Was die verschärften Vorgaben der European Food Safety Authority für die Branche – und für Krones Recycling – bedeuten.
Die Anforderungen an recycelte Kunststoffe mit Lebensmittelkontakt sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Mit Änderung der EU-Verordnung 2022/1616 wurden die Regelwerke erneut verschärft. Das wirkt sich unmittelbar auf Recycling-Prozesse, Technologieanbieter und Verarbeiter von Food-Grade-Rezyklaten aus. Eine zentrale Rolle spielt dabei die European Food Safety Authority (EFSA).
Wissenschaftliche Bewertung statt Marktzulassung
Die EFSA ist das wissenschaftliche Bewertungsorgan der Europäischen Union für Fragen der Lebensmittelsicherheit. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört unter anderem die Beurteilung sogenannter Food Contact Materials (FCMs), also Materialien, die bestimmungsgemäß mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Dazu zählen auch recycelte Kunststoffe. Im Recycling-Kontext bewertet die EFSA diejenigen Verfahren, die für den Einsatz im Lebensmittelkontakt vorgesehen sind, insbesondere im Hinblick auf ihre Dekontaminationsleistung gegenüber potenziell gesundheitsschädlichen Substanzen. Darüber hinaus prüft sie neue Recycling-Technologien sowie innovative Prozesskonzepte.
Wichtig ist dabei: Die EFSA selbst erteilt keine Zulassungen. Ihre wissenschaftlichen Gutachten bilden vielmehr die Grundlage für Entscheidungen der EU‑Kommission sowie der zuständigen nationalen Behörden. Recycling-Prozesse, die positiv bewertet wurden, werden anschließend im EU‑Register veröffentlicht.
Was bedeutet das Update für unsere Kunden?
Mit der Änderung der Verordnung 2022/1616 Ende 2025 wurden die Anforderungen an Prozessüberwachung, Dokumentation und vollständige Rückverfolgbarkeit ausgeweitet. Das Ergebnis: Nur Rezyklate aus Recycling-Prozessen, die diese Kriterien zuverlässig erfüllen, dürfen weiterhin für Lebensmittelverpackungen eingesetzt werden.
Auch Krones Recycling bewegt sich in diesem anspruchsvollen regulatorischen Umfeld. Die verschärften EU-Vorgaben und die gestärkte Rolle der EFSA setzen hohe Maßstäbe an Technologie, Prozessführung und Qualitätssicherung. Krones Recycling ist technologisch darauf ausgelegt, diese strengeren Anforderungen zuverlässig zu erfüllen und wurde dafür nun von der EFSA bewertet. Im Fokus stehen leistungsfähige und stabile Dekontaminationsprozesse, klar definierte und kontrollierte Prozessbedingungen, transparente Überwachung, umfassende Dokumentation und konstant hohe Qualität bei Food-Grade-Rezyklaten.
Für Kunden bedeutet die Zertifizierung vor allem eines: Planungs- und Investitionssicherheit. Denn die Lösungen von Krones Recycling erfüllen auch die verschärften regulatorischen Rahmenbedingungen an die Dokumentation und den Nachweis der verfahrensspezifischen Dekontaminationseffizienz sowie mikrobiologischen Sicherheit. Damit ermöglichen sie einen sicheren Einsatz von Rezyklaten im Lebensmittelkontakt – heute wie auch in Zukunft. Denn mit dem Krones XtraPure Dekontaminationsmodul können Kunden recyceltes PET – konform der EFSA-Zertifizierung – bis zu einem Anteil von 100 Prozent in Produkten mit Lebensmittelkontakt einsetzen. „Wir freuen uns darauf, unsere Kunden auch in Zukunft bei den anspruchsvollsten Projekten zu begleiten und gemeinsam einen nachhaltigen Beitrag zur Kunststoff Kreislaufwirtschaft zu leisten,“, sagt Dr. Michael Gotsche, Managing Director, Krones Recycling.