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    Schneider Weisse investiert in neuen Glasfüller und digitales Instandhaltungs-Management
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    Die Traditionsbrauerei Schneider Weisse setzt künftig auf einen neuen Glasfüller sowie das Instandhaltungs-Tool Share2Act Assistance.
    • Seit 38 Jahren im Unternehmen: Braumeister Hans-Peter Drexler gehört zu den Pionieren der deutschen Craft-Beer-Szene.
    • Inbegriff bayerischer Gemütlichkeit: Der Schneider-Weisse-Biergarten ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt.
    • Viel Sauerstoff für die Hefe: Bei Schneider Weisse dürfen die Biere noch in offenen Bottichen gären.

    So vielschichtig und eigenwillig die Biere der Brauerei Schneider Weisse aus dem bayerischen Kelheim auch sind – eines haben sie alle gemeinsam: Sie gären nicht in Tanks, sondern in offenen Bottichen. Die Hefe erhält dadurch ausreichend Sauerstoff, sodass sich die für Schneider typische Aromenvielfalt herausbilden kann. »Unsere Hauptsorte, die Original Schneider Weisse, halte ich persönlich für ein geniales Bier – eben weil wir ihr die offene Gärung verdanken«, erklärt Hans-Peter Drexler. Der Braumeister arbeitet seit 38 Jahren im Unternehmen und leitet heute als Geschäftsführer die Bereiche Technik und Logistik. »Dass man dieses tolle Verfahren aufrechterhält, war mir schon immer wichtig.«

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    Dafür nimmt er auch gerne den größeren Aufwand in Kauf, den die traditionelle Methode zwangsläufig mit sich bringt. Denn sie verlangt perfekte Hygienebedingungen – und verzeiht dabei auch nicht den geringsten Fehler. Dazu kommt noch der eigene Anspruch von Schneider Weisse: ein handwerkliches Bier zu brauen, das keinerlei Toleranzen in der Produktqualität aufweist. »Wer ein Schneider-Weisse-Bier kauft, erwartet zu Recht auch einen ganz bestimmten Geschmack. Da können wir uns absolut keine Schwankungen erlauben«, so Drexler und ergänzt gelassen: »Schneider Weisse ist ja schon sehr lange Spezialist auf diesem Gebiet. Wir kennen den Prozess bis ins Detail und haben unsere Anlagentechnik exakt darauf ausgelegt.«

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    Die bestehende Krones Glaslinie erhielt einen neuen Füller sowie eine CIP-Anlage.

    Ersatz für einen betagten Füller

    Das gilt auch für den neuen Füller samt CIP-Anlage, den Schneider Weisse 2019 kurz vor Weihnachten in Betrieb genommen hat. Auch wenn die Vorgängermaschine – ebenso wie der Rest der Mehrwegglas-Linie – von Krones stammte und seit den 90ern zuverlässig lief: An die Suche nach einem passenden Lieferanten ging Schneider Weisse mit offenem Blick heran. »Wir haben uns natürlich mehrere Anbieter angesehen und dabei sehr gute Gespräche geführt«, sagt Drexler. »Letztendlich ist es dann aber doch wieder ein Krones Füller geworden. Denn wir haben uns da sehr gut aufgehoben gefühlt und das Preis-Leistungs-Verhältnis hat einfach gestimmt.«

    Die Maschine der Wahl war ein Modulfill HES, der mit 120 Ventilen bis zu 40.000 Halbliter-Flaschen pro Stunde befüllt. Für die Biersorten, die nach dem Füllen noch in der Flasche gären, verwendet Schneider Weisse Sterilluft als Vorspanngas – im Unterschied zu den meisten anderen Brauereien, die mit CO2 arbeiten, wie Drexler betont: »Daher wollten wir auch die Möglichkeit haben, die Vorevakuierung abzuschalten, wenn wir unsere Hauptprodukte abfüllen. Dadurch sparen wir uns die Druckluft, das macht zahlenmäßig einiges aus.«

    Man weiß genau, was man will

    Der Modulfill HES wird für das gesamte Biersortiment eingesetzt und läuft je nach Saison im Ein- bis 1,5-Schichtbetrieb. Zum Entfernen der lebenden Hefen, die nach einem Flaschenbruch in der Maschine verbleiben könnten, erfolgt alle zwei Stunden eine automatische Reinigung mit Heißwasser. Diese erfordert ein perfektes Zusammenspiel zwischen Füller und CIP-Anlage, um den exakten Vorgaben der Brauerei gerecht zu werden. »Wir möchten bei der Zwischenreinigung nicht mit einem Desinfektionsmittel in den Füller gehen«, erklärt Hans-Peter Drexler. »Deshalb war es uns wichtig, dass das Wasser gleichbleibend 80 Grad Celsius heiß ist – und zwar vom ersten Liter an.«

    Individuelle Anforderungen galt es auch beim Ausgestalten der CIP-Anlage zu erfüllen: »Weil wir unsere Produkte nicht pasteurisieren, hatten wir einige Sonderwünsche an die Ventiltechnik«, erläutert Drexler. »Unsere Spezifikationen schreiben für jede Aufgabe einen bestimmten Ventiltyp vor. Krones hat das berücksichtigt und uns genau die Komponenten in den Ventilknoten integriert, mit denen wir hier standardmäßig arbeiten.«

    Als weitere Tüftelarbeit erwies sich das Einpassen der neuen Maschinen in die Halle. Denn schließlich sollten Füller und CIP-Anlage in der bestehenden Linie den Platz zweier älterer Modelle einnehmen – und die waren deutlich kleiner. »Da war viel Anpassungsarbeit nötig, sowohl in der Planung als auch bei der Montage«, sagt Hans-Peter Drexler. »Doch das wurde ebenfalls zu unserer Zufriedenheit gelöst.« Um die Maschinen an ihrem vorgesehen Platz unterzubringen, nahmen die Krones Konstrukteure mehrere individuelle Anpassungen vor, unter anderem bei der Einhausung des Füllers sowie bei der Platzierung der Prozesskomponenten.

    Digitales Wartungsmanagement

    Die Erneuerung der Maschinentechnik nahm Schneider Weisse zugleich zum Anlass, auch in der Digitalisierung einen großen Schritt nach vorne zu machen: Nachdem die Brauerei lange Jahre mit dem Instandhaltungssystem SIPS von Krones gearbeitet hatte, stieg sie nun auf dessen aktuellen Nachfolger um: Share2Act Assistance.

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    »Das alte System war inzwischen ziemlich in die Jahre gekommen und bot einfach nicht mehr die Funktionalitäten, die wir brauchen«, erklärt Drexler. »Was den Umstieg für uns einfacher gemacht hat: Wir hatten im SIPS schon alle unsere Maschinen abgebildet – das konnten wir in Share2Act dann übernehmen.« Werner Volkmann, der als Leiter Technischer Service täglich mit dem System arbeitet, ergänzt: »Wir decken damit das gesamte Wartungsmanagement von Brauerei und Füllerei ab. Insgesamt sprechen wir da von bis zu 5.000 Wartungsaufträgen.«

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    Für das Instandhaltungsmanagement führte Schneider Weisse Share2Act Assistance ein. Dieses deckt das gesamte Wartungsmanagement von Brauerei und Füllerei ab.

    Für das Instandhaltungsmanagement führte Schneider Weisse Share2Act Assistance ein. Dieses deckt das gesamte Wartungsmanagement von Brauerei und Füllerei ab.

    Alles aus der Region

    Auch wenn dies nicht der ausschlaggebende Grund bei der Lieferantenwahl war: Dass Krones und Schneider Weisse nur eine gut halbstündige Autofahrt voneinander entfernt liegen, fügt sich ideal in das Regionalitätskonzept ein, das die Brauerei seit 25 Jahren intensiv verfolgt. Denn die Rohstoffe, aus denen die Schneider-Biere entstehen, stammen aus der nahen Umgebung. »Wir haben hier ideale Bedingungen. Braugerste lässt sich bei uns mit sehr zurückhaltendem Düngemittel-Einsatz anbauen und mit der Hallertau haben wir auch den Hopfen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft«, freut sich Drexler.

    So klein ihr Einkaufsradius ist, so groß ist umgekehrt der Absatzmarkt der Brauerei. Rund ein Viertel der Produktion geht in den Export, an Abnehmer in über 40 Ländern. Der internationale Erfolg basiert nicht zuletzt auf der weltoffenen Neugier der Brauerei und ihres Braumeisters.

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    Von Niederbayern in die ganze Welt: Die Brauerei bezieht ihre Rohstoffe aus der unmittelbaren Region – und braut damit Biere, die auf der ganzen Welt begeisterte Abnehmer finden.

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