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    Aseptik-Premiere: erste Krones Linie für Nihon Canpack

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    Nihon Canpack, der größte Lohnabfüller in Japan, investiert in eine Aseptik-Linie von Krones. Die Technik der Wahl: ein individuell angepasster Contipure AseptBloc DN.
    • Minato Kobori, Sales Manager bei Krones Japan, Kenjiro Ichikawa, Operating Officer und Deputy Head of Sales bei Toyo Seikan Co., Ltd., Masaru Horikoshi, Factory Manager, Gunma First Factory, Nihon Canpack Co., Ltd., Yukio Arai, Operating Officer, Production Division, Nihon Canpack Co., Ltd. und Hiroshi Nodo, Managing Director, Krones Japan (v. l.)

    Big in Japan: Mit rund 130 Millionen produzierten Einheiten pro Jahr ist Nihon Canpack die unbestrittene Nummer eins unter den japanischen Lohnabfüllern. Seit seiner Gründung im Jahr 1973 befindet sich das Unternehmen auf einem konsequenten Expansionskurs: Inzwischen betreibt es an fünf verschiedenen Standorten insgesamt 15 Linien für Dosen, PET-Flaschen und Pouches.

    Seien es Softdrinks, Wasser, Kaffeegetränke oder Tees: In den Produktionsstätten von Nihon Canpack gibt sich das Who is Who der Getränkewelt die Klinke in die Hand. Entsprechend groß ist die Verantwortung, wie Factory Manager Masaru Horikoshi betont: „Wir arbeiten im Auftrag großer Markeninhaber – und die möchten ihren Konsumenten natürlich ein tolles Genusserlebnis bieten. Produktsicherheit und Qualität sind daher extrem wichtig für uns.“

    Dies betrifft sowohl die Getränke selbst als auch deren Verpackung, denn: Das Streben nach Perfektion ist in der japanischen Kultur fest verankert. Wer sich mit seinen Produkten in den Verkaufsregalen präsentiert, muss diesem hohen Anspruch bis ins Detail gerecht werden. „Japanische Konsumenten haben ein unglaubliches Qualitätsbewusstsein, ganz besonders, wenn es um Getränke und Lebensmittel geht“, erklärt Masaru Horikoshi. „Selbst kleinste Makel wie beispielsweise Dellen oder Kratzer auf der Verpackung könnten das Vertrauen in eine Marke beschädigen.“

    Gemeinschaftsprojekt von Krones und Toyo Seikan

    Internationale Hersteller von Lebensmittel- oder Getränkeanlagen können ein Lied davon singen: Japan gilt nicht umsonst als der anspruchsvollste Markt der Welt – und zugleich als einer der einflussreichsten. Denn seien es neue Getränkekreationen oder technologische Innovationