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    Niehoffs-Vaihinger setzt auf Mehrweg
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    Niehoffs-Vaihinger setzt auf Mehrweg

      Der aktuellen Plastik-Debatte steht die Niehoffs-Vaihinger Fruchtsaft GmbH mit Gelassenheit gegenüber: Das Unternehmen füllt mehr als 80 Prozent seines Produktionsvolumens in Mehrweg-Glasflaschen ab – aus Prinzip, wie Betriebsleiter Dr. Rainer Kressmann betont: »Wir sind im Grunde unseres Herzens ein Mehrweg-Unternehmen.« Sein Kollege, Marketingleiter Sven Frisch, geht noch einen Schritt weiter, indem er markig betont: »Wir wollen nicht in Plastik!«

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      Marketingleiter Sven Frisch und Betriebsleiter Dr. Rainer Kressmann (v. l.) treten gemeinsam für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen ein.

      Insgesamt umfasst das Sortiment des Unternehmens um die 600 Artikel, die sich wiederum in fünf strategische Marken und mehrere Ergänzungsmarken aufteilen. Das Basisgeschäft oder »unser Schlachtschiff«, wie Sven Frisch augenzwinkernd erläutert, bildet die Saftmarke Niehoffs-Vaihinger, die exklusiv für Hotels und Gastronomiebetriebe produziert wird. Zu ihren mehr als 30 verschiedenen Sorten gehören neben klassischen Fruchtsäften auch Produktinnovationen wie beispielsweise Innergy, »der erste gesunde Energydrink auf den Markt«, wie Frisch mit sichtlichem Stolz ausführt. Die Hochwertigkeit der Produkte unterstreichen Individualgebinde aus eigener Entwicklung. Für das Design der Saftflaschen mit ihrem Twist-off-Verschluss sowie einer besonders großen und damit ausschankfreundlichen Mündung holte man sich eigens die Expertise professioneller Barkeeper ins Haus. »Denn unsere Säfte findet man genau dort, wo Cocktails direkt an der Bar gemixt werden«, erklärt Frisch.

      Der Mehrweg-Glasflasche verschrieben

      So differenziert die einzelnen Marken des Unternehmens auch auftreten – was sie alle vereint, ist die Mehrweg-Glasflasche als Verpackung. Als im Unternehmen die Entscheidung fiel, die bestehende Anlage durch eine neue zu ersetzen, stand es daher außer Frage, auf etwas anderes als eine Mehrwegglas-Linie zu setzen. »Wir sind uns sicher, dass wir damit die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit getroffen haben«, meint Betriebsleiter Rainer Kressmann. »Angeheizt durch die Kunststoffdiskussion ist Glas zusammen mit der alten Tugend Heißabfüllung wieder en vogue geworden.«

      Hauptgrund für die Neuinvestition war der Umstand, dass die bestehende Anlage zeitgemäßen Qualitätsansprüchen nicht mehr genügte:  Die Linie war bereits viele Jahre im Dreischichtbetrieb gelaufen und damit an ihrer Qualitätsgrenze angelangt. Bei der neuen Linie stand für Niehoffs-Vaihinger von vornherein fest, auf eine Turnkey-Lösung aus einem Guss zu setzen. »Wir haben uns für Krones entschieden, da wir von der technischen Lösung und der Zuverlässigkeit überzeugt waren«, erklärt Kressmann.

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      Seit Mai 2018 wird auf der Krones Glaslinie durchgängig produziert. Im Dreischichtbetrieb füllt sie pro Stunde 20.000 1,0-Liter-Flaschen bzw. 30.000 0,2-Liter-Flaschen ab.

      »Keine Linie von der Stange«

      Bei den technischen Anforderungen stand das Thema Flexibilität ganz oben auf der Liste. Die neue Anlage sollte sowohl heiß- als auch kaltabfüllen können und zudem die große Formatvielfalt des Niehoffs-Vaihinger-Portfolios beherrschen: von den Individualgebinden in verschiedenen Formen und Größen über die 1-Liter-Verbandsflaschen bis hin zu den kleinen 0,2-Liter-Twist-off-Flaschen – jeweils kombiniert mit unterschiedlichen Etikettenvarianten und Verschlussarten. Ebenso wie die Maschinen galt es, auch die Transporttechnik flexibel auszulegen und auf verschiedenste Aufgaben vorzubereiten. Gefragt war vor allem eine hohe Kapazität im Sortierbereich, um die verschiedenen Arten der Leergut-Durchmischung zu bewältigen. Aber auch eine Umgehungsstrecke, die kaltabgefüllte Flaschen um den Rückkühler herumführt sowie ausreichend Pufferstrecken, die es beispielsweise ermöglichen, einen Etikettenwechsel durchzuführen, ohne dass dafür der Füller angehalten werden muss, zählten dazu. »Alles in allem keine Linie von der Stange«, betont Rainer Kressmann.

      Untergebracht wurde sie in einer neuen, 2.000 Quadratmeter großen Halle. Im Mai 2017 erfolgte der Startschuss für die Bauarbeiten. Vier Monate später fuhr der erste von insgesamt 80 Lkws mit Anlagenteilen vor. Die ersten Maschinen waren in Windeseile aufgestellt und in Betrieb genommen. »Der Füller lief vom ersten Tag an rund«, sagt Kressmann. „Doch dafür dauerte Anderes dann länger als vorgesehen.“ Dass sich die – auch im wörtlichen Sinne – heiße Phase des Projekts dann ausgerechnet in die Monate des Rekordsommers 2018 erstreckte, verlangte der Betriebsleitung und ihren Mitarbeitern, die in der Zeit Großartiges geleistet haben, einiges ab – und stellte auch das Verhältnis zu ihrem Lieferanten hin und wieder auf die Probe. »Da es sich um keine Anlage von der Stange handelt, muss man immer mit unerwarteten Problemen rechnen«, sagt Kressmann und ergänzt: »Am Ende wurden die aber alle gemeistert.« Das liegt auch an der Krones Servicemannschaft, die sich trotz Rückschlägen und Verzögerungen auf der Baustelle nicht vom Kurs abbringen ließ. »Zeitweise lagen bei uns die Nerven blank«, erinnert sich der Betriebsleiter. »Gleichzeitig war ich mir sicher: Im Hause Krones sind der Ehrgeiz und Anspruch vorhanden, jedes Projekt erfolgreich und sauber zu Ende zu bringen – und so ist es dann ja auch eingetreten.«

      Behutsam an die neue Technik herangeführt

      Um Engpässe im Lager zu vermeiden, wurde die alte Anlage auch während des Umzugs noch durchgehend betriebsbereit gehalten. Darauf zurückgreifen musste die Niehoffs-Vaihinger Fruchtsaft GmbH nicht – dank ihrer sorgfältigen Vorbereitung. Denn um ihren Mitarbeitern den Sprung von der alten Linie auf den neusten Stand der Technik so leicht wie möglich zu machen, orderte sie zusätzlich zur Maschinentechnik ein umfassendes Schulungspaket. »Im Nachhinein muss ich sagen: Es war Gold wert, dass wir unsere Mitarbeiter von Anfang mitgenommen habe«, sagt Rainer Kressmann. »In der Krones Akademie in Neutraubling konnten sie sich im Vorfeld mit den neuen Maschinen vertraut machen. Dadurch hatten sie schon eine klare Vorstellung, was später auf sie zukommt« Die letzten Berührungsängste vor der neuen Technik sind dann spätestens während der Inbetriebnahmephase verflogen, als direkt an den Maschinen vor Ort geschult wurde.»So eine Anlage lebt ja, die lernt man jeden Tag ein bisschen besser kenne«, sagt Kressmann.»Mittlerweile ist es für uns längst zur Routine geworden, mit ihr zu arbeiten. Außerdem nimmt uns die neue Technik auch einiges an Arbeit ab.«

      Seit Mai 2018 wird auf der Krones Glaslinie durchgängig produziert. Im Dreischichtbetrieb füllt sie pro Stunde 20.000 1,0-Liter-Flaschen bzw. 30.000 0,2-Liter-Flaschen ab. Dass die Investition die richtige Entscheidung war, dessen sind sich Rainer Kressmann und Sven Frisch einig: »Wir schreiben uns Nachhaltigkeit nicht nur auf die Fahnen, sondern haben jetzt auch die topmoderne Produktionsanlage dazu«, freut sich der Marketingleiter.

      Aus diesen Komponenten besteht die Linie

      Prozesstechnik

      Abfüll- und Verpackungstechnik

      Außerdem


      Ausgewählte Maschinen und Lösungen
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