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    Premiere für Milch-Aseptik bei Pyatigorskiy
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    Premiere für Milch-Aseptik bei Pyatigorskiy

      Im Jahr 2007 übernahm Vladimir Kayshev die Molkerei Pyatigorskiy, einen ehemaligen Staatsbetrieb aus den 80er Jahren – mit einem hohen Investitionsstau und einer Kapazität von nur 20 Tonnen Rohmilch pro Tag. Vier Jahre später beschloss er, kräftig zu investieren und nach und nach eine Molkerei mit neuestem technologischem Standard zu errichten.

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      Hauptprodukt der Molkerei Pyatigorskiy ist UHT-Milch. »Die Nachfrage im russischen Markt wächst Jahr für Jahr«, sagt Generaldirektor der Molkerei Konstantin Sukharev. Der Handel bevorzugt UHT-Milch wegen ihrer längeren Haltbarkeit, die Verbraucher zudem wegen deren geänderten Einkaufsverhaltens: Weil sie dafür weniger Zeit investieren, kaufen sie auf Vorrat größere Mengen, die länger haltbar sein müssen. Denn im Süden Russlands steigt das Thermometer im Sommer schon mal auf über 40 Grad Celsius. Da wäre es zu aufwendig, Frischmilch in der Kühlkette zu halten. Für den Transport in die anderen Teile des weitläufigen Landes ist UHT-Milch ohnehin unabdingbar.

      »Gleichzeitig werden aber auch PET-Flaschen als Milchverpackung im Handel immer beliebter«, erklärt Konstantin Sukharev. »Allerdings waren diese bislang nur für Frischmilch im Einsatz. Wir haben jetzt PET und UHT-Milch kombiniert – und uns dabei für eine Krones Aseptik-Linie entschieden.« Für PET als Verpackungsmaterial sprechen aus seiner Sicht einige Argumente:

      • PET-Flaschen sind für die Konsumenten optisch ansprechend und einfach zu handhaben.
      • Das Abfüllen und Verpacken von PET-Behältern ist – verglichen mit Kartonverpackungen – um bis zur Hälfte kostengünstiger.
      • Eine PET-Abfüllanlage ist deutlich flexibler als eine Kartonverpackungslinie, unterschiedliche Formate lassen sich mit geringem Aufwand und verhältnismäßig niedrigeren Kosten realisieren. Dies ermöglicht es dem Hersteller, flexibel auf die Anforderungen des Markts zu reagieren.
      • Kartonverpackungen hingegen sind während des Transports anfälliger für Schäden, bis zu 1,5 Prozent würden beim Ausliefern reißen.
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      »Es ist eine Super-Linie«, urteilen Inhaber Vladimir Kayshev (links) und der Generaldirektor der Molkerei Konstantin Sukharev.

      Moderne Technik

      Die PET-Linie von Krones eignet sich dabei zum aseptischen Abfüllen von Low- und High-Acid-Produkten. Diese Kombination ist für die Molkerei wichtig wegen der unterschiedlichen pH-Werte der beiden bisher darauf verarbeiteten Produkte: Bei Milch beträgt er etwa 6,8, bei Kefir dagegen rund 4,3. Seine UHT-Milch füllt Pyatigorskiy dabei in klare, den Kefir in weiße runde 900-Milliliter-Behälter. Der Preform der weißen Kefir-Flasche ist bereits mit einer geringen Sauerstoff- und UV-Barriere verstärkt.

      Beim Umstellen von Kefir auf Milch wird die PET-Asept D Anlage sachgerecht gereinigt und mit H2O2 sterilisiert, um ein Infizieren der Milch zu vermeiden. Auch die deutlich höhere Viskosität von Kefir bereitet dem Aseptik-Block keine Schwierigkeiten. Dabei kann er 144 Stunden am Stück produzieren, erst dann ist eine zweistündige Sterilisation notwendig. »Es ist eine Super-Linie«, urteilt Konstantin Sukharev. »Sie läuft ausgezeichnet mit nur zwei Bedienern pro Schicht, die von Mitarbeitern der Krones Akademie vor Ort geschult wurden.«

      Möglichkeiten zur Erweiterung

      Das Produkt- und Behälterportfolio der PET-Linie soll jedoch sukzessive erweitert werden. Eingerichtet ist die Anlage schon jetzt zum Abfüllen von Trinkjoghurt mit und ohne Fruchtstücke sowie für 1,3- und 0,3-Liter-Formate. Außerdem will die Molkerei in Zukunft eine weitere quadratische Flasche mit erhöhten Barriere-Eigenschaften auf den Markt bringen, die eine Haltbarkeit für UHT-Milch von einem Jahr gewährleisten soll. »Manche Regionen Russlands im Norden und Fernen Osten sind wegen des Klimas bis zu neun Monate im Jahr logistisch quasi nicht zu erreichen. Und der Transport von Pyatigorsk in diese Gebiete dauert bereits 21 Tage. Da macht eine längere Haltbarkeit als die üblichen 45 Tage bei normalen Preforms durchaus Sinn«, meint Konstantin Sukharev.

      Die PET-Anlage ging mit ihrer Validierung im Januar 2019 in Betrieb. »Die Krones Linie hat uns ein weiteres Marktsegment eröffnet. Denn UHT-Milch in diesen Behältern ist ein nagelneues und einzigartiges Produkt am russischen Markt«, sagt Inhaber Vladimir Kayshev. »Wir sind zuversichtlich, dass wir die Kapazität der neuen Anlage – nach einer gewissen Anlaufzeit der Produkte im Markt – innerhalb eines Jahres auslasten werden.«

       

      Äußerst kompakte Linie

      Die Trocken-Aseptik-Linie von Krones mit einer Leistung von 12.000 Behältern pro Stunde ist ausgestattet mit folgenden Anlagen:

      Die Linie ist im ersten Stockwerk des Gebäudes äußerst kompakt auf nur 750 Quadratmetern Grundfläche aufgestellt. Dies war möglich, weil Krones eine zweite Ebene aus Edelstahl einzog, auf der sich die zwei Etikettierer und die Verpackungsmaschine befinden. Die fertigen 6er-Shrinkpacks laufen dann über einen Vertikalschneckentransporteur in das Erdgeschoss, wo sie von Hand palettiert und danach ins Lager transportiert werden.


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