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    Geschäftsbericht Konzern 2019
    Prognosebericht
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    Prognosebericht
      • Globale Konjunkturaussichten auf niedrigem Niveau stabil, jedoch mit vielen Unwägbarkeiten behaftet
      • 2020 legt Krones den Fokus auf Steigerung der Ertragskraft 
      • Für Krones ist ab 2020 die EBITDA-Marge die Steuerungsgröße für die Profitabilität


      Weltwirtschaft soll 2020 um 3,3 % wachsen

      Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat im Januar 2020 die Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2020 leicht von 3,4 % auf 3,3 % (Vorjahr: 2,9 %) gesenkt. Gründe hierfür waren hauptsächlich die nachlassende Dynamik in einigen Emerging Markets, vor allem in Indien, sowie soziale Unruhen in einigen Regionen. Positiv dürften sich 2020 gemäß IWF die Beruhigung des Handelsstreits zwischen China und den USA sowie die weiterhin sehr lockere Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken auf die Weltwirtschaft auswirken. Risiken für weitere Abwärtskorrekturen liegen gemäß den Experten vor allem in einer Verschärfung des politischen Konflikts der USA mit dem Iran sowie in weiteren Zollstreitigkeiten zwischen den USA und deren Handelspartnern.

       

       

      In den Schwellen- und Entwicklungsländern dürfte die Wachstumsdynamik 2020 mit 4,4 % im Vergleich zum schwachen Vorjahr (+3,7 %) wieder zunehmen. Im Oktober 2019 waren die Experten des IWF allerdings noch von einer Wachstumsrate von 4,6 % ausgegangen. Die leichte Eintrübung wurde hauptsächlich durch Indien hervorgerufen. Dort soll das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2020 nur noch um 5,8 % steigen (Vorjahr: 4,8%), nachdem im Oktober 2019 die Prognose noch bei 7,0 % lag. Während der IWF für die chinesische Volkswirtschaft 2020 einen geringen Rückgang des BIP-Wachstums auf 6,0 % (Vorjahr: 6,1 %) erwartet, prognostiziert er für die Region Naher Osten/Zentralasien einen deutlichen Anstieg auf 2,8 % (Vorjahr: 0,8 %). In Lateinamerika soll sich die Wachstumsdynamik mit einem BIP-Zuwachs von 1,6 % im Vergleich zu 2019 (Vorjahr: 0,1 %) ebenfalls beschleunigen. 

      Für die Industriestaaten rechnet der IWF 2020 mit einem BIP-Wachstum von 1,6 % (Vorjahr: 1,7 %). Vor allem für Deutschland erwarten die Experten eine Beschleunigung des Wachstums und prognostizieren für 2020 eine Zunahme des BIP um 1,1 % nach nur 0,5 % im Vorjahr. Für die Euro-Zone rechnet der IWF insgesamt mit einem Wachstum von 1,3 % (Vorjahr: 1,2 %). Wegen der nachlassenden Wirkung der fiskalischen Anreize in den USA, dürfte das BIP in der weltweit größten Volkswirtschaft 2020 nur noch um 2,0 % (Vorjahr: 2,3 %) steigen. Für Japan liegt die Wachstumsprognose des IWF bei 0,7 % (Vorjahr: 1,0 %).

      Gute Beschäftigungszahlen und moderate Inflationsraten stützen den Konsum

       

      Mittel- und langfristig ist die Konsumfreude der Endverbraucher und damit auch die Nachfrage nach abgepackten Getränken von der Kaufkraft abhängig. Eine niedrige Arbeitslosenquote und geringe Inflationsraten wirken sich positiv auf die Kaufkraft der Konsumenten aus. Dies stützt die Nachfrage nach abgepackten Getränken und Lebensmitteln und beeinflusst dadurch indirekt die Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Krones. Denn wenn mehr Getränke und flüssige Lebensmittel verpackt werden müssen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen hierfür geeignete und effiziente Technik. Für 2020 erwarten wir, dass Arbeitslosenquote und Inflation insgesamt keine negativen Effekte auf die Geschäfte von Krones haben werden. Aber aufgrund der vielfältigen gesamtwirtschaftlichen Unwägbarkeiten verzögern die Kunden von Krones, trotz steigender Nachfrage der Endverbraucher, Investitionsentscheidungen.

      Produktion der deutschen Maschinen- und Anlagenbauer dürfte erneut sinken

       

      Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erwartet, dass sich auch im Jahr 2020 die Lage nicht signifikant bessert und der Wert der produzierten Maschinen und Anlagen wie im Vorjahr um 2 % sinkt. Belastungsfaktoren für die Branche bleiben auch im laufenden Jahr die relativ schwache Weltkonjunktur, schwelende Handelskonflikte  sowie der tiefgreifende Strukturwandel in der Autoindustrie. Mögliche Effekte aus dem Coronavirus sind dabei noch nicht berücksichtigt.
       

      Krones erwartet für 2020 kein Wachstum 

      Nach dem schwierigen Jahr 2019 startet Krones hinsichtlich der kurzfristigen Entwicklung der Nachfrage verhalten in das Geschäftsjahr 2020. Gründe für eine gewisse Zurückhaltung gibt es genug. Die gesamtwirtschaftlichen Prognosen für das laufende Jahr sind insgesamt zwar noch positiv. Aber 2020 wird erneut geprägt sein von politischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten. Vor allem die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind derzeit noch nicht abzuschätzen. Von diesen Unsicherheiten ist auch das Orderverhalten der Kunden von Krones betroffen. Obwohl die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken auch 2020 steigen dürfte, halten sich die Unternehmen aus der internationalen Getränkeindustrie aufgrund der gesamtwirtschaftlich labilen Lage vorübergehend mit Investitionen zurück. Wir rechnen daher für 2020 insgesamt damit, dass der Weltmarkt für Abfüll- und Verpackungstechnik kurzfristig nicht wächst. Auch deshalb wird im laufenden Geschäftsjahr der Wettbewerb auf unseren Märkten sowie der Kostendruck hoch bleiben. 

