Filtern Sie die Beiträge – entweder thematisch oder zeitlich

Krones MagazineZur Merkliste
Backstage

„Hand auf die Brust“ schafft Bewusstsein für Brustkrebs

Julia Leserer

Mit der Kampagne „Hand auf die Brust“ stand der Oktober bei Krones im Zeichen der Brustkrebs-Awareness – mit zahlreichen Events rund um Prävention und Aufklärung.

Es ist ein Thema, über das nur selten offen gesprochen wird. Und deshalb frage ich die Frauen unter uns nun ganz direkt: Hand aufs Herz – genauer gesagt auf die Brust –, wie oft wird Ihre Brust eigentlich auf Knoten untersucht? Und die Männer können diese Frage auch gerne ihrer Ehefrau, Freundin oder Mutter stellen. Denn es ist so wichtig, über Brustgesundheit zu sprechen – warum, das erfahren Sie im folgenden Artikel.

Bei einer Frau, die regelmäßig die Gynäkologie-Vorsorge wahrnimmt, wird die Antwort auf oben gestellte Frage vermutlich lauten: einmal im Jahr. Das ist zwar schon gut (denn Vorsorge ist besser als keine Sorge!) – doch wussten Sie, dass dies eigentlich viel zu selten ist? Und dass durch viel engmaschigere Check-ups Brustkrebs bereits im frühesten Stadium erkannt und meist erfolgreich bekämpft werden kann?

Um vor allem Frauen zu sensibilisieren und Aufmerksamkeit zu schaffen, engagieren sich weltweit zahllose Organisationen. Als Erkennungssymbol dient eine pinke Schleife, die besonders im Oktober häufig zum Einsatz kommt. Denn während des sogenannten Pink October legen Vereine und Gesellschaften auf der ganzen Welt ein Augenmerk auf die Prävention und Aufklärung rund ums Thema Brustkrebs.

 
Auch bei Krones gab es den ganzen Oktober über verschiedene Aktionen rund um die Brustgesundheit.
Auch bei Krones gab es den ganzen Oktober über verschiedene Aktionen rund um die Brustgesundheit.

Das Health Management bei Krones sowie die hauseigene Betriebskrankenkasse Krones BKK haben dies zum Anlass genommen, ebenfalls einen Themenmonat ins Leben zu rufen – mit den verschiedensten Informationsmöglichkeiten und Events:

  • In einer vierteiligen Newsletter-Serie informierten sie über das Thema Brustgesundheit: Von Risikofaktoren und Mythen, über Maßnahmen zur Früherkennung bis hin zum Umgang mit Betroffenen oder die Kommunikation mit Kindern – die Themen waren breit gefächert und boten eine gute Orientierung.
  • Wer tiefer in das Thema eintauchen wollte, hatte bei einem Webinar Mitte Oktober die Möglichkeit dazu. Prof. Dr. Häusler vom Brustzentrum Regensburg sprach über Prävention, Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs aus medizinischer Sicht.
  • Bei taktilen Brustuntersuchungen wurde wortwörtlich Hand angelegt. Dahinter verbirgt sich nämlich eine ergänzende Früherkennung von Fachkräften mit Sehbeeinträchtigung. Mithilfe dieser Tastuntersuchung können auch kleine Veränderungen im Brustgewebe erkannt werden. In Einzelterminen lernten die Teilnehmerinnen auch, sich selbst abzutasten.
  • Am Ende des Themenmonats wartete ein echtes Highlight: Regina Halmich, ehemalige Boxweltmeisterin und Botschafterin für Pink Ribbon Deutschland, war zu Gast im Werk Neutraubling und hielt einen motivierenden und mitreißenden Vortrag. Sie gab einen Einblick in ihre Vergangenheit als weiblicher Profi in einer Männerdomäne und erklärte auch, warum ihr das Thema Brustkrebs-Awareness besonders am Herzen liegt. 
 

„Wir freuen uns zu sehen, dass die Angebote zur Brustkrebskampagne von unseren Kolleginnen so gut angenommen worden sind und wir bei allen Aktionen in dankbare Gesichter blicken durften. Unser Ziel ist es, weiterhin auf das Thema Gesundheit in seinen verschiedenen Aspekten aufmerksam zu machen und mit neuen Projekten auch die männlichen Mitarbeitenden an ihr wichtigstes Gut zu erinnern“, so das Resümee von Stefanie Drenda, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Health Management sowie Theresa Fleischer von der Krones BKK den Themenmonat hauptsächlich organisiert hat.

