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    15. Februar 2021
    9:30 Min.

    Andreas Müller und Dr. Christian Philipp werfen einen Blick auf kurzfristige Notlösungen und langfristige Entwicklungen der Krones Akademie.
    • Dr. Christian Philipp (links), Head of Academy Projects and Products, und Andreas Müller, Leiter der Krones Akademie

    Herr Müller, eigentlich wollten wir dieses Gespräch im April 2020 führen – dann kam Covid-19 dazwischen. Wie sehr hat der weltweite Ausnahmezustand den Schulungsbetrieb der Krones Akademie beeinflusst?
    Müller: Auf jeden Fall maßgeblich, das kann man sicherlich sagen. Eigentlich besuchen uns allein hier in Neutraubling circa 1.500 Trainingsteilnehmer pro Jahr. Und diese Zahl ist im März, zu Beginn der Covid-19-Krise in Deutschland, drastisch eingebrochen. Das hat unser Tagesgeschäft verändert, uns aber auch ganz grundsätzlich zum Nachdenken gebracht, was zu tun ist, um weiterhin handlungsfähig zu bleiben.
    Die dadurch bedingten Veränderungen fangen schon bei der Koordination an: Sowohl Trainings unserer eigenen Servicetechniker als auch Kundenschulungen müssen jetzt immer wieder neu koordiniert werden, abhängig von aktuell gültigen Beschränkungen. Schwierig ist dabei vor allem auch, dass sich Regelungen ständig ändern. In täglichen Krisengesprächen reagieren wir kurzfristig und koordinieren dies entsprechend. Da leisten die Kollegen, die das managen, einen super Job.

    Können Sie ein Beispiel nennen, wie die Krones Akademie die aktuelle Situation derzeit bewältigt?
    Müller
    : Ganz konkret und sichtbar wird es an unserer improvisierten Raumlösung. Viele unserer Räume hier am Akademie Standort in Neutraubling sind ausgelegt auf acht bis zehn Schulungsteilnehmer – aktuell dürfen dort aber nur noch drei Leute rein. Doch so kleine Trainingsgruppen haben wir nicht. Wir können also aktuell 80 Prozent unserer Räume nicht nutzen und behelfen uns stattdessen mit „Freiluft-Schulungsräumen“, die wir in der Trainingshalle geschaffen haben. Für diese doch stark reduzierte Anzahl an Besuchern, die wir für Präsenzschulungen aktuell im Haus haben, gilt außerdem selbstverständlich ein sehr scharfes Hygienekonzept – noch strenger als in anderen Bereichen des Standorts

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    Andreas Müller übernahm im Juni 2019 die Leitung der Akademie – seither wurden Relevanz und Verfügbarkeit von Informationen immer bedeutender.

    Das sind Maßnahmen, die Sie notgedrungen ergreifen, um den Ausnahmezustand zu überbrücken. Gibt es denn auch positivere Veränderungen, die Sie vielleicht sogar für die Zukunft beibehalten möchten?
    Müller: Die langfristig interessanten Fragen sind natürlich: Wie leben wir mit der neuen Realität und wie sieht unser Geschäftsmodell dabei aus? Ende März haben wir gesagt, dass wir jetzt umsetzen müssen, was wir uns eigentlich schon lange vorgenommen haben. Denn die Zeit ist reif, das Thema Training in die digitale Welt zu überführen. Die Corona-Krise war also Inkubator beziehungsweise Katalysator und hat dafür gesorgt, dass wir nun gemeinsam ein Thema forcieren, das wir eigentlich schon lange im Kopf hatten: Online-Trainings im virtuellen Klassenzimmer.

    Diese Online-Trainings sind also keine kurzfristige Überbrückungsmaßnahme, sondern zukünftig fester Bestandteil des Portfolios der Akademie?
    Müller: Genau, sie sind keine Eintagsfliegen, sondern werden ein zusätzliches Standbein zu unseren bisherigen Trainings. Es ist ja auch für unsere Kunden attraktiv, ihr Personal nicht für jede Schulung zu uns senden zu müssen. Denn so lassen sich Reise- und Unterbringungskosten sparen. Die Online-Varianten sind somit eine modulare Ergänzung, immer abhängig vom Bedarf. Je nach Thema lässt sich eine Präsenzschulung aber nicht zu 100 Prozent ersetzen.

    Wie nehmen Sie denn die Stimmung bei den Kunden aktuell wahr – verändert sich die Einstellung zu Weiterbildungsmaßnahmen? Und wie ist die Bereitschaft, Online-Trainings zu buchen?
    Müller: Grundsätzlich ist das von Kunde zu Kunde sehr unterschiedlich – manche nutzen die unvermeidbare Pause für Schulungen, andere sparen jetzt erst recht am Trainingsbudget.

    Philipp: Wir müssen den Kunden das Produkt „Online-Schulung“ auch erst einmal nachvollziehbar erklären: Wie kann so ein virtuelles Training überhaupt ablaufen und welchen Mehrwert hat das?

    Müller: Viele verwechseln zum Beispiel ein Online-Training mit einem Webinar, Telekolleg oder YouTube-Tutorial. Die Eigenheit des Online-Trainings ist aber ja, dass wir Interaktivität generieren, wie wir sie hier vor Ort auch hätten.

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    Dr. Christian Philipp ist maßgeblich in die Entwicklung neuer Trainingsformate involviert.

    Wie sind die Erfahrungen diesbezüglich bisher? Ist echte Interaktion im virtuellen Training möglich?
    Müller: Das funktioniert besser als gedacht! Wir arbeiten vorwiegend mit Microsoft Teams, hier haben wir gute Funktionalitäten. Interaktion klappt aber – wie schon bei Präsenzveranstaltungen – nur mit einer begrenzten Teilnehmeranzahl. Denn auch online kann der Trainer nur in einer gewissen Gruppenstärke noch mitbekommen, ob die Message angekommen ist und ob jeder Teilnehmer alles versteht. Und das ist ja das, was einen guten Trainer und ein gutes Training ausmachen: nochmal nachzuhaken und zu vertiefen, wenn man merkt, dass das Verständnis noch nicht ganz da ist.

    Krones hat seine ersten Online-Trainings bereits im Juni durchgeführt. Da war die Akademie schon früh dran, oder?
    Müller: Ja, wir haben tatsächlich von einem großen international agierenden Kunden aus der Softdrink-Branche das Feedback bekommen, dass wir die Ersten waren, die in dem Bereich aktiv geworden sind. Geholfen hat dabei sicherlich auch, dass wir schnell einige Kunden hatten, die gemeinsam mit uns getestet haben – und wir früh positives Feedback von Großkunden bekamen.

    Philipp: Wir stellen gleichzeitig fest, dass Kunden dankbar sind für die Alternativangebote, die sie von uns erhalten: Wenn sie auf die Schulungen angewiesen sind, bieten wir ihnen eine Möglichkeit, diese durchzuführen.

    Das heißt, oft kommt gar nicht erst der Bedarf vom Kunden, sondern Krones bietet die Lösung proaktiv an?
    Müller: Genau. Besonders bei Bestandsaufträgen, die wir jetzt so nicht durchführen können, gehen wir aktiv auf den Kunden zu und bieten eine Lösung – zum Beispiel in Form von Online-Trainings. Und dafür sind viele Kunden dankbar.

    Unsere Kunden sollen die Sicherheit vermittelt bekommen, dass sie gefestigt sind für die Anforderungen und Herausforderungen, die ihnen in ihrem Arbeitsalltag begegnen. Erwin HächlDr. Christian PhilippHead of Academy Projects and Products

    15. Februar 2021
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