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    Kombinierte Wasser-Abfüllanlage von Krones und Kosme
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    Kombinierte Wasser-Abfüllanlage von Krones und Kosme

      Eine paradiesische Umgebung, eine abgeschiedene Quelle und natürlich reines Wasser – für Biruk Haile Shemer hätten die Voraussetzungen für seine eigene Wasserfirma nicht besser sein können. Und so entschloss er sich, in Arbegona ein Abfüllwerk zu errichten, um so dem äthiopischen Markt künftig artesisches Wasser anbieten zu können.

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      Eine der Schotterpisten streift den Quellort am Berg Garamba, der etwa zwölf Kilometer vom Abfüllwerk entfernt ist. Das Wasser, das hier entspringt, ist ein echter Schatz, und Garamba Bottling der erste Industriebetrieb dieser Region. Aber auch dieser ist harmonisch in die Hügel integriert. Die Abfüllhalle selbst ist zweistöckig ausgelegt. Auf der unteren Ebene sind die Utilities untergebracht sowie ein Generator, der immer dann einspringen muss, wenn die Stromversorgung über das öffentliche Netz zusammenbricht. Auf der zweiten Etage, die von der Rückseite ebenfalls ebenerdig zu befahren ist, steht die neue Abfüllanlage, die im Frühjahr 2019 ihren Betrieb aufnahm. Die Halle ist so ausgelegt, dass zukünftig noch eine zweite Anlage installiert werden kann.

      Kombinierte Linie von Krones und Kosme

      Garambas erste Linie mit einer Leistung von 16.000 Behältern pro Stunde füllt hochwertiges stilles Quellwasser aus dem nahgelegenen gleichnamigen Berg. Sie enthält unter anderem:

      Das Palettieren des Vollguts geschieht noch manuell.

      »Ich fühle mich wohl mit der Linie von Kosme und Krones«, sagt Technical and Production Manager Mikias Yigebahal, der bereits auf sieben Jahre Erfahrung in der Getränke- und Preform-Industrie mit verschiedenen Abfüllanlagen zurückblicken kann. »Die Qualität der Maschinen, ihre Effizienz und das gesamte System sind deutlich besser, als das, was ich bislang kannte. Speziell der Block aus Blasmaschine und Füller erlaubt ein geschmeidiges Arbeiten«, betont er. »Die Wechselzeiten der Blasmodule sind kurz und die Wartung der Maschine ist einfach, auch weil eventuelle Fehler in der automatisierten Anlage sofort auf den Displays angezeigt werden. Das erleichtert die Arbeit.«

      Wasseraufbereitung mit Ultrafiltration

      Der Betrieb setzt zur Wasseraufbereitung eine Krones Hydronomic UF in der Basic-Version ein, die das Wasser mit modernster Membrantechnologie und Hohlfasern ultrafiltriert. Dank des Bypass-Aufbaus lassen sich die einzelnen Module durch Rückspülen des Ultrafiltrats reinigen, ohne den Betrieb unterbrechen zu müssen. »Die Hydronomic ist problemlos zu bedienen. Außer für die CIP-Reinigung benötigen wir keinerlei Chemikalien. Zudem ist die Ultrafiltration ein sehr natürliches System, das die Mineralstoffe des Quellwassers erhält«, urteilt Mikias Yigebahal und Biruk Haile Shemer ergänzt: »Wir sind einer der ganz wenigen Wasserabfüller in Äthiopien, die ein so hochwertiges, natürliches und unbehandeltes Quellwasser aus einer solch unberührten Region abfüllen. Die meisten der rund 80 Wasserproduzenten nutzen Wasser aus Tiefbrunnen oder aufbereitetes Oberflächenwasser.«

       

      Drei Pfeiler einer ganzheitlichen Produktion

      Eigentlich führt Biruk Haile Shemer ein Unternehmen mit 1.000 Mitarbeitern, das Türen und Fenster aus Aluminium sowie den Werkstoff selbst produziert. Der gelernte Architekt arbeitete sowohl in Äthiopien als auch in England. »Ich hatte aber von Anfang an den Traum, Getränke herzustellen. Zuerst dachte ich an einen Energydrink – aber das ist ein eher umsatzschwaches Geschäftsfeld in Äthiopien«, erzählt er. Nun verwirklicht er seinen Traum mit Garamba-Wasser.

      Denn vor sechs Jahren wurde er durch Zufall auf den Quellort aufmerksam und war sofort fasziniert von der Unberührtheit der Natur. »Das Produkt muss für sich selbst sprechen«, meint er. »Ich habe mir dann fast alle Wasserhersteller in Äthiopien angeschaut und auch Abfüller in der Türkei sowie in Uganda und China besucht, um ein Gefühl für die Technik und den Markt zu bekommen. Vor vier Jahren kam ich erstmals mit Krones in Kontakt und ließ mir deren Philosophie erklären. Die Krones Vertretung in Äthiopien war dabei sehr hilfreich. Mit ein wenig Bedenkzeit entschied ich dann in aller Ruhe, dass Krones der richtige Partner für mich ist«, erzählt er.

      Für Biruk Haile Shemer sind für eine ganzheitliche Produktion drei Pfeiler unumstößlich: natürliches Quellwasser, eine State-of-the-art-Maschinentechnik und gut ausgebildete Mitarbeiter. »Diese Kette darf man nicht durchbrechen, sonst leidet die Qualität«, ist er überzeugt. »Hätten wir bei der Wasseraufbereitung zum Beispiel eine Anlage mit einer anderen Bauweise eingesetzt, dann hätte vielleicht die Gefahr einer Rekontamination bestanden. Die Ultrafiltration ist das schonendste Verfahren für das Wasser, es erhält in vollem Umfang die TDS (Total Dissolved Solids, Anm. d. Red.), die in unserem Wasser bei 70 Milligramm pro Liter liegen. Zur Haltbarmachung setzen wir lediglich auf eine Ozonisierung.«

      »Ich bleibe bei Krones«

      »Der Absatz von abgefülltem Wasser in Äthiopien wird erheblich steigen und unsere Wassermarke wird an diesem Aufschwung teilhaben«, glaubt Biruk Haile Shemer. Bereits im nächsten Jahr will er deshalb eine zweite Abfüllanlage, diesmal mit einer Leistung von 30.000 Flaschen pro Stunde, in Auftrag geben – ganz nach dem Prinzip »never change a running system« wieder bei Krones. »Krones arbeitet sehr sorgfältig und zuverlässig. Die Leute dort wissen, was sie tun. Ich bleibe bei Krones«, sagt er. Und er hat noch mehr Pläne: Ebenfalls in Arbegona plant er ein zweites Werk für die Abfüllung des lokalen Gins Areky sowie Softdrinks, außerdem einen weiteren Betrieb im Norden Äthiopiens. »Es gibt viel zu tun in Äthiopien«, fasst Biruk Haile Shemer zusammen »Das Aluminiumgeschäft ist mein tägliches Brot. Aber man braucht ja auch etwas zum Trinken im Leben.«


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