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    Saft, Softdrinks
    Jetzt auch Getränke von Bidco mit zwei kompletten Abfüllanlagen von Krones
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    Jetzt auch Getränke von Bidco mit zwei kompletten Abfüllanlagen von Krones

      In Kenia wird in naher Zukunft die Nachfrage nach gesünderen Produkten steigen. Um auf die sich ändernden Verbraucherwünsche und -bedürfnisse einzugehen und gleichzeitig auch den Herstellungsprozess wirtschaftlich zu halten, hat Bidco als erster Getränkehersteller Kenias eine NitroHotfill Anlage installiert, welche die beiden Anforderungen miteinander verbindet.

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      Bidco Africa Ltd. ist eines der größten und am schnellsten wachsenden Unternehmen des Kontinents mit Produktionsstätten in Kenia, Uganda, Tansania und Madagaskar sowie einem Export in 20 Länder Afrikas. Lange Jahre war Dr. Vimal Shah Vorstandsvorsitzender von Bidco, 2017 übernahm der jetzt 59-Jährige den Vorsitz des Aufsichtsrats. Er führte die Wachstums- und Entwicklungsstrategie mit dem hochgesteckten Ziel, Bidco zum ersten kenianischen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als einer Milliarde Dollar zu machen. Eine Maßnahme, um dies zu erreichen, war auch, in der Getränkeindustrie Fuß zu fassen.

      In den vergangenen drei Jahren begann Bidco, einen neuen Industriepark auf einem 32 Hektar großen Grundstück am Rande von Nairobi zu errichten – nur wenige Kilometer entfernt vom Krones Center East Africa. Im ersten Schritt entstand eine Fabrik zur Nudel- und Getränkeproduktion, unter anderem mit einer Karton-Abfüllanlage für Kindergetränke der Marke Sun Top sowie zwei PET-Abfülllinien von Krones:

      • Eine füllt Softdrinks, Wasser und Energydrinks der Marken des Lizenzgebers Monarch Beverages, mit dem Bidco 2018 ein Joint-Venture eingegangen ist.
      • Die andere produziert Saftgetränke der Eigenmarke Jooz und arbeitet mit dem NitroHotfill Verfahren.

      Die CSD-Linie verarbeitet 27.600 Flaschen pro Stunde und füllt ein breites Sortiment an verschiedenen Produkten und Marken in insgesamt vier verschiedene Flaschengrößen. »Wir haben uns für eine Lizenzabfüllung entschieden, weil das technische Know-how und die Erfahrung unseres Joint-Venture-Partners in dieser Phase des Markteintritts für uns wichtig waren. Man muss das Rad nicht immer neu erfinden«, sagt Dr. Vimal Shah.

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      Die CSD-Linie verarbeitet 27.600 Flaschen pro Stunde und füllt ein breites Sortiment an verschiedenen Produkten und Marken in insgesamt vier verschiedene Flaschengrößen.

      NitroHotfill für Saft

      Im Saftsegment entwickelte Bidco jedoch eine eigene Marke und entschied sich beim Abfüllen für eine NitroHotfill Linie. »Diese Krones Technologie bietet uns einen großen Vorteil: Wir können auf Konservierungsmittel verzichten und müssen trotzdem keine dickwandigen, mit Ausgleichs-Panels verstärkten Behälter einsetzen«, erklärt Dr. Vimal Shah. Die Formen für die 0,3-, 0,5- und 1,5-Liter-Flaschen entwickelte Bidco gemeinsam mit Krones. Dabei entschied sich das Unternehmen für Weithals-Behälter mit 38 Millimetern Mündungsdurchmesser, um dem Wunsch nach einem besseren Trinkgefühl entgegenzukommen.

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      Die Formen für die 0,3-, 0,5- und 1,5-Liter-Flaschen für seine Säfte entwickelte Bidco gemeinsam mit Krones. Dabei entschied sich das Unternehmen für Weithals-Behälter mit 38 Millimetern Mündungsdurchmesser.