      Krones erwartet aber nur eine kurzfristige Stagnation des Marktes. Die mittel- und langfristigen Aussichten bleiben unverändert positiv. Denn die Nachfrage der Konsumenten nach abgepackten Getränken und flüssigen Lebensmitteln wächst aufgrund einiger Megatrends, wie beispielsweise die steigende Weltbevölkerung, stetig. Um die zunehmende Nachfrage zu befriedigen, benötigen die Getränke- und Lebensmittelunternehmen geeignete Technik. Deshalb wächst der Markt für Verpackungsmaschinen mittel- und langfristig relativ stabil. 
       

      Fokus liegt 2020 in beiden Segmenten auf der Verbesserung der Ertragskraft 

      Aufgrund der eingeleiteten strukturellen Maßnahmen wird Krones 2020 eine nachhaltige Trendwende bei der Ertragskraft einleiten. Klares Ziel ist es, die Profitabilität in beiden Segmenten zu steigern. Einen wichtigen Beitrag hierzu werden der weitere Ausbau des Global Footprint sowie Kostensenkungen liefern. Akquisitionen sind in beiden Segmenten für 2020 nicht geplant. Der Fokus liegt auf der Integration der in den vergangenen Jahren erworbenen Unternehmen in den Konzern. 

      Im Kernsegment »Maschinen und Anlagen zur Produktabfüllung und -ausstattung« steht 2020 der Produktionsstart im neuen Werk in Ungarn im Fokus. Das neue Werk wird Ende 2020 voll in Betrieb gehen. Durch die neue Fertigungsstätte dürfte Krones 2020 etwa 5 bis 10 Mio. € einsparen. Im etablierten Status rechnen wir mit Kosteneinsparungen von 20 Mio. € pro Jahr. Wir werden das Kernsegment mit attraktiven Produkten ausbauen und um weniger profitable Bereiche und Technologien bereinigen. Unverändert im Fokus steht auch, den steigenden Kosten für Material entgegenzuwirken.

      Krones erwartet für das Kernsegment 2020, vor allem wegen der kurzfristigen Unsicherheit bei unseren Kunden, keinen Anstieg des Umsatzes. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren. Die EBITDA-Marge sollte bei rund 7,5 bis 8,0 % liegen (entspricht einer EBT-Marge von rund 4,0 bis 4,5 %). 

      Im Segment »Maschinen und Anlagen zur Getränkeproduktion/Prozesstechnik« liegt der Fokus ebenfalls auf der Umsetzung der strukturellen Maßnahmen. Hier steht die Ausgliederung des Bereichs Getränkeproduktion im Vordergrund. Diesen Bereich werden wir künftig als rechtlich eigenständige Einheit aufstellen. So können wir besser beurteilen, wie sich die einzelnen Geschäfte, speziell für die unterschiedlichen Getränkesorten, auf Stand-alone-Basis entwickeln. Zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale wird Krones durch die volle Integration und eine positive Geschäftsentwicklung bei den Akquisitionen der Vorjahre heben. Im Bereich Intralogistik ist die Nachfrage nach unseren Produkten und Services weiterhin gut. Wir werden die Internationalisierung des Geschäfts 2020 weiter voranbringen. Hierfür haben wir alle Intralogistik-Aktivitäten in der System Logistics gebündelt und diese als rechtlich eigenständige Einheit aufgestellt. 

      Insgesamt prognostizieren wir für das Segment Prozesstechnik für 2020 einen stabilen Umsatz bei einer EBITDA-Marge von rund 2,5 bis 3,5 % (entspricht EBT-Marge von rund 0 bis 1 %).  Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.

      Auf Grundlage der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Aussichten und der aktuell erwarteten Entwicklung der für Krones relevanten Märkte, die kurzfristig von der Investitionszurückhaltung der Kunden beeinflusst ist, rechnet das Unternehmen für 2020 im Konzern mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Wir gehen davon aus, dass der Markt nur vorübergehend stagniert. Der mittel- und langfristige Wachstumstrend ist weiter intakt. Vor allem im ersten Halbjahr 2020 wird sich die kurzfristige Zurückhaltung unserer Kunden aufgrund der vielen Unwägbarkeiten niederschlagen. Die Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft sind aktuell nicht vollumfänglich abschätzbar. Hieraus kann ein weiterer erheblicher Einfluss auf die Ziele 2020 resultieren.
       

      EBITDA löst EBT als Steuerungsgröße für die Profitabilität ab – EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 % für 2020 angestrebt

      Krones ist inzwischen so aufgestellt, dass das erwartete Nullwachstum im Umsatz nicht voll auf die Ertragskraft durchschlägt. Wir wollen im laufenden Jahr die Ertragskraft aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen verbessern. 
      Ab 2020 steuert Krones die Profitabilität mit der EBITDA-Marge anstatt der EBT-Marge. Der Grund hierfür liegt darin, dass das EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) näher am Cashflow und besser vergleichbar ist, weil es die Abschreibungen, das Finanzergebnis sowie Steuern unberücksichtigt lässt. 

      Für 2020 rechnet Krones im Konzern mit einer EBITDA-Marge von rund 6,7 bis 7,2 %. Dies entspräche einer EBT-Marge von rund 3,2 bis 3,7 %.

      Für die dritte Zielgröße, das Working Capital im Verhältnis zum Umsatz, erwartet Krones 26 %. Im laufenden Jahr wollen wir diese Zielgröße durch intensiveres Forderungsmanagement verbessern.

       
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