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    Quartalsmitteilung Q3 2018
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    Quartalsmitteilung Q3 2018

      Highlights und Kennzahlen

      Krones passt Umsatz- und Ertragsprognose für 2018 nach unten an

      • EBT sinkt wegen steigender Kosten für Material und Personal sowie einem einmaligen Aufwand in Zusammenhang mit dem Aufbau unseres Produktionsstandortes in Ungarn nach neun Monaten um 17,0 % auf 139,4 Mio. €.
      • Krones senkt aufgrund der vorliegenden Zahlen und der aktuellen Planungen die Ertragsprognose für das Gesamtjahr 2018. Bereinigt um einmalige Aufwendungen soll die operative EBT-Marge rund 6,5 % betragen, anstatt der bisher prognostizierten 7,0 %.
      • Umsatz liegt nach drei Quartalen mit 2.692,8 Mio. € um 7,3 % über dem Vorjahreswert. Trotzdem passt der Vorstand das Ziel für das Umsatzwachstum wegen der Verschiebung von Großprojekten und negativer Währungseffekte von 6 % auf 4 % für 2018 an.
      • Krones hält an seinen Mittelfristzielen fest. Diese zu erreichen, wird allerdings ein bis zwei Jahre länger als geplant in Anspruch nehmen.
      Kennzahlen 1. – 3. Quartal
          01.01.-30.09.
      2018
      01.01.-30.09.
      2017
      Veränderung
      in %
      Umsatz Mio. € 2.692,8 2.508,9 +7,3
      Auftragseingang Mio. € 2.940,0 2.696,8 +9,0
      Auftragsbestand zum 30.09. Mio. € 1.487,3 1.332,6 +11,6
               
      EBITDA Mio. € 206,1 233,7 –11,8
      EBITDA-Marge % 7,7 9,3 –1,6 PP*
      EBIT Mio. € 132,6 163,1 –18,7
      EBT Mio. € 139,4 168,0 –17,0
      EBT-Marge % 5,2 6,7 –1,5 PP*
      Konzernergebnis Mio. € 99,4 114,6 –13,3
      Ergebnis je Aktie 3,16 3,68 –14,1
               
      Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Mio. € 89,6 74,8 +14,8 Mio. €
      Free Cashflow Mio. € –140,0 –242,0 +102,0 Mio. €
      Nettoliquidität zum 30.09.** Mio. € –34,1 77,9 –112,0 Mio. €
      Working Capital/Umsatz *** % 28,8 26,5 +2,3 PP*
      ROCE % 12,3 14,6 –2,3 PP*
               
      Beschäftigte am 30.09.        
      Weltweit   15.949 15.174 +775
      Inland   10.601 10.295 +306
      Ausland   5.348 4.879 +469
      *PP = Prozentpunkte
      ** liquide Mittel abzüglich Bankschulden
      *** Durchschnitt der vergangenen 4 Quartale
      Kennzahlen 3. Quartal
          01.07.-30.09.
      2018
      01.07.-30.09.
      2017
      Veränderung
      in %
      Umsatz Mio. € 902,0 733,7 +22,9
      Auftragseingang Mio. € 925,2 917,5 +0,8
               
      EBITDA Mio. € 48,8 69,3 –29,6
      EBITDA-Marge % 5,4 9,4 –4,0 PP*
      EBIT Mio. € 22,9 46,0 –50,2
      EBT Mio. € 26,7 47,0 –43,2
      EBT-Marge % 3,0 6,4 –3,4 PP*
      Konzernergebnis Mio. € 22,5 32,2 –30,1
      Ergebnis je Aktie 0,71 1,04 –31,7

      Brief des Vorstands

      Sehr geehrte Aktionäre und Geschäftsfreunde,

      das dritte Quartal 2018 entwickelte sich bei Krones auf der Nachfrageseite positiv. Die Investitionsbereitschaft unserer Kunden war weiterhin zufriedenstellend, obwohl sich das wirtschaftliche Klima seit Jahresbeginn merklich eingetrübt hat. So steigerte das Unternehmen in den ersten neun Monaten Umsatz und Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr um 7,3 % und 9,0 %. Trotzdem wird Krones im Gesamtjahr 2018 beim Umsatzwachstum hinter der Prognose zurückbleiben. Grund hierfür sind Verschiebungen von Großprojekten und negative Währungseffekte. Anstatt 6 % erwarten wir nun für 2018 ein Umsatzplus von 4 %. 

