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    Halbjahresbericht 2019

      Highlights und Kennzahlen

      Hohe Kosten und ungünstiger Produktmix belasten die Ertragskraft von Krones im ersten Halbjahr 2019

      • Umsatz liegt mit 1.889,3 Mio. € um 5,5 % über dem Vorjahreswert.
        Bereinigt um Akquisitions- und Währungseffekte beträgt das Wachstum 1,8 %. Der Auftragseingang steigt um 1,2 % auf 2.038,6 Mio. €.
      • Hohe Kosten und ungünstiger Produktmix belasten die Ertragskraft.
        Das EBT sinkt um 57,5 % auf 47,9 Mio. €. Die EBT-Marge ging von 6,3 % auf 2,5 % zurück.
      • Vorstand prognostiziert für das Gesamtjahr 2019 eine EBT-Marge von rund 3 % und arbeitet an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Ergebnisverbesserung.
      • An den Mittelfristzielen hält Krones fest.
      Kennzahlen 1. Halbjahr 2019
          01.01.–30.06.
      2019
      01.01.–30.06.
      2018
      Veränderung
      Umsatz Mio. € 1.889,3 1.790,8 + 5,5 %
      Auftragseingang Mio. € 2.038,6 2.014,8 + 1,2 %
      Auftragsbestand zum 30.06. Mio. € 1.410,4 1.464,1 – 3,7 %
               
      EBITDA Mio. € 116,9 157,3 – 25,7 %
      EBITDA-Marge % 6,2 8,8 – 2,6 PP*
      EBIT Mio. € 47,5 109,7 – 56,7 %
      EBT Mio. € 47,9 112,7 – 57,5 %
      EBT-Marge % 2,5 6,3 – 3,8 PP*
      Konzernergebnis Mio. € 33,3 76,9 – 56,7 %
      Ergebnis je Aktie 1,06 2,45
               
      Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 91,4 58,5 + 32,9 Mio. €
      Free Cashflow Mio. € – 259,4 – 56,2 – 203,2 Mio. €
      Nettoliquidität zum 30.06** Mio. € – 108,7 49,7 – 158,4 Mio. €
      Working Capital/Umsatz *** % 26,0 28,8 – 2,8 PP*
      ROCE % 5,5 15,5 – 10,0 PP*
               
      Beschäftigte am 30.06        
      Weltweit   17.128 15.568 + 1.560
      Inland   10.764 10.376 + 388
      Ausland   6.364 5.192 + 1.172
      Kennzahlen 2. Quartal 2019
          01.04.–30.06.
      2019
      01.04.–30.06.
      2018
      Veränderung
      Umsatz Mio. € 905,8 899,1 + 0,7 %
      Auftragseingang Mio. € 997,0 1.022,4 – 2,5 %
               
      EBITDA Mio. € 30,9 78,4 –  60,6 %
      EBITDA-Marge % 3,4 8,7 – 5,3 PP*
      EBIT Mio. € – 4,3 54,2
      EBT Mio. € – 3,6 56,5
      EBT-Marge % – 0,4 6,3 – 6,7 PP*
      Konzernergebnis Mio. € – 3,0 38,2
      Ergebnis je Aktie – 0,09 1,22
      * Prozentpunkte
      ** liquide Mittel abzüglich Bankschulden
      *** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale

      Brief des Vorstands

      Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

      das zweite Quartal war geprägt von schwierigen gesamtwirtschaftlichen Bedingungen. Unwägbarkeiten, wie beispielsweise der ungelöste Handelskonflikt zwischen China und den USA, sowie die Diskussion über die Nachhaltigkeit von PET-Verpackungen, belasteten die Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Trotz dieser Faktoren war das Umsatzwachstum von Krones im ersten Halbjahr 2019 mit 5,5 % noch zufriedenstellend. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hingegen blieb in diesem Zeitraum deutlich hinter den Erwartungen zurück. Es fiel um 57,5 % auf 47,9 Mio. €. Die Ertragskraft wurde durch hohe Materialkosten, einen ungünstigen Produktmix sowie eine temporäre Nachfrageschwäche in Teil­bereichen im After-Sales-Geschäft beeinflusst. Für das Gesamtjahr 2019 erwartet Krones eine EBT-Marge von rund 3 % nach bislang rund 6 %. Beim Umsatz rechnet das Unternehmen unverändert mit einem Wachstum von 3 %.

      Uns ist bewusst, dass wir Veränderungen brauchen. Der Vorstand hat daher weitere Maßnahmen ergriffen, um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken. Der Ausbau des Global Footprint schreitet gut voran. So ist das neue Werk in Ungarn voll im Zeit- und Kostenplan.

      Allerdings reichen die bislang initiierten strategischen Maßnahmen, wie die Preiserhöhungen und der bisherige Ausbau des Global Footprint, aktuell nicht aus, um die angestrebten Ergebnisziele nachhaltig zu erreichen. Deshalb arbeitet der Vorstand zurzeit an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft. Im Fokus stehen hier die Reduzierung von Komplexität, die schnelle Reaktion auf die Anforderungen des Marktes sowie eine Unternehmensorganisation, in der der Kunde noch stärker im Mittelpunkt steht.

      Die Lage ist herausfordernd und das wird sie auf absehbare Zeit auch bleiben. Wir dürfen aber das Positive nicht übersehen: Krones ist auf einem weltweit wachsenden Markt tätig. Um die Chancen zu nutzen, muss sich das Unternehmen schnell und flexibel in den verschiedenen Märkten bewegen. So bietet beispielsweise die aktuelle Diskussion über die PET-Verpackungslösung für Krones auch neue Chancen für innovative Lösungen, genauso wie die Digitalisierung der Getränkefabrik. 


      Christoph Klenk
      CEO

      Prognosebericht

      Langfristiger Wachstumstrend des Krones Marktes ist intakt

      Krones hat eine sehr gute Marktposition und ist ein gesundes und starkes Unternehmen. Wir sind auf einem mittel- und langfristig stabil wachsenden Markt tätig. Mehr als 7 Mrd. Menschen müssen mit Nahrung und vor allem Getränken versorgt werden. Der Markt für die Produkte und Dienstleistungen von Krones dürfte im Durchschnitt auch künftig stärker wachsen als die Weltwirtschaft.

      Derzeit ist aber auch bei den Kunden von Krones eine gewisse Verunsicherung spürbar, denn auch sie binden die aktuelle weltwirtschaftliche Entwicklung in ihren Entscheidungsprozess ein. Die Abkühlung der weltweiten Konjunktur und die zahlreichen geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten führen zu verzögerten Investitionsentscheidungen. Gemeinsam mit weiterhin hohen Material- und Personalkosten stellt dies Krones aktuell vor große Herausforderungen.

      Krones rechnet für zweites Halbjahr mit besserem Ergebnis als in den ersten sechs Monaten 2019

      Der Vorstand hat weitere Maßnahmen ergriffen, um den Ergebnisbelastungen entgegenzuwirken. Hierzu zählen unter anderem ein Einstellungsstopp und Maßnahmen zur Senkung der Materialkosten. Der Ausbau des Global Footprint schreitet gut voran. So ist beispielsweise das neue Werk in Ungarn voll im Zeit- und Kostenplan. Im Laufe dieses Jahres wird Krones dort die Produktion hochfahren und wie geplant ab 2020 durch das ungarische Werk positive Ergebniseffekte realisieren.

      Krones erwartet, dass die Auslastung der Produktionskapazitäten sowie das margenstarke Servicegeschäft, wie in den Vorjahren, insbesondere im vierten Quartal steigen werden. Insgesamt wird sich das Konzernergebnis im zweiten Halbjahr 2019 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 verbessern.

      Insgesamt rechnet das Unternehmen für 2019 mit einem Wachstum von 3 %. Die EBT-Marge soll bei rund 3 % liegen. Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet Krones weiterhin 26 %.

        Prognose 2019 Ist-Wert H1 2019
      Umsatzwachstum 3% 5,5%
      EBT-Marge 3% 2,5%
      Working Capital/Umsatz 26% 26,0%


      Für das Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« erwartet Krones für 2019 aufgrund der Preiserhöhungen bei Neumaschinen einen leicht unter dem Marktwachstum liegenden Umsatzanstieg von rund 3 %. Die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen aus dem Servicegeschäft von Krones dürfte im zweiten Halbjahr, besonders im vierten Quartal, einen stärkeren Beitrag im Segment leisten als im ersten Halbjahr. Dies wird sich positiv auf die Ertragskraft auswirken. Die EBT-Marge des Kernsegments sollte 2019 bei etwa 3 % liegen.

      Das Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« sollte 2019 stärker wachsen als das Kernsegment. Wir erwarten einen Umsatzanstieg von rund 5 %. Beim Ergebnis ist auch zu berücksichtigen, dass sich die Investitionen von Krones in die Digitalisierungs-Aktivitäten im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« niederschlagen. Insgesamt erwarten wir für 2019 eine EBT-Marge von etwa 1 %. Das Intralogistikgeschäft, das Teil des Segments ist, dürfte dabei einen positiven Ergebnisbeitrag liefern.

      Krones arbeitet an strukturellen Maßnahmen

      Die bislang initiierten strategischen Maßnahmen, wie die Preiserhöhungen und der bisherige Ausbau des Global Footprint, reichen nicht aus, um die angestrebten Ergebnisziele nachhaltig zu erreichen. Deshalb arbeitet der Vorstand zurzeit an weiteren strukturellen Veränderungen zur nachhaltigen Stärkung der Ertragskraft. Im Fokus stehen hier die Reduzierung von Komplexität, die schnelle Reaktion auf die Anforderungen des Marktes sowie eine Unternehmensorganisation, in der der Kunde noch stärker im Mittelpunkt steht.

      An den Mittelfristzielen hält Krones unverändert fest. Je nach gesamtwirtschaftlicher Lage und Entwicklung an den Märkten des Unternehmens rechnet der Vorstand mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzwachstum von 3 bis 5 % ohne Akquisitionseffekte, einer EBT-Marge von 6 bis 8 % und einem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von 22 bis 24 %.

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