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    Dose und Flasche: Budapester Craft Brewery setzt auf kombinierten Füller von Kosme

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    Monyo Brewing expandiert und investierte unter anderem in einen Barifill Canto, den neuen kombinierten Füller für Dosen und Flaschen von Kosme.
    • Voller Geschmack im Glas: Im Monyo Tap House in Downtown Budapest kann man die aktuellen Biere, Limonaden und Grape Ales von Monyo durchprobieren.

    Keine Kompromisse bei der Bierqualität, das ist das Motto der Budapester Craft Brewery Monyo. Entsprechend hoch waren auch die Ansprüche an die Abfüllanlage, als die Brauerei letztes Jahr expandierte. Die Entscheidung fiel auf einen Barifill Canto, den kombinierten Dosen- und Flaschenfüller von Kosme.

    Spaß muss sein, sagen sie bei Monyo Brewing, und das spürt man schon auf dem Hof: Bühne, Arena und Bar sind aufgebaut, im Sommer steigen hier Partys und Konzerte. An den Autos prangen knallbunte Comicszenen, sie sind DAS Erkennungszeichen für die junge Brauerei. Farbenfroh kommen auch die Dosen und Flaschen daher, mit Comicfiguren und passenden Namen: Man trinkt Mango Hero, Flying Rabbit, Grumpy Octopus oder Lazy Pirate, um nur einige zu nennen. Botond Prischetzky ist der Brand Manager von Monyo, er hat das auffällige Design mitentwickelt: „Spaß ist in unserer DNA, das sollte auch unser Erscheinungsbild widerspiegeln. Außerdem brauchen wir unendlich viele Variationsmöglichkeiten. Für die vielen Getränkesorten, unsere Bar, die Konzerte und wer weiß, was uns noch alles einfällt. Das funktioniert mit den Comic-Charakteren sehr gut.“

    Craft Brewing in Ungarn

    In den letzten 20 Jahren hat sich in Ungarn eine lebendige Craft-Beer-Szene entwickelt. Die heute ungefähr 60 Craft Breweries bringen jede Woche fünf bis sechs neue Biere auf den Markt. Monyo ist seit 2014 dabei und war von Anfang an Pionier der Szene, was neue Bierstile wie zum Beispiel Fruit Sour, Spicy Stout oder Barley Wine angeht.

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    Botond Prischetzky ist der Brand Manager von Monyo und hat das auffällige Design mitentwickelt.

    Der meiste Spaß aber liegt im Bier selbst. Im Stammsortiment, der sogenannten Core Series, finden sich IPAs, New England IPAs, Porters und Fruchtbiere und seit kurzem alkoholfreie Softdrinks wie Maracuja-, Erdbeer-Limette- und Ingwer-Pfirsich-Limonade. Highrunner und Hausbier ist Flying Rabbit, eines der bekanntesten IPAs in Ungarn. Daneben bringt Monyo ständig neue Rezepturen heraus. „Wir experimentieren herum und versuchen, für fast jede Zutat das perfekte Rezept zu finden“, meint David Schüszler, der Chefbrauer, und erzählt: „Gerade die Einzelchargen machen wir aus Spaß und Liebe zum Bier. Das macht die Arbeit bei Monyo so einzigartig.“ Das gilt besonders für die sogenannten Collaboration-Biere, also Gemeinschaftsprojekte mit anderen Craft Brewern aus aller Welt. Man kennt sich von Festivals, besucht sich gegenseitig, braut neue Rezepte und hat vor allem Spaß zusammen. Scheu vor exotischen Zutaten kennt Monyo nicht, im Gegenteil: Sie waren eine der ersten ungarische Craft Breweries, die mit Früchten experimentierten. Heute gibt es bei Monyo zum Beispiel das zur Party-Animal-Serie gehörende Sauerkirschen-Ale namens Party Animal Meggy Ale.

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    Bier auf Wein, Wein auf Bier … warum nicht beides zusammen?

    Selbst vor Wein machen die experimentierfreudigen Brauer nicht halt. Für ihre Hungarian-Terroir-Serie schließen sie sich mit ungarischen Winzern zusammen. „Wir wollten uns von anderen Craft Breweries unterscheiden. Ein gutes IPA kann man überall brauen. Die Frage war: Was könnten wir typisch Ungarisches machen? Ungarn ist bekannt für seine Weinkultur und wir hatten Kontakte dorthin – da war eine Zusammenarbeit naheliegend“, erzählt Botond. So entstehen mittlerweile vier Mal im Jahr bierartige Weine oder weinartige Biere, genannt Grape Ales. In Geschmack und Alkoholgehalt ähneln sie oft Dessertweinen.

    Die Winzer schlagen dafür eine Traubensorte oder einen Wein vor und Monyo entwickelt ein passendes Rezept. Mal reifen die Grape Ales in eigens ausgesuchten Weinfässern, mal kommen Trauben am Ende des Gärprozesses mit hinzu – Möglichkeiten gibt es viele. Für das aktuelle Szekszárd Hungarian Grape Ale – mit nur 4,8 Prozent das bisher leichteste – wurden Kadarka-Most und Trester aus der Rotwein-Region Szekszárd zusammen mit dem Grundbier vergoren. Auch die Weinhefe für die Gärung stammt vom Winzer. „Ich kenne keine andere Brauerei, die Wein und Bier in dieser Art zusammenbringt“, meint David.

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    Die experimentierfreudigen Brauer von Monyo kombineren Bier und ungarischen Wein zu einzigartigen Grape Ales.
    Wir freuen uns schon jetzt, Sie im September in München begrüßen zu dürfen. Bis dahin möchten wir Sie herzlich einladen, hin und wieder auf unserer drinktec-Landingpage oder unseren Social-Media-Kanälen vorbeizuschauen.

    Am wichtigsten ist die Bierqualität

    Gemäß dem Unternehmensmotto „Wir nehmen Brauen ernst, alles andere ist Spaß“ macht Monyo keine Kompromisse beim Brauen und der Bierqualität. Immerhin gibt es die Brauerei nur deshalb, weil ihr Gründer Ádám Pein unzufrieden war mit der damals schwankenden Güte von ungarischem Craft Beer, das er in seiner Monyo-Bar ausschenkte. 2014 tat er sich deshalb mit Németh Anti zusammen, einem der ersten Hobbybrauer in Ungarn. Gemeinsam gründeten sie Monyo Brewing, um zu zeigen, dass es besser geht.

    Der Erfolg gibt ihnen recht, und so wurde mittlerweile der alte Standort mit einem Produktionsvolumen von etwa 200.000 Litern pro Jahr zu klein. Vor gut einem Jahr expandierte Monyo und hat heute die etwa sechsfache Kapazität. Im Sudhaus kamen für das Standardsortiment 6.000-Liter-Tanks hinzu, die alten 2.000-Liter-Tanks sind nun den Spezialserien vorbehalten. Außerdem ergänzen neben den klassischen 0,33-Liter-Bierflaschen jetzt auch Dosen das Programm. „Dosen brechen nicht und lassen sich leichter recyceln, auch die Logistik ist einfacher. Außerdem schützen sie das Bier besser vor Licht und kommen im Kühlraum schneller auf Lagertemperatur“, betont David, der auch die Produktion leitet. „Aber viele Pubs bevorzugen Flaschen, deshalb brauchen wir eine Abfüllanlage, mit der wir zwischen beiden Behälterarten wechseln können.“

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    David Schüszler, der Chefbrauer und Produktionsleiter von Monyo

    Neben dieser Flexibilität waren die wichtigsten Kriterien für die neue Abfüllung eine hohe Stabilität im Prozess, Automatisierung und – natürlich – die Bierqualität. „Wir wollten die Sauerstoffaufnahme weiter senken“, sagt David. „Je weniger Sauerstoff ins Bier gelangt, desto länger erhält sich der volle Geschmack, vor allem die Hopfigkeit und Fruchtigkeit.“ Auf der Suche nach passenden Anlagen besuchte das Monyo-Team auch Brauereien, die mit Krones oder Kosme Anlagen arbeiteten. Letztendlich fiel die Entscheidung auf den Barifill Canto von Kosme, der sowohl Dosen als auch Flaschen füllt. „Die Kombination von Stabilität, Automatisierung und geringer Sauerstoffaufnahme gab für uns den Ausschlag“, erklärt David. „Kein anderer Hersteller konnte uns das anbieten.“ 

    Dosen sind ökonomischer als Flaschen, aber viele Pubs bevorzugen Flaschen. Deshalb brauchen wir eine Abfüllanlage, mit der wir flexibel zwischen beiden Behältern wechseln können. Erwin HächlDavid SchüszlerProduktionsleiter bei Monyo Brewing

    Einer der ersten Barifill Canto

    Kosme konzipierte und lieferte die gesamte Linie – angefangen beim vollautomatischen Entpalettierer über den Füller Barifill Canto und den Etikettierer Flexa Sensicol bis hin zum Verpacker. Palettiert werden die fertig gepackten Kartons noch per Hand. Seit Herbst 2021 ist die neue Anlage in Betrieb. 

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    Dank des Barifill Canto kann Monyo Dosen und Flaschen auf einer Maschine abfüllen.

    Ein kombinierter Füller für Dosen und Flaschen ist auch für den Krones Konzern eine Neuheit – und der Barifill Canto bei Monyo somit einer der ersten, den Kosme überhaupt in Betrieb genommen hat. Er beinhaltet Rinser, Füller sowie je einen Verschließer für Kronkorken und Dosendeckel. Kosme hat dafür eigens ein kombiniertes Füllventil entwickelt, das auf den hohen Standards der Krones Füllsysteme aus der Modulfill Reihe aufsetzt. Es ist so konzipiert, dass die Behälterumstellung ausschließlich über das Bedienmenü am Touchscreen vorgenommen wird. Weil das Ventil selbst dafür nicht berührt werden muss, genügt die Anlage höchsten Hygieneansprüchen. 

    Barifill Canto – der flexible Füller für kleine Chargen

    Mit dem Kombi-Füller Barifill Canto können kleine Getränkehersteller wie Craft Breweries oder Winzer ihre Produkte in zwei Behälterarten abfüllen, ohne in zwei Maschinen investieren zu müssen. Die Maschine ist für einen möglichst minimalen Zeitaufwand beim Behälterwechsel konzipiert.

    Barifill Canto füllt Bier, Wein oder CSD in Dosen sowie Wein- und Bierflaschen. Die möglichen Volumina betragen für Dosen 0,15 bis 0,66 Liter, für Flaschen 0,25 bis 1,5 Liter (Wein) bzw. 0,25 bis 0,75 Liter (Bier). Auch die Leistung der Maschine kann flexibel gewählt werden: Für 0,33-Liter-Bier-Behälter sind zum Beispiel zwischen 2.500 und 16.000 Behälter pro Stunde möglich.

    Der Barifill Canto ist auch der erste kombinierte Füller, der für Flaschen und Dosen die jeweils optimale Messmethode für die Füllmenge am gleichen Füllventil vereint. Für Dosen wird die Füllmenge volumetrisch mit induktivem Durchflussmesser, für Flaschen per Sonde gemessen. Die integrierten Verschließer sorgen dafür, dass die Behälter sofort nach dem Füllen verschlossen werden, wodurch die Sauerstoffaufnahme geringgehalten werden kann. Auch in der Praxis überzeugt dieses Konzept und die daraus resultierende hohe Bierqualität. Der Produktionsleiter von Monyo ist ausgesprochen zufrieden mit den sehr geringen Werten für den Gesamtsauerstoff (TPO). Sowohl für Flaschen als auch für Dosen liegen sie konstant unter 80 ppb.

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    Einfacher Behälterwechsel

    Bei Monyo ist der Barifill Canto für 6.000 Behälter pro Stunde ausgelegt und füllt 0,33-Liter-Dosen und -Flaschen. Größere Flaschen, beispielsweise für die Grape Ales, werden weiterhin auf der alten Abfüllanlage verarbeitet. Zum Lieferumfang gehörte auch das direkt beim Füller angeordnete CIP-System zur Anlagenreinigung. Der dem Barifill Canto nachgeschaltete Inspektor prüft mithilfe von Röntgenstrahlen sowohl Flaschen als auch Dosen auf die korrekte Füllmenge.

    Positiv überrascht ist David vom Dosenverschließer: „Ich habe früher schon mit Dosenlinien gearbeitet und wir hatten immer Probleme mit dem Verschließer. In der neuen Linie gab es noch nie irgendwas damit. Wir müssen nichts nachstellen, er läuft immer innerhalb der Spezifikation. Das ist ein großer Gewinn.“

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    Die Bierqualität steht über allem: David Schüszler ist sehr zufrieden mit der geringen Sauerstoffaufnahme bei Dosen und Flaschen.

    Insgesamt füllt Monyo aktuell mehr Dosen als Flaschen ab. Bisher stellte das Team deshalb erst drei oder vier Mal um – und wurde dabei positiv überrascht. „Das läuft wirklich viel einfacher, als wir es uns gedacht hatten“, freut sich David. „Wir lernen natürlich noch, aber es stellt sich Routine ein. Wenn wir dem Prozess, wie beschrieben, Schritt für Schritt folgen, können wir eigentlich keine Fehler machen. Er ist quasi idiotensicher“, sagt er.

    Kein anderer Hersteller konnte uns diese Kombination an Stabilität, Automatisierung und Sauerstoffaufnahme bieten. Erwin HächlDavid SchüszlerProduktionsleiter bei Monyo Brewing

    Die abgefüllten und getrockneten Dosen und Flaschen werden im Etikettierer Flexa Sensicol dann mit selbstklebenden Etiketten versehen. „Wir brauen viele verschiedene Biere, da sind Blanko-Dosen, auf die wir das passende Etikett kleben, am einfachsten“, erklärt David die Entscheidung für diese Maschine. Neu ist auch ihre Geschwindigkeit: Der alte Etikettierer stoppte die Behälter, um das Label aufzubringen, während das bei der Rundläufermaschine Flexa Sensicol in der Bewegung mit bis zu 6.000 Behältern pro Stunde geschieht. Am besten findet David die beiden Stationen für Etiketten: „Wenn eine Rolle leerläuft, wechseln wir direkt auf die andere und können dann in Ruhe Etiketten nachladen, während die Maschine arbeitet.“

    Volle Aufmerksamkeit für das Bier

    Im Gespräch merkt man dem Team von Monyo an, dass der Ausbau der Kapazität um Faktor sechs und das neue, komplexere Equipment ein großer Schritt war. Da hilft der Support von Kosme sehr, wie David sagt: „Wir können ganz unkompliziert kurzfristig nachfragen, und bekommen meist rasch eine Antwort, die unser Problem löst. Wir bauen zwar schnell unsere eigene Routine auf, aber jetzt in der Anfangsphase ist diese Unterstützung wirklich wertvoll.“

    Insgesamt ist er sehr zufrieden mit der neuen Linie. „Für mich war wichtig, dass wir die Vorgänge so weit wie möglich automatisieren“, erklärt er. „Mit der alten Linie hatten wir viele manuelle Handgriffe, etwa beim Entpalettieren und Palettieren. Jetzt können nur zwei Personen die ganze Linie betreuen, das ist ein großer Fortschritt.“ Dass nicht mehr jede Flasche per Hand auf die Linie gestellt wird, ist auch im Hinblick auf Hygiene ein großes Plus.

    Am wichtigsten aber ist – wie sollte es anders sein? – das Bier selbst. „Wir wollten die Automatisierung auch, damit die Leute mit der Aufmerksamkeit beim Bier bleiben. Dass sie darauf achten, dass alles in Ordnung ist, oder auf neue Ideen kommen. Automatisierung macht den Kopf frei für solche Dinge“, betont David. 

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    Das gleiche Füllventil befüllt Dosen und Flaschen mit exakten Mengen. Die Einstellungsänderung für neue Behälter erfolgt über das Bedienpanel, ohne dass das Ventil berührt werden muss.

    Noch laufen die Maschinen nicht auf Volllast. Dank der neu gewonnen Kapazität will Monyo aber den internationalen Export vorantreiben. Die Core Series soll im Volumen deutlich steigen und natürlich werden jede Menge neue Biere entstehen. Allein für das Jahr 2022 stehen 27 Getränke auf dem Release-Kalender: Neben sechs Bieren und drei Limonaden im Stammsortiment und vier saisonalen Specials sind zwölf Collaboration-Biere, drei extra starke New England IPAs, vier Hungarian Terroir Grape Ales sowie die Party-Animal-Serie bestehend aus einem Sauerkirschen-Ale, einem IPA, einem Witbeer und einem Lager auf dem Plan. Außerdem braut Monyo im Auftrag für Hobbybrauer und Craft Breweries mit zu wenig eigener Kapazität. Dank des höheren Produktionsvolumens und der guten Qualität spricht Monyo mit seinem Lohnproduktions-Angebot nun auch professionelle Brauereien an und hat bereits verschiedene Partner in Ungarn und im Ausland.

    Man darf also gespannt sein, was diese experimentierfreudige Brauerei noch alles vorlegen wird. Probieren kann man ihre Kreationen am einfachsten bei einem netten Abend im Monyo Tap House mitten in Budapest – dort, wo Ádám Pein einst unglücklich war über die Qualität der Craft-Biere, die er ausschenkte, und daraufhin Monyo Brewing gründete. Und wo man jetzt gemütlich in der Schaukel am Tresen oder an einem der Tische sitzt und sich die ganze Vielfalt echter Craft-Beer-Qualität schmecken lässt.

    Projektdetails

    Projekt: Eine Linie für das Entpalettieren, Abfüllen, Etikettieren und Verpacken von Flaschen und Dosen
    Kunde: Monyo Brewing
    Standort: Budapest, Ungarn
    Inbetriebnahme: Sommer 2021
    Umfang: Kombi-Linie für Glasbehälter und Dosen mit einer Leistung von 6.000 Behältern pro Stunde, die unter anderem besteht aus:
    • Kombi-Füller Kosme Barifill Canto: kombinierter Füller für Flaschen und Dosen
    • Integriertem CIP-System zur Anlagenreinigung
    • Etikettiermaschine Kosme Flexa Sensicol für Selbstklebe-Etiketten

    In unserem Krones.shop können Sie ganz einfach ein unverbindliches Angebot anfragen.

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