. Auf ihr werden 0,5-Liter- und 2,0-Liter-Behälter mit 44.800 Behältern pro Stunde abgefüllt.

    JPDC installierte dazu auch eine eigene Preform-Herstellung mit einer Netstal PET-Line. Die vor Ort aus PET-Resin produzierten Preforms werden anschließend im gleichen Raum sofort von einem Krones Preform-Inspektor kontrolliert. Der Rundlaufinspektor PreformCheck arbeitet mit einer hochauflösenden CCD-Kameratechnik mit abgedunkeltem Maschinenschutz, um die Ergebnisse nicht durch Lichteinflüsse zu verfälschen. Überprüft werden unter anderem die Qualität des Mundstücks, Beschädigungen oder Unregelmäßigkeiten auf der Dichtfläche sowie Länge und Farbe des Preforms. Die für gut befundenen Preforms werden dann in Aluminium-Containern zwischengelagert und bei Bedarf in einem separaten Raum in die automatische Preform-Aufgabe der Blasmaschine geschüttet.

    Contiform Bloc

    Von hier gelangen sie in die Abfüllung, wo ein Contiform Bloc die Flaschen herstellt, abfüllt und verschließt. Der Contiform Bloc ist zusammengesetzt aus einem Linear-Preform-Rinser Prejet, der die Preforms mittels ionisierter Luft reinigt, einer Contiform Blasmaschine mit 24 Blasmodulen, einem volumetrisch abfüllenden, elektronisch arbeitenden Modulfill VFJ Füller sowie einem Schraubverschließer, der von einem außerhalb aufgestellten Capcade Verschlusssortierer mit Schraubverschlüssen versorgt wird. Außerdem hat Jeju die Möglichkeit, ein integriertes Contipure Modul zur Preform- Entkeimung mit H2O2 zu nutzen. All diese Aggregate sind in einem Reinraum zusammengefasst. Danach überprüft ein Checkmat FM-IR die Füllhöhe mittels Infrarot-Technik. Ein Flowliner verteilt die gefüllten Behälter nun vom Einzeltransport auf Massentransportbänder. Die Flaschen fließen auf einen Accutable Puffertisch, der für ausreichend Pufferzeit sorgt und damit die Gesamtanlage atmen lässt. Daran anschließend setzt Jeju eine speziell entwickelte Sondermaschine ein, ein Vollflascheninspektor, der die abgefüllten PET-Flaschen auf unerwünschte Bestandteile im Produkt untersucht sowie eine erneute Füllhöhenkontrolle durchführt.

    Topmodul mit Contiroll Aggregaten und Multireel

    Die so mehrfach inspizierten und kontrollierten Behälter verlassen nun den Abfüllbereich und gelangen in einen Nebenraum, wo sie zunächst von einem Linadry Trockner abgeblasen und dann direkt etikettiert werden. Dazu ist eine Topmodul Etikettiermaschine mit zwei Contiroll HS Aggregaten für die Rundumetikettierung installiert. Jedes Aggregat wird von einem eigenen, freistehenden Mehrfachrollenmagazin Multireel C mit je acht Etikettenrollen versorgt. Daraus ergibt sich eine achtfach längere Laufzeit ohne zwischenzeitlichen manuellen Eingriff, was das Bedienpersonal entlastet und den Gesamtwirkungsgrad erhöht. Ein weiterer Checkmat FEM-IR überprüft den korrekten Etikettensitz.

    Nun können die Behälter endverpackt werden. Dazu nutzt Jeju einen Variopac Pro FS Folien-Shrinkpacker mit doppeltem Zulauf zur parallelen Verarbeitung von jeweils zwei Sixpacks. Ein ansteigender Gebindetransporteur befördert die Sixpacks auf eine höhere Ebene, wo eine Robobox Gruppierstation das entsprechend notwendige Lagenbild herstellt.

    Sehenswerte Glasflasche

    Die 2,0-Liter-PET-Flasche Jeju Samdasoo wird im Handel für etwa 900 Won (knapp 0,70 Euro) angeboten und liegt damit im obersten Preissegment, nur noch getoppt von den Import-Wässern. 2013 platzierte JPDC neben der Hauptmarke Samdasoo erstmals eine zweite Mineralwassermarke: das Premiumwasser Hallasu, benannt nach dem Vulkan Halla und dem koreanischen Wort Su für Wasser, abgefüllt in PET- und Glasflaschen. Diese wirklich sehenswerte Glasflasche wurde umgehend mit dem Red Dot Award 2013 und dem iF Design Award 2014 ausgezeichnet. In einem zweiten Werk auf der Insel produziert JPDC außerdem noch Orangensaft und mit Vio Jeju V Water+ ein Near-Water-Produkt mit Kaliumzusatz. Neueste Produktkreation ist die Biermarke Jespi. Diese braut JPDC in Kooperation mit der US-amerikanischen Brooklyn Brewery in fünf Varianten von Pilsner über Ale bis Stout bei einer derzeitigen Produktionskapazität von 1.000 Hektoliter und distribuiert sie in Südkorea.

    »Der Erfolg unseres Jeju-Wassers und aller darauf basierenden Getränke wird am Markt weitergehen«, glaubt JPDC-Präsident Oh Jae-yoon. »Die Qualität dieses Wassers ist einfach überzeugend.«


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