      Als Alternative zur herkömmlichen Heißabfüllung setzt das NitroHotfill Verfahren Stickstoff ein, der nach dem Füllvorgang in die Flasche dosiert wird. Dieser erhöht den Innendruck und gleicht das Schrumpfverhalten aus. Nach dem Verschließen wird der Kopfraum der Flasche dann sterilisiert, indem die Flasche in eine waagerechte Position gebracht wird und das 85 Grad Celsius heiße Produkt so den gesamten Kopfraum ausfüllt. Nach dem anschließenden Rückkühlen auf Umgebungstemperatur im LinaCool verbleiben noch circa 0,3 bar Stickstoff in der Flasche, was die Stabilität und damit auch die Transporteigenschaften der vergleichsweise leichteren PET-Flaschen erhöht. Krones installierte für die Zubereitung der Getränke auch den kompletten Sirupraum SyPro S mit Zuckerlösung. »Die Zusammenarbeit mit Krones war brillant«, resümiert Projektleiter Himanshu Dodhia und erhält in seinem Urteil Unterstützung von Group Director Chris Diaz: »Wir erwarten eine hohe Gesamtanlageneffizienz von 95 Prozent.«

      Um weitgehend unabhängig von Lieferanten zu bleiben, produziert der Betrieb sowohl Preforms als auch Verschlüsse selbst. Dazu sind zwei Preform-Extrusionsmaschinen von KraussMaffei installiert, die mit Spritzgusswerkzeugen der Krones Tochter MHT arbeiten, sowie eine weitere Extrusionsmaschine für die Verschlüsse.

      Weitere Getränke sollen folgen

      »Wir haben uns alle in Frage kommenden Zulieferer angeschaut und gefragt, in welcher Liga wir spielen wollen: ob wir auf den weltweiten Technologieführer, auf ähnlich große, aber günstigere Firmen oder auf kleinere Anbieter setzen«, erklärt Dr. Vimal Shah. »Mir lag zwar auch ein Angebot eines deutlich kostengünstigeren chinesischen Herstellers vor – aber in Maschinen investiert man einmal für die nächsten 20 Jahre und dann ist man an den Hersteller gebunden. Für mich kam deshalb nur Krones in Frage«, sagt er und erläutert die Gründe für seine Entscheidung: »Ausschlaggebend waren verschiedene Punkte: die hohe Produktivität der Linien, die uns garantiert wurde, das Engineering sowie der lokale After-Sales-Service, den Krones mit der Niederlassung in Nairobi bietet. Im Laufe des Projekts haben wir auch gesehen, dass Krones immer bestrebt ist, kleinere Schwierigkeiten, die bei der Installation und Inbetriebnahme normal sind, schnell zu beheben. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Entscheidung und werden deshalb bei unserer weiteren Expansion erneut mit Krones zusammenarbeiten.«

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      Den Einstieg in den Getränkemarkt sieht Bidco als wichtigen Schritt für den Ausbau des Konsumartikel-Sortiments – und es sollen noch viele weitere Getränke folgen. Doch eines ist für Dr. Vimal Shah klar: Nach seinen ethischen Grundsätzen sind Investitionen in die Märkte Alkohol, Tabak und Fleischverarbeitung ausgeschlossen.

      Außerdem ist es für ihn wichtig, eine nachhaltige Versorgungskette von der Landwirtschaft zum Verbraucher aufzubauen, Null-Abfall-Konzepte zu entwickeln und das Recycling von Kunststoffen voranzutreiben. Denn Nachhaltigkeit ist Teil der Unternehmens-DNA: Bidco glaubt daran, dass alles kontinuierlich in Bewegung ist und so auch Strukturen, Produkte, Betriebsstätten, Systeme und Partnerschaften dynamisch bleiben.

      Da sich Bidco dem Einfluss von Kunststoffen auf die Umwelt bewusst ist, ging das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Kenya PET Recycling Company (PETCO Kenya) ein, um auch die Abfallthematik in die ganzheitliche Betrachtung einzubeziehen. Zusammen mit anderen produzierenden Unternehmen hat sich Bidco einem verantwortungsvollen Umgang mit Abfall verschrieben: Diese entwickelten so gemeinsam Strategien, Initiativen und eine entsprechende Infrastruktur, um Kunststoff-Abfälle effizient sammeln, verarbeiten und recyclen zu können. Diese Partnerschaft und die daraus resultierenden Folgeprojekte zielen zum einen auf eine sauberere Umwelt ab und verbessern zum anderen auch die wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Abfallsammler, da der geschaffene Kreislauf dem Abfall einen neuen Stellenwert verleiht.


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