      Mit der Entwicklung der Ertragskraft kann Krones nicht zufrieden sein. Stark steigende Kosten bei Material und Personal konnten wir nicht mehr vollständig kompensieren. Die im Mai durchgeführten Preiserhöhungen, mit denen wir die Kostensteigerungen ausgleichen wollen, schlagen sich erst im kommenden Jahr im Auftragseingang und Umsatz nieder. Hinzu kommen einmalige Aufwendungen im niedrigen zweistelligen Millionenbereich, die in Zusammenhang mit dem Aufbau unseres Produktionsstandortes in Ungarn hauptsächlich im dritten Quartal angefallen sind. Da wir weiterhin stark in die Zukunft des Unternehmens investieren, wie beispielsweise in die Digitalisierung und den Ausbau unserer weltweiten Präsenz, werden wir das für dieses Jahr gesteckte Ziel bei der Ertragskraft nicht erreichen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel von Januar bis September – auch bedingt durch den Einmalaufwand – um 17 % auf 139 Mio. €. Anstatt der bislang für das Gesamtjahr 2018 angestrebten EBT-Marge von 7,0 % planen wir nun mit einer operativen EBT-Marge, bereinigt um einmalige Aufwendungen, von rund 6,5 %.

      An unseren Mittelfristzielen von einer EBT-Marge von 8 % und einem Working ­Capital im Verhältnis zum Umsatz von 22 % halten wir grundsätzlich fest. Unsere eingeleiteten Maßnahmen zur Stärkung der Ertragskraft greifen noch nicht vollumfänglich. Deshalb wird es ein bis zwei Jahre länger als geplant in Anspruch nehmen, bis wir diese Mittelfristziele erreichen.

      Trotz der Herausforderungen blickt das Unternehmen grundsätzlich optimistisch in die Zukunft. Unser Markt bietet weiterhin gute Wachstumschancen, vor allem in den Emerging Markets. Die Chancen nutzen und gleichzeitig die Ertragskraft von Krones stärken – diese Aufgabe gilt es zu meistern. Hier ist jeder Mitarbeiter tagtäglich gefordert. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass wir alle gemeinsam als Team die künftigen Herausforderungen bewältigen und die Zukunft von Krones erfolgreich gestalten werden.

       

      Christoph Klenk
      CEO


      Prognosebericht

      Krones passt Prognose für 2018 an

      Auf Grundlage der vorliegenden Zahlen für die ersten neun Monate 2018 und den Planungen für das vierte Quartal senkt das Unternehmen seine Umsatz- und Ertragsprognose. Wegen steigender Kosten für Material und Personal sowie Anlaufkosten und einmaliger Aufwendungen für die Erweiterung des Global Footprint plant Krones, bereinigt um einmalige Aufwendungen, für das Gesamtjahr 2018 eine operative EBT-Marge von rund 6,5 %. Die bisherige Zielgröße betrug 7,0 %.

      Gemäß den aktuellen Planungen wird das Unternehmen im Jahr 2018 beim Umsatz um 4 % wachsen und somit die bisherige Zielgröße von 6 % nicht erreichen. Gründe dafür sind negative Währungseffekte und die Verschiebung von Großprojekten. Bei der dritten Zielgröße, dem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, will Krones die zum Halbjahr auf 28 % korrigierte Planzahl schaffen. 

      Beide Segmente unter Plan

      Das Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« umfasst seit Jahresbeginn auch die Maschinen und Anlagen für die Compact Class, also Kosme und Gernep. Krones erwartet für das Kernsegment 2018 aufgrund des guten Auftragseingangs und des attraktiven Produktportfolios einen Umsatzanstieg von knapp 3 %. Die EBT-Marge wird wegen steigender Kosten bei Material und Personal sowie einmaliger Aufwendungen für die Erweiterung des Global Footprint nicht die bislang angepeilten 8,3 % erreichen. Bereinigt um einmalige Aufwendungen soll die EBT-Marge bei annähernd 8 % liegen. 

      Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik«, in dem auch die Intralogistik angesiedelt ist, wollen wir bei der operativen Ertragskraft 2018 Fortschritte machen. Wir sind zuversichtlich, dass wir mit dem weiteren Ausbau des Global Footprint und der vollen Integration der Zukäufe Umsatz- und Ertragspotenziale heben werden. Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2018 einen um etwa 10 % höheren Umsatz bei einem nahezu ausgeglichenen operativen EBT. 

      Mittelfristige Ziele werden später erreicht

      Zur Kompensation von Kostensteigerungen und Stärkung der Ertragskraft setzt Krones im Rahmen des Strategieprogramms Value umfangreiche Maßnahmen um. Darüber hinaus hat das Unternehmen die Preise mit Wirkung zum 1. Mai 2018 um durchschnittlich 4,5 % für alle Maschinen der Abfüll- und Verpackungstechnik und der Prozesstechnik erhöht. Noch greifen die strategischen Maßnahmen von Krones nicht vollumfänglich.
      Grundsätzlich hält Krones an seinen Mittelfristzielen von einer EBT-Marge von 8 % und einem Working Capital im Verhältnis zum Umsatz von 22 % fest. Diese zu erreichen wird allerdings ein bis zwei Jahre länger als geplant in Anspruch nehmen.

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