Und auch aus Teilnehmerinnenkreisen fiel das Feedback durchwegs positiv aus. Dr. Antonina Prignitz beispielsweise nahm vieles von den Angeboten mit: „Nach meiner Teilnahme am Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Häusler und den Angeboten von discovering hands fühle ich mich in meiner Kompetenz, eine verdächtige Tumorvorstufe selbst zu erkennen, besonders gestärkt. Das vermittelte Wissen und die Fertigkeiten bei der praktischen Untersuchung, die 60 Minuten gedauert hat und eine Begegnung der besonderen Art war, sind ein großes Geschenk an alle Mitarbeiterinnen von Krones. Besten Dank dafür“, sagt sie begeistert.

Fakten rund um Brustkrebs*

  • Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung: Statistisch erkrankt eine von acht Frauen daran.
  • Aber auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Das Risiko liegt allerdings deutlich geringer: Bei 100 Erkrankungen entfallen 99 davon auf Frauen und nur eine auf einen Mann.
  • Risikofaktoren sind ein ungesunder Lebensstil, aber auch genetische Vorbelastungen, wenn Brustkrebs beispielsweise schon mehrfach in der Familie aufgetreten ist.

Möglichkeiten zur Prävention

  • Gynäkologische Vorsorge mit Tastuntersuchung (i. d. R. einmal jährlich von der Krankenkasse übernommen)
  • Regelmäßige Selbstuntersuchungen: Anleitung auf Seite 2 (Empfehlung: einmal monatlich) 
  • Mammografie-Screening: Röntgenuntersuchung der Brust (Kassenleistung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren, alle zwei Jahre)
  • Taktile Brustuntersuchung und BRCA-Gentest (Zusatzleistung, von Krankenkasse abhängig)

„Jede gesetzliche Krankenkasse übernimmt regelmäßige allgemeine Vorsorgeuntersuchungen wie die ärztliche Brustuntersuchung oder Mammografie ab einem gewissen Alter. Darüber hinaus gibt es weitere Untersuchungen auf Selbstzahlungsbasis, die aber – je nach Befund – auch nachträglich noch von der Krankenkasse übernommen werden können. Es gibt also zahlreiche Angebote und es lohnt sich definitiv, dass Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über die verschiedenen Möglichkeiten erkundigen“, empfiehlt Theresa Fleischer von der Krones BKK.

* Auszüge aus der Newsletter-Reihe des Health Management und der Krones BKK.

„Sehende Hände“ lehren das Selbstabtasten

Zum Kampagnenabschluss Ende Oktober gab es im Werk Neutraubling eine besondere Präventionswoche – mit tierischer Begleitung.

Aber von vorne: Die taktile Brustuntersuchung ist eine Form der Prävention, bei der die Brust von einer sehbehinderten Frau abgetastet wird. Das Unternehmen discovering hands bildet einerseits Medizinisch-Taktile Untersucherinnen aus und bietet andererseits individuelle Anleitungen zur Selbstuntersuchung. Genau solche Einzeltermine konnten auch interessierte Kolleginnen im Werk Neutraubling wahrnehmen. Dafür war die ganze Woche über Marie Schenk mit ihrem Blindenhund Kio zu Gast. Marie Schenk besitzt nämlich aufgrund ihrer Sehbehinderung einen überragenden Tastsinn. So kann sie wortwörtlich mit viel Fingerspitzengefühl und Feinsinn abtasten und mögliche Knoten erkennen. Den Teilnehmerinnen zeigte sie dabei Schritt für Schritt, wie sie sich selbst untersuchen können: „Brustgesundheit hat auch etwas mit Eigenverantwortung zu tun, denn Brustkrebs hat gute Heilungschancen. Es ist so wichtig, sich selbst mit seiner eigenen Brust vertraut zu machen, da viele gar nicht wissen, wie sie sich genau anfühlt. Deshalb Hut ab vor denjenigen, die diesen Schritt gehen und die Verantwortung für ihre Gesundheit aktiv übernehmen“, unterstreicht Marie Schenk die Bedeutung dieser Präventionsmaßnahme.

