Mehr Flexibilität bei der Preform-Sterilisation
- Neues Contipure D Modul mit bis zu drei übereinanderliegenden Prozessebenen
- Je nach Anwendungsfall Leistungssteigerung von bis zu 38 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration möglich
- Kapazität und Sterilisationszeit lassen sich flexibel an unterschiedliche Produktionsanforderungen anpassen
Mit einer neuen Generation des Contipure D Moduls schafft Krones mehr Flexibilität bei der aseptischen Abfüllung sensibler Getränke. Herzstück der Weiterentwicklung ist ein neu entwickelter Preform-Transportstern im Multi-Level-Design. Dieser ermöglicht es, unterschiedliche Behälterformate und Ausstoßraten mit ein und demselben Modul abzudecken und die Anlagenleistung flexibel an den jeweiligen Bedarf anzupassen.
Das Contipure D Modul gehört bereits seit Jahren zum Krones Portfolio. Es entkeimt Preforms mit gasförmigem Wasserstoffperoxid und schafft damit die Voraussetzungen für eine mikrobiologisch sichere Abfüllung. Bei der Weiterentwicklung stand insbesondere die zunehmende Forderung nach mehr Flexibilität in der Produktion im Fokus. „Das Thema flexible Produktion treibt derzeit viele unserer Kunden um“, sagt Peter Igl aus dem Produktmanagement Plastics Technology bei Krones. „Daher haben wir Contipure so weiterentwickelt, dass sich mit ein und demselben Modul variierende Behälterformate und Ausstoßraten umsetzen lassen.“
Skalierbares Multi-Level-Design
Dafür wurde der Preform-Transportstern grundlegend neu konzipiert. Statt des bisherigen horizontalen Drei-Sterne-Layouts verfügt er über bis zu drei vertikal übereinanderliegende Prozessebenen. In der Horizontalen ist er in mehrere Einzelsegmente unterteilt, die sich voneinander lösen lassen. Die einzelnen Ebenen können je nach Bedarf gezielt zu- oder abgeschaltet werden. So lassen sich sowohl die Kapazität als auch die Sterilisationszeit flexibel variieren. Gleichzeitig deckt ein einziges Modulkonzept den gesamten Leistungsbereich ab und vereinfacht damit die Planung und Auslegung von Gesamtanlagen.
Durch die vertikale Anordnung fällt das Modul zudem deutlich kompakter aus. Je nach Anwendungsfall ermöglicht die neue Konstruktion eine Leistungssteigerung von bis zu 38 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration. In definierten Leistungsbereichen kann außerdem die Einwirkzeit des H2O2 um bis zu 40 Prozent verlängert werden, sofern dies prozesstechnisch erforderlich ist.
Weniger Verschleiß und Medienverbrauch
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf der Reduzierung des Verschleißes. Ein optimiertes Preform-Handling, präzise Hubmechaniken und eine robuste Isolator-Architektur sorgen für stabile Prozessbedingungen bei gleichzeitig reduziertem Wartungsaufwand. Die klare Trennung von Prozess- und Antriebsbereichen unterstützt zusätzlich die hygienische Sicherheit. Optimierte Prozesse und eine optional erhältliche, integrierte Rezirkulationstechnologie reduzieren zudem den Medienverbrauch der Anlage.
„Uns war es wichtig, das Modul nicht einfach nur punktuell zu verbessern. Stattdessen wollten wir in der Preform-Entkeimung ein völlig neues Kapitel aufschlagen“, betont Peter Igl. Die ersten Maschinen sind bereits erfolgreich bei Kundenunternehmen in Betrieb. Damit hat die Neuentwicklung Serienstand erreicht und ist bereit für den weltweiten Einsatz.
Über Krones
Das Technologieunternehmen Krones mit Hauptsitz in Neutraubling, Deutschland, ist ein international führender Entwickler und Hersteller moderner Maschinen und kompletter Anlagen für die Bereiche Prozess-, Abfüll- und Verpackungstechnik. Zusätzliche Produkte und Services der Krones Tochtergesellschaften, wie beispielsweise Lösungen rund um Digitalisierung, Intralogistik sowie das Spritzgießen und Kunststoffrecycling, ergänzen das Produktportfolio. Weltweit beschäftigt Krones mehr als 21.000 Mitarbeitende. Der Konzernumsatz 2025 betrug 5,66 Mrd. Euro. Zum Krones Konzern gehören neben der börsennotierten Krones AG mehr als 100 Tochtergesellschaften und Standorte weltweit.
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Dr. Anne-Kathrin Bräu
Peter Mörtl