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    Innovation

    Neu im Portfolio: Direkterhitzungsmodul VarioAsept D

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    06. September 2022
    3:50 Min.

    Die VarioAsept D feiert auf der drinktec ihre große Premiere. Der Clou: Das Modul ermöglicht, dass hitzesensible Produkte wie Milch, Kokosnusswasser und Plant-based Drinks während ihres Herstellprozesses äußerst schnell und dabei schonend erhitzt werden – und garantiert somit gleichzeitig einen frischen Geschmack und die bestmögliche Produktqualität.

    Zum Haltbarmachen von Produkten ist in konventionellen UHT-Anlagen wie der VarioAsept eigentlich ein Platten- oder Röhrenwärmetauscher eingebaut. Dieser arbeitet nach dem Prinzip der indirekten Erhitzung: In einem Röhrenwärmetauscher fließt zum Beispiel kaltes Produkt in einem Innenrohr, während durch ein umgebenes Mantelrohr im Gegenstrom heißes Wasser läuft, um das Produkt auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen.

    Vor allem im Hinblick auf die Investitionskosten und den höheren Energierückgewinn sind indirekte Wärmetauscher eine gern genutzte Technologie. „Aber gerade in Bezug auf die thermische Belastung gibt es auch Schwachstellen: Zwar wird das Produkt im UHT-Prozess ‚nur‘ für wenige Sekunden auf die letztliche Maximaltemperatur erhitzt, aber die einzelnen Vorwärm-Schritte sowie das Heißhalten – für 120 Sekunden bei 90 Grad Celsius zur Protein-Denaturierung, um die kontinuierliche Produktionszeit zu erhöhen – und das anschließende Abkühlen auf Abfülltemperatur dauern in Summe mehrere Minuten“, erklärt Stefan Höller, Leiter des Produktmanagements für Processing Units bei Krones. „Speziell über circa 60 Grad Celsius setzen jedoch chemische Prozesse ein, die den Geschmack nachteilig beeinflussen. Oberstes Ziel ist es also, diese Zeitspanne so kurz wie möglich zu gestalten.“

    Doch nicht alle Produkte reagieren gleichermaßen sensibel auf die Temperaturbehandlung. Gerade Milch gilt es äußert sorgfältig und schonend zu behandeln. Hier lautet das Motto: je schneller desto besser, um den thermischen Stress zu minimieren. Auch die Belagsbildung (das sogenannte „Fouling“) verstärkt sich durch hohe Temperaturen und verlängerte Behandlungszeiten. Dies verkürzt die kontinuierliche Produktionszeit und beeinflusst eine effiziente Produktion, da die Erhitzungsanlagen regelmäßig zwischengereinigt werden müssen.

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    Mit der VarioAsept D bietet Krones nun eine produktschonende Alternative zum Verfahren der direkten Erhitzung.

    Jetzt neu: VarioAsept D zur direkten Erhitzung

    Um diesen „Stress“ auf das Produkt zu reduzieren, hat sich am Markt das Verfahren der direkten Erhitzung etabliert. Und hierfür hat Krones nun auch ein eigenes Modul entwickelt: Bei der VarioAsept D dauert die Heißhaltephase ebenfalls nur wenige Sekunden, allerdings kann hier auf das zeitintensive Vorwärmen im kritischen Temperaturbereich weitgehend verzichtet werden. Denn Erhitzen lässt sich über zwei verschiedene Verfahren, bei beiden wird Dampf als Erhitzungsmedium eingesetzt, nachdem das Produkt zunächst auf circa 80 Grad Celsius vorerhitzt worden ist:

    • Injektion: Hierbei wird der Dampf über eine verstellbare Düse direkt in das Produkt injiziert, das Produkt so schlagartig auf 145 Grad Celsius erhitzt und diese Temperatur etwa fünf Sekunden gehalten. 
      Dieses Verfahren eignet sich ideal für niedrigviskose Produkte wie Milch und Milchmischgetränke. Gegenüber der Infusion punktet die Injektion mit deutlich niedrigeren Investitionskosten und einem geringeren Footprint für das entsprechende Modul.
    • Infusion: Sie gilt als Königsdisziplin, denn sie ermöglicht, das Produkt sozusagen „im freien Fall“ zu erhitzen. Es fällt dabei kontrolliert durch eine mit Dampf gefüllte Infusionskammer und erhitzt sich währenddessen auf die gewünschte Zieltemperatur. Der Clou bei diesem Verfahren: Das Produkt berührt nicht die heißen Edelstahlflächen, wodurch es kaum zu negativen Geschmacksbeeinträchtigungen kommt. Neben der Erhitzung auf 145 Grad Celsius wird das Produkt auch gleichzeitig entgast. 
      Die Infusion gilt als hochflexible Technologie für anspruchsvolle Produkte mit hohen Qualitätsanforderungen und ist besonders für Milch und schwierig zu erhitzende Produkte wie Plant-based Drinks bestens geeignet.
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    Das Direkterhitzungsmodul VarioAsept D in die klassische UHT-Anlage VarioAsept M integriert. Die benötigten Wärmetauscher-Flächen reduzieren sich durch die direkte Erhitzung, da ein Teil des Erhitzens und Kühlens im Direkterhitzungsmodul stattfindet.

    Ideales Verfahren für Milchprodukte und Plant-based Drinks

    Auch Stefan Höller sieht die direkte Erhitzung als optimales Verfahren für diese hochsensiblen Produkte: „Denn durch die kurze Verweildauer in der Anlage stellen wir sicher, dass es beim Erhitzungsprozess keinerlei Einbußen in Geschmack und Frische – und damit bei der Produktqualität – gibt“, bemerkt er. Aber nicht nur für Milch und Plant-based Drinks, auch für Produkte wie Sahne oder Eiscreme-Mix, die wegen einer höheren Viskosität oder einem großen Trockenmasse-Gehalt schwieriger zu erhitzen sind, ist dieses Verfahren ideal.

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    Gerade wegen der extrem kurzen Erhitzungs- und Kühlzeiten eignet sich das Verfahren der direkten Erhitzung vor allem für hochsensible Getränke wie Milchprodukte und Plant-based Drinks.

    „Die direkte Erhitzung ist am Markt seit Jahrzehnten bewährt und auch Krones hat hier das Rad natürlich nicht komplett neu erfunden“, so Stefan Höller. „Aber indem wir die VarioAsept D nun als eigenes Modul anbieten können, bekommen unsere Kunden eine durchgehende Lösung aus einer Hand. Auch der Erfindergeist von Krones spiegelt sich in unserer Lösung wider, denn unsere Entwicklungsingenieure haben viele Details verbessert und neu gedacht, um unseren Kunden eine energieeffiziente Produktion von hochqualitativen Produkten zu ermöglichen. Jetzt freuen wir uns darauf, auf der drinktec die VarioAsept D einem breiten Publikum vorzustellen.“

    Große Premiere auf der drinktec 2022

    Zwar hatte das Prozesstechnik-Team das Direkterhitzungsmodul als eigenes Produkt bereits auf der Anuga FoodTec im April als Showcase mit im Gepäck, damals allerdings noch unter dem Schlagwort eines Entwicklungsprojekts. Auf der drinktec 2022 feiert die VarioAsept D nun ihre offizielle Premiere (übrigens mit eigenem Exponat) – und ist ab sofort ein fester Bestandteil des Krones Portfolios.

    Hoch im Kurs: Plant-based Drinks

    In diesen beiden magazine Artikeln erfahren Sie mehr über die Trend-Getränkekategorie der Milchalternative sowie über die passenden Anlagenkonzepte, welche die Krones Prozesstechnik besonders für die Herstellung von Hafer-Drinks im Portfolio hat.

    06. September 2022
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