Image 37851
Image 37851

Auch die Teilnehmerinnen fanden für das Angebot nur lobende Worte, wie beispielsweise Bettina: „Nachdem ein Familienmitglied vor einigen Wochen die Diagnose Brustkrebs erhalten hat, hatte ich mich mit dem Thema Brustkrebs und -vorsorge bereits privat beschäftigt und die Kampagne kam für mich daher genau zum richtigen Zeitpunkt. Vor allem die taktile Brustuntersuchung war für mich vollkommen neu und die Anleitung zur Selbstuntersuchung sehr interessant“, sagt sie.

Die Vorträge haben auch geholfen, viele Ängste und Unsicherheiten zu nehmen. Ich kann jedem empfehlen, sich mit dem Thema frühzeitig zu beschäftigen!

Bettina Teilnehmerin der Aktion „Sehende Hände“
Anleitung zur Selbstkontrolle
Anleitung zur Selbstkontrolle

Motivationsrede von Regina Halmich

Zum Abschluss des Event-Monats wartete ein echtes Highlight auf alle Krones Kolleginnen. Denn das Frauennetzwerk Women@Krones schloss sich mit Health Management und Krones BKK zusammen und gemeinsam luden sie eine prominente Speakerin nach Neutraubling ein, die motivierte, Mut machte und einmal mehr die Aufmerksamkeit auf Brustgesundheit legte. Doch bevor diese ans Mikrofon trat, begrüßte Claudia Mack von Women@Krones die Teilnehmerinnen – und zog sie mit ihren deutlichen Eröffnungsworten sogleich in ihren Bann: „Wir sind hier knapp 100 Frauen. Das heißt, dass statistisch irgendwann zwölf von uns an Brustkrebs erkranken werden. Das ist heftig!“ Ein Gefühl der Gemeinschaft machte sich in der Runde breit – und dieses wurde im folgenden Vortrag von Regina Halmich noch weiter verstärkt.

Denn die ehemalige Profiboxerin weiß, wie man sich durchboxt und Gehör verschafft. Und Halmich fand klare Worte: „Brustkrebs ist ein Thema, über das man offen reden muss.“ Sich damit auseinanderzusetzen, liegt ihr besonders am Herzen, seit sie eine Freundin auf deren Weg von Diagnose über Chemotherapie bis hin zur Heilung begleitet hat. „Brustkrebs ist eine Krankheit, die aus dem Nichts kommt und dann das ganze Leben auf den Kopf stellt. Denn eine Chemo verändert den ganzen Körper – und Diagnose und Behandlung haben auch deutliche Auswirkungen auf die mentale Verfassung der Erkrankten. Zwar ist die Krankheit oft heilbar, aber sie muss früh entdeckt werden“, sagt Regina Halmich und appellierte: „Vorsorge muss ein fester Bestandteil unseres Lebens werden – sowohl beim Arzt, aber auch zu Hause!“

 

Doch Regina Halmich sprach den Frauen nicht nur beim Thema Brustgesundheit Mut zu. In ihrem gut 45-minütigen Vortrag berichtete sie sympathisch und offen über ihren Weg als erste professionelle Boxerin Deutschlands. Immer wieder zog sie dabei Parallelen zwischen den Herausforderungen, die sie in der Männerwelt des Boxens überstehen musste und denen im beruflichen Alltag der Krones Kolleginnen. Sie sprach von Risiko- und Leistungsbereitschaft, Respekt und Zusammenhalt und von mentaler Stärke und Kritikfähigkeit.

Dieser inspirierende und motivierende Vortrag von Regina Halmich war sinnbildlich für alle Events und das Engagement im Rahmen der Kampagne „Hand auf die Brust“. Und hörte man sich in den Reihen der Teilnehmerinnen um, dann vernahm man auch dort ausschließlich lobende Worte.

„Wir wollten mit der Kampagne bei Krones Aufmerksamkeit für das Thema Brustgesundheit schaffen, vor allem die Kolleginnen sensibilisieren und Mut machen, offen darüber zu sprechen – und gemessen an dem großen Interesse und dem Feedback, das uns bisher erreicht hat, denke ich, dass die Aktion ein voller Erfolg war“, fasst Stefanie Drenda zusammen.

Ihre Meinung ist gefragt!

Diskutieren Sie mit uns auf LinkedIn

Sie haben noch Fragen oder möchten Ihre Gedanken zu diesem Thema mit uns teilen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare und Anmerkungen!

Hier geht's zum LinkedIn-Post(öffnet externen Link in neuem Tab)

Mehr aus der Krones Welt