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    Tethered Caps: Kosten sparen beim Umrüsten
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    20. Oktober 2021
    2:55 Min.

    Beim Gedanken an die bevorstehende Tethered-Caps-Pflicht in der EU werden vermutlich die wenigsten Getränkeproduzenten in Jubelrufe ausbrechen. Umso mehr lohnt es sich, das Thema aktiv anzugehen. Denn wer sich beizeiten wappnet, kann den damit verbundenen Aufwand durch Kostenspareffekte wieder wettmachen.

    Die EU-Direktive zu Single Use Plastics lässt Abfüllern und Getränkeproduzenten noch bis 2024 Zeit, ihre Kunststoffbehälter mit fest verbundenen Verschlüssen zu versehen. Auch wenn die Deadline noch nicht allzu drängend erscheinen mag: Michael Eschenlohr und seine Kollegen vom Krones LCS stecken schon mittendrin in der Umsetzung. „Die ersten Abfülllinien werden derzeit schon umgerüstet und gehen voraussichtlich noch dieses Jahr in Betrieb“, erklärt Eschenlohr. Die Vorteile, sich möglichst frühzeitig für die neuen Verschlüsse bereitzumachen, liegen für ihn klar auf der Hand: „Von der EU-Regelung sind ja sehr viele Unternehmen, Anlagen und Produkte betroffen. Falls der große Run erst auf den letzten Drücker losgeht, wird es zu Lieferengpässen bei Preforms und Verschlüssen sowie Wartezeiten bei der Auftragsbearbeitung kommen“, gibt er zu bedenken. „Wir möchten, dass die Umstellung für unsere Kunden sowohl risikofrei als auch mit möglichst geringem Aufwand über die Bühne geht. Daher freuen wir uns über jede Anfrage, die uns schon jetzt erreicht – egal, ob es dabei um eine konkrete Umrüstung oder einen allgemeinen Beratungswunsch geht.“

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    Michael Eschenlohr aus dem Krones LCS Team

    Kürzeres Neck Finish, weniger Material 

    In diesem Rahmen werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, wie sich die Umstellung dazu nutzen lässt Kunststoff einzusparen. Das klingt im ersten Moment paradox. Denn schließlich lautet einer der am häufigsten geäußerten Kritikpunkte an der EU-Direktive, dass der verpflichtende Einsatz von materialaufwändigeren Tethered Caps den Trend zu immer leichteren Verpackungen unterminieren würde. Bezogen auf den neuen Verschluss stimmt dies zunächst einmal, allerdings lässt sich dafür an anderer Stelle wieder einiges an Material einsparen. Denn Flaschen, die bisher mit der im CSD-Bereich üblichen Mündung PCO 1881 versehen waren, lassen sich problemlos auf die kürzere und ebenfalls für Tethered Caps geeignete Version GME 30.40 wechseln. „Und zwar ohne, dass dafür weitere Änderungen im Flaschendesign nötig wären. Unterhalb des Neckrings bleibt alles gleich“, betont Michael Eschenlohr.

    Ihre um zwei Millimeter geringere Höhe macht die neue Mündung um ein knappes Gramm leichter als die bisherige Version. Mit dem ebenfalls niedrigeren Deckel rutschen noch weitere 0,4 Gramm von der Waage. Bei einer Anlagenleistung von 40.000 Behältern pro Stunde und 6.000 Betriebsstunden im Jahr summiert sich das eingesparte Material auf über 331 Tonnen. Wem die Tethered-Caps-Pflicht zum aktuellen Zeitpunkt noch Kopfschmerzen bereitet, kann sich die Umstellung dadurch buchstäblich um einiges leichter machen.

    „Gerade für Unternehmen, die ihre Verschlüsse ohnehin ändern müssen, empfiehlt es sich, den Wechsel auf eine kürzere Mündung gleich mit zu erledigen. Auf diese Weise finanziert sich der Anlagenumbau sozusagen von selbst“, freut sich Michael Eschenlohr. Dabei ist der Anwendungsbereich keinesfalls auf die EU beschränkt, ganz im Gegenteil: Die Frage, wie sich Verpackungen ressourcenschonender und damit nachhaltiger gestalten lassen, beschäftigt die gesamte Branche. Daher ist davon auszugehen, dass sich GME 30.40 zum neuen Standard im CSD-Bereich entwickeln wird.

    Kürzere Mündung für Tethered Caps: GME 30.40

    • Außendurchmesser: 26,6 Millimeter
    • Innendurchmesser: 21,74 Millimeter
    • Höhe: ca. 15 Millimeter
    • Gewicht: ca. 2,61 Gramm

    Geeignet für: 

    • Flaschengrößen bis zu drei Litern 
    • starke Karbonisierung
    • alle klimatischen Bedingungen

    Zugleich betont Michael Eschenlohr, dass der Wechsel auf eine kürzere Mündung nur eine von vielen Chancen ist, Behälter zu verschlanken. „Nachhaltigkeit ist einer der wichtigsten – und aus unserer Sicht auch sinnvollsten – Trends auf dem Verpackungsmarkt. Daher bieten wir noch viele weitere Möglichkeiten, dauerhaft Material einzusparen – sowohl bei Primär- als auch bei Sekundärverpackungen. Für eine individuelle Beratung stehen meine Kollegen und ich jederzeit zur Verfügung.“ 

    Lassen Sie sich inspirieren

    Nachhaltig verpacken ist ein wichtiger Schwerpunkt in unserer Forschung und Entwicklung. Woran die Krones Expertinnen und Experten derzeit arbeiten, erfahren Sie in dieser Videoreihe:

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    Mehr über Tethered Caps und die EU-Direktive 2019/904 „Single Use Plastics (SUP)“ lesen Sie in unserem Whitepaper

    20. Oktober 2021
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