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    Berchtesgadener Land

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    Frischmilch und Sahne: mehr Kapazität für Mehrwegflaschen

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    11. August 2022
    9:35 Min.
    Die Berchtesgadener Land Molkerei investierte in eine neue Mehrwegglas-Linie für Milch und Sahne und setzte dabei stark auf Krones.
    • Für die Bergbauern fährt der ‚Milliwagen‘ auch zu den über 1.000 Meter hoch gelegenen Almen. Bildnachweis:

      Berchtesgadener Land Molkerei

    Traditionell hergestellte Frischmilch ist die Königsklasse der Milchprodukte. Die Berchtesgadener Land Molkerei füllt das wertvolle Gut in Glasflaschen ab. Um der steigenden Nachfrage nach Milch in Mehrwegflaschen zu begegnen, erneuerte die Genossenschaft ihre Mehrwegglas-Linie für Bio- und Bergbauern-Milch sowie Sahne.

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    Die Kühe sind unsere wichtigsten Mitarbeiterinnen, heißt es bei der Berchtesgadener Land Molkerei, und das merkt man sofort. Im Empfang des modernen, freundlichen Verwaltungsgebäudes steht eine lebensgroße Stoff-Kuh, in der Sitzecke fühlt man sich ein bisschen wie auf der Almwiese. Auf den Stellwänden in der Kantine setzen großflächige Fotos Kühe kunstvoll in Szene, im Besprechungsraum dienen Kuhglocken als Lampenschirme.

    Alles dreht sich hier um die Kuh, genauer gesagt deren Milch, welche die rund 1.800 Bäuerinnen und Bauern gewinnen, denen die Genossenschaftsmolkerei gehört. Im Gespräch mit den Menschen in der Molkerei schwingt eine tiefe Verbundenheit mit „ihren“ Landwirten und deren hochwertiger Milch mit. Man spürt förmlich das oberste Geschäftsziel: Die Existenz ihrer Betriebe zu sichern, indem sie durch Qualitätsprodukte und gute Vermarktung den bestmöglichen Milchpreis für sie erzielen. Der Erhalt speziell der kleinstrukturierten Landwirtschaft – im Schnitt haben die Höfe 27 Kühe – im Berggebiet zwischen Watzmann und Zugspitze ist ein zentrales Anliegen. Für ihre Bergbauern tun sie hier fast alles – auch wenn das heißt, mit dem Milchtankwagen auf abenteuerlichen Wegen zu über 1.000 Meter hoch gelegenen Almen zu kurven, und das alle zwei Tage während der ganzen Alm-Saison.

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    Hier dreht sich alles um die Kühe und ihre wertvolle Milch. Bildnachweis:

    Berchtesgadener Land

    Steigende Nachfrage nach Milch in der Mehrwegflasche

    Vor fast 100 Jahren, 1927, wurde die Berchtesgadener Land Molkereigenossenschaft gegründet. Heute hat sie 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und verarbeitet pro Tag 1,1 Millionen Liter Milch zu insgesamt über 150 Produkten, von verschiedenen Joghurt- und Quarkvarianten über Sahne bis hin zu UHT-, ESL- und frischer Milch. Alle Produkte stellt die Molkerei selbst an ihrem Standort Piding her, die meisten in konventioneller und Bio-Qualität. Als erste Molkerei Deutschlands startete die Genossenschaft 1973 mit damals fünf Demeter-Betrieben ihre Bioprodukte. Mittlerweile gehören rund 600 Biobauern zur Genossenschaft, davon 100 Demeter- und 500 Naturland-Höfe.

    „Traditionelle Frischmilch ist das schwierigste Produkt, das man in unserem Bereich herstellen kann“, sagt der stellvertretende Produktionsleiter Paul Althammer. „Wir wollen alles in der Milch erhalten, was wir nur können, und behandeln sie so schonend wie möglich. Dieses hochwertige Produkt gehört in unsere hochwertigste Verpackung, die Glasflasche.“ Seit 1990 füllt die Molkerei ihre Frischmilch in Mehrwegglas ab. Die steigende Nachfrage nach Milch in Mehrwegflaschen verursachte Engpässe in der bisherigen Anlage mit einer Kapazität von 6.000 Flaschen pro Stunde. Es wurde sogar so eng, dass die konventionelle Flaschensahne aus dem Handel genommen werden musste. 2019 entschloss sich die Genossenschaft, ein eigentlich für Getränkekarton-Abfüllanlagen errichtetes Gebäude umzuwidmen und stattdessen in eine neue Mehrwegglas-Linie zu investieren. Damit konnte man den Kundinnen und Kunden eine Rückkehr der beliebten Flaschensahne versprechen. Jetzt, pünktlich zur Erdbeersaison 2022, tauchten die Halbliterflaschen mit dem grünen Etikett wieder in den Kühlregalen auf.

    Insgesamt investierte die Berchtesgadener Land Molkerei einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Gebäude und die neue Linie. Für die Bäuerinnen und Bauern der Genossenschaft bedeutet das, dass sie heute auf das maximal mögliche Milchgeld verzichten, zugunsten der Sicherung ihrer Zukunft. Entsprechend hoch ist der Anspruch an die Anlagen – und die Verantwortung für Projektleiter Paul Althammer.

    Echtes Können: traditionelle Frischmilch in der Mehrwegflasche

    Die wichtigste Anforderung an die neue Linie war Qualität – und zwar in Bezug auf die Anlagen und die damit erzeugten Produkte. „Für die Herstellung traditioneller Frischmilch müssen die Anlagen immer zuverlässig laufen. Wir haben keine langen Wartungsfenster“, betont Althammer. Die Milch kommt täglich zur Molkerei und muss schnell ausgeliefert werden, um dem Handel acht Tage Mindesthaltbarkeit in der Kühlkette zu garantieren. Zudem sind beim Abfüllen dieser nicht sterilisierten Milch hohe Reinheitsstandards in der Produktion das oberste Gebot. Von außen eingetragene Keime lassen die Milch schneller verderben und die geforderte Mindesthaltbarkeit wäre dann nicht erfüllt. Beim Abfüllen in Mehrwegflaschen kommt hinzu, dass vom Leergut keinerlei mögliche Kontamination in den Füllbereich gelangen darf. Daraus folgen hohe Anforderungen an die Flaschen-Reinigungsmaschine, den Füller und an die Hygiene der Linie insgesamt.

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    Der stellvertretende Produktionsleiter Paul Althammer hat vor 28 Jahren als Azubi bei der Berchtesgadener Land Molkerei begonnen: „Mein ganzes Betriebsleben hier ist mit den Milchflaschen verbunden, da war schnell klar, wer das Projekt der neuen Mehrwegglas-Linie leitet.“

    Wir sind mit unserer streng traditionell hergestellten Frischmilch in Mehrwegflaschen schon fast Exoten. Es gibt nicht mehr viele Molkereien, die das machen. Erwin HächlPaul AlthammerStellvertretender Produktionsleiter

    Was genau bedeutet „traditionell hergestellt“?

    Mit „traditionell hergestellt“ kennzeichnen Molkereien echte, mindestens acht Tage haltbare Frischmilch und grenzen damit ihr hochwertigstes Produkt von Varianten mit längerer Haltbarkeit ab. Die Milch wird so schonend wie möglich bei 72 bis 75 Grad Celsius für 15 bis 30 Sekunden erhitzt, also pasteurisiert. So sind alle pathogenen Keime sicher abgetötet, aber Vitamine und der natürliche Milchgeschmack bleiben erhalten.

    Höchste Hygienestandards geben Sicherheit

    Für zentrale Komponenten der Linie – Reinigungsmaschine, Rinser-Füller-Block sowie Etikettierer inklusive dessen Kontrollsysteme – setzt die Berchtesgadener Land Molkerei auf Krones. Man kennt und schätzt sich, seit vor über 30 Jahren die erste Flaschenabfüllung gekauft wurde. „Wir fühlen uns bei Krones wegen der extrem hohen Kompetenz der Leute gut aufgehoben. Es gibt für jede Anlage eigene Spezialisten, die jede Frage beantworten können“, sagt Paul Althammer und ergänzt: „Dazu kommt die wirklich gute Zusammenarbeit mit dem Projektteam. Wir schätzen auch die räumliche Nähe, weil dadurch meistens die gleichen Leute im Projekt bleiben, bis die Anlage abgenommen ist.“ 

    Die neue Linie füllt traditionell hergestellte Frischmilch mit einer Kapazität von 12.000 Behältern pro Stunde ab: konkret Demeter-Milch in braunen 1-Liter-Glasflaschen und konventionelle Milch von Bergbauernhöfen in klaren 1-Liter-Flaschen (jeweils fettarm und vollfett) sowie Bio-Naturland- und konventionelle Sahne in Halbliter-Flaschen mit 15.000 Behältern pro Stunde. Trotz Coronavirus-Pandemie war das neue Gebäude 2021 fertiggestellt worden und die Linie konnte wie geplant Anfang Februar 2022 in Betrieb gehen.

    Wir fühlen uns bei Krones wegen der extrem hohen Kompetenz der Leute gut aufgehoben. Es gibt für jede Anlage eigene Spezialisten, die jede Frage beantworten können. Erwin HächlPaul AlthammerStellvertretender Produktionsleiter

    Mit der neuen Mehrwegglas-Linie wurden vier Ziele umgesetzt:

    • Qualitätsverbesserung: Das Hygienekonzept der gesamten Linie ist so ausgelegt, dass sie deutlich längere Haltbarkeiten möglich macht, als der Handel sie für traditionelle Frischmilch fordert. So gewinnt man Sicherheit für die Produktion und ist gerüstet für künftige Änderungen bei den Wünschen der Verbraucherinnen und Verbraucher.
    • Reinraum-Konzept: Es wurden drei Räume in abgestufter Reinheit geschaffen: Der sogenannte „Schmutzbereich“, wo das rückgeführte Flaschen-Leergut in die Reinigungsmaschine kommt. Dieser ist komplett vom anschließenden Reinbereich getrennt, der am hinteren Ende der Waschmaschine mit sauberen Flaschen beginnt. Im Rinser-Füller-Block herrscht Reinraumatmosphäre, um die Hygienebedingungen bei der Abfüllung selbst noch weiter zu verbessern. Die Details hierzu finden Sie weiter unten.
    • Weniger Wasser: Mit der neuen Reinigungsanlage sank der Frischwasserverbrauch um die Hälfte. Mehr dazu lesen Sie auf der nächsten Seite.
    • Besseres Arbeiten: Nicht zuletzt wollte man für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein insbesondere bezüglich Lärmschutz angenehmeres und damit vor allem leiseres Arbeitsumfeld schaffen. 
    11. August 2022
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