Herr Kronseder, Herr Wahl, wer braucht mehr Mut: Krones, um eine kühne Idee auf den Markt zu bringen oder Kunden, die sie als erstes bei sich einsetzen?
Kronseder: Es zeichnet uns aus, dass wir durchaus mutig sind. Und wir brauchen genug Fachkenntnis von der Kundensituation, um unsere Möglichkeiten und Fähigkeiten einzuschätzen. Natürlich wird nicht jeder Mut mit Erfolg belohnt. Auch wenn ich noch so überzeugt von meiner Idee bin – der Markt und die Kunden entscheiden oftmals anders.
Wahl: 1997 hatten wir den Roundpac auf der Messe in München, ein damals revolutionärer kontinuierlich arbeitender Ein- und Auspacker. Zwei Braumeister schauten ihn an. Der eine meinte „Das ist ja was ganz Neues, ob das gescheit funktioniert?“ worauf der andere sagte: „Das kannst du kaufen, weil der Kronseder dich mit einer neuen Maschine nicht sitzen lässt. Der arbeitet so lange, bis die geht.“
Kronseder: Wir sind dafür bekannt, dass wir uns kümmern, bis alles fertig ist. Insofern tragen Kunden, die sich was trauen, das Risiko nicht allein. Der Dynafill ist so ein Beispiel: Die Kunden brauchen durchaus Mut, um sich so ein komplett revolutionäres Füllsystem anzuschaffen. Die Vorteile des Systems liegen auf der Hand, aber noch hat es sich nicht hundertfach bewährt. Generell hatten und haben wir einige sehr mutige Kunden, die mit ihrem hohen Anspruch auch uns voranbringen.











