Echtes Verständnis statt theoretischer Ideallösungen
Ziel der Case Study ist es, ein realistisches Verständnis von Verpackungssystemen in (West-)Afrika zu entwickeln. Der Fokus liegt auf den tatsächlichen Herausforderungen vor Ort, etwa in Bezug auf Marktbedingungen, Konsumverhalten, Umweltfaktoren und bestehenden Infrastrukturen.
Gleichzeitig liefert die Case Study wertvolle Impulse für Krones: Sie trägt dazu bei, lokale Märkte besser zu verstehen, Verpackungslösungen praxisnah zu bewerten sowie Produkte und Services gezielt an regionale Gegebenheiten anzupassen.
Das Projekt wird von 67 Studierenden in Gruppen bearbeitet. Jede Gruppe wählt eine von drei zentralen Challenges:
- Wenn Mehrweg an Grenzen stößt
Im Fokus stehen stark verschmutzte und beschädigte Glasflaschen. Hohe Temperaturen, lange Transportwege und instabile Sammelstrukturen führen zu erhöhten Ausschussquoten, steigenden Kosten und einer stärkeren Belastung der Maschinen. Analysiert werden die Akteure entlang des gesamten Lebenszyklus von Glasflaschen – sowohl formelle als auch informelle Sammelsysteme – sowie mögliche Verbesserungsansätze, einschließlich potenzieller Beiträge und technologischer Lösungen von Krones.
- Pulp Bottles – Zukunft oder Fehlwurf?
Papierbasierte Flaschen gelten als vielversprechende Alternative – doch werden sie vor Ort richtig erkannt, akzeptiert und korrekt entsorgt? Die Studierenden werden hier kulturelle Annahmen über Papier, bestehende Recycling-Strukturen, Design‑ und Kommunikationsanforderungen sowie die Auswirkungen von Hitze und Feuchtigkeit auf das Material untersuchen.
- Leicht, günstig, umstritten: die Zukunft von PET und Sachets
In vielen westafrikanischen Märkten dominieren leichte PET‑Flaschen und günstige Plastikbeutel, auch „Sachets“ genannt. Gleichzeitig wächst aber auch der politische Druck auf diese Sachets, während belastbare Daten zur Verbraucherakzeptanz fehlen. Genau diesen Spannungsbereich nehmen die Studierenden in den Blick und analysieren Marktentwicklungen wie auch die Wahrnehmung der Verbraucher.