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    Trockenaseptische PET-Anlagen für Gropper
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    Trockenaseptische PET-Anlagen für Gropper

      Vergangenes Jahr feierte Gropper 90-jähriges Firmenjubiläum. Seit seiner Gründung legte das Unternehmen eine sehenswerte Entwicklung hin: von der einstigen Käserei zu einem mittelständischen Handelsmarken-Produzenten von Milchprodukten, Direktsäften, Smoothies und Wasser mit Kunden in ganz Europa. Rund 350 Millionen Liter Milch verarbeitet Gropper mittlerweile pro Jahr. Der Grund, warum Gropper als originäre Molkerei auch Direktsäfte, Smoothies und Wasser produziert, liegt an der Innovationsfreude des Unternehmens

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      Klare Vorstellungen vor Augen

      Dieses Streben Groppers nach Innovation und die Bereitschaft, einfach mal etwas zu wagen, lernte auch Krones kennen, als die Molkerei 2004 beschloss, in das PET-Geschäft einzusteigen. Dabei hatte das Unternehmen ganz genaue Vorstellungen davon, wie seine erste PET-Linie technisch ausgestattet sein sollte. Zum Abfüllen wollte Gropper einen Zwei-Farben-Füller  einsetzen, der mit Trocken-Aseptik-Technologie arbeitet. Da Krones einen solchen Füller zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Portfolio hatte, lieferte das Neutraublinger Unternehmen damals lediglich eine Streckblasmaschine Contiform sowie einen Zwei-Farben-Sleeve-Etikettierer, der eigens für Gropper entwickelt wurde.

      Doch die Fülltechnik-Experten von Krones nahmen die Anforderung des Kunden als Ansporn und entwickelten einen Vier-Farben-Füller, bei dem die Behälter und Verschlüsse mit gasförmigem Wasserstoffperoxid entkeimt werden. Und der Einsatz zahlte sich aus: Denn als schon 2005 die nächste Investition in eine PET-Anlage ins Haus stand, entschied sich Gropper für eben den neuentwickelten Füller von Krones. »Dieser war allerdings ein Prototyp – und natürlich gab es Höhen und Tiefen«, erinnert sich Berthold Burgmeier, Leiter Technik. »Deshalb haben wir auch bei der folgenden Investition im Jahr 2012 ganz genau abgewogen, ob wir wieder auf Krones setzen sollen. Doch letztendlich haben wir gesehen, dass Krones sein Trocken-Aseptik-Verfahren in der Zwischenzeit immer weiter verbessert hat – und uns erneut dafür entschieden. Aktuell gibt es niemanden sonst am Markt, der eine trockenaseptische PET-Anlage in solcher Qualität und mit dieser Zuverlässigkeit bauen kann.«

      Verfechter der Trocken-Aseptik

      Heute machen PET-Behälter bei Gropper etwa 40 Prozent des Gesamtvolumens aus. Der Erfolg dieser Verpackungsart spiegelt sich auch in der Investitionsbereitschaft der Molkerei wider: 2015 entschied sich das Unternehmen, seine Kapazitäten für die Produktion in PET-Behältern ordentlich aufzustocken – und startete eine Investitionswelle: Im gleichen Jahr eröffnete ein zweites Werk in Stockach am Bodensee, 2018 außerdem im Rahmen eines Joint Ventures mit Dr. Oetker eine Fabrik in Moers. An beiden Standorten laufen heute jeweils zwei PET-Anlagen von Krones. Und auch am Standort Bissingen kamen 2018 und 2019 zwei neue Linien dazu. Beide enthalten wieder ein PET-Asept D System von Krones mit einer Leistung von jeweils 18.000 1,0-Liter-Behältern pro Stunde. Dieser aseptische Block aus Füller und Verschließer verarbeitet aber nicht nur Milch, Milchmischgetränke und Sahne, sondern auch Kaffeegetränke, Direktsäfte, Smoothies und Wasser. Die neueste Füllergeneration ermöglicht Gropper nun vollste Flexibilität bei der Behälterwahl. Früher bedeutete ein Wechsel der Flaschenform auch einen Austausch der Garnituren. Heute hingegen können alle Behältertypen mit denselben Garnituren verarbeitet werden. Da nun der Reinraum nicht mehr geöffnet werden muss, verkürzen sich natürlich die Reinigungszeiten – und die Leistung der Linie stieg im Vergleich zu früher um rund ein Viertel.

      Gropper hat sich mit PET-Asept D auch wieder bewusst für eine separate Aufstellung von Füller und Blasmaschine entschieden. Einer der Gründe ist die klare Trennung des Packmittellagers vom Hygienebereich um den Füller. Preforms und Verpackungsmaterial werden zentral über die Stirnseite der Halle in die Linien eingespeist – und deshalb sind sowohl die Preform-Zuführung Contifeed und die Streckblasmaschine Contiform 3 Pro als auch der Packer in diesem Hallenteil untergebracht. Der Füller hingegen befindet sich genau auf der anderen Seite der Halle. Den etwa 60 Meter langen Weg dorthin legen die geblasenen PET-Behälter mittels Lufttransporteur AirCo zurück. »Dieser Lufttransport dient auch als Puffer. Denn gerade bei höherviskosen Produkten können wir so die Abfüllgeschwindigkeit reduzieren, ohne dabei zu sehr vom thermischen Prozess in der Blasmaschine abhängig zu sein«, erklärt Berthold Burgmeier und Karl Klein, Geschäftsführer Produktion und Technik der Molkerei Gropper, ergänzt lachend: »Wir bei Gropper sind versessen auf Puffer, denn unserer Erfahrung nach resultiert das Verblocken oft in einem Effizienzverlust. Wir merken das deutlich, wenn zum Beispiel einer unserer Puffertürme mal ausfällt und wir im Bypass vorbeifahren müssen. Dann sinkt der Wirkungsgrad gleich um vier bis fünf Prozent.«

      Klarer Favorit bei der Etikettierung

      Als Spezialist für Handelsmarken stellt Gropper zahllose unterschiedliche Produkte sowie Marken her. Um den Wünschen seiner Kunden gerecht zu werden, hat sich das Unternehmen beim Etikettieren alle Möglichkeiten offengehalten: So enthalten beide neue Linien eine Solomodul, mit je zwei Andockplätzen für Aggregate zur Rundum-, Blatt- und Deckeletikettierung. Bei Bedarf ließen sich auch zwei Autocol Aggregate für Selbstklebe-Etiketten integrieren. Verarbeitet Gropper auf den neuen Anlagen jedoch taillierte Flaschenformen, können diese auch von einer Sleevematic mit Sleeve-Etiketten bestückt werden.

      Beim Etikettieren sind wir noch nie fremdgegangen.

      Karl Klein

      Bereits seit der ersten PET-Linie vertraut Gropper auf Etikettierer von Krones – und das aus gutem Grund, wie Karl Klein erklärt: »Beim Etikettieren sind wir noch nie fremdgegangen, denn in der Etikettiertechnik liegt der Ursprung von Krones und da habe ich auch das meiste Vertrauen.« Bei der Behälterproduktion setzte Gropper bisher ebenfalls ausschließlich Krones Streckblasmaschinen der Contiform Reihe ein.

      Der direkte Draht als großer Pluspunkt

      »Für Gropper ist Krones bereits seit über 30 Jahren ein zuverlässiger Partner. Trotz der Konzerngröße wissen wir, dass wir bei Fragen oder Problemen immer einen Ansprechpartner haben, an den wir uns wenden können und der uns hilft«, resümiert Berthold Burgmeier und Karl Klein konkretisiert: »Da der Großteil unseres Portfolios Frischprodukte sind, müssen wir auftragsbezogen rund um die Uhr produzieren. Die Anlagenverfügbarkeit ist für uns daher essenziell. Natürlich gibt es mal Störungen oder wir brauchen kurzfristig ein Ersatzteil. Da ist es für uns wichtig, einen Lieferanten an unserer Seite zu haben, der sowohl in Sachen Service als auch bei Ersatzteil-Lieferungen schnell und zuverlässig reagiert. Gerade die räumliche Nähe zum Firmensitz von Krones ist da ein großer Pluspunkt.«

      Für Gropper ist Krones bereits seit über 30 Jahren ein zuverlässiger Partner.

      Berthold Burgmeier

      Aber er sieht in der Partnerschaft auch eine Win-win-Situation für beide Unternehmen: »Einerseits bekommen wir von Krones zuverlässige Maschinen und einen verlässlichen Service, andererseits profitiert auch Krones davon, seine Maschinen bei uns im langjährigen Praxistest beobachten zu dürfen – und so Erkenntnisse für künftige Weiterentwicklungen und Verbesserungen zu gewinnen. Zusätzlich haben wir bei jedem neuen Projekt auch immer ganz konkrete Vorstellungen und Wünsche, um die Produktion noch effizienter zu gestalten. Krones hört dabei ganz genau zu, nimmt sich unserer Themen an – und setzt alles daran, diese auch in die Tat umzusetzen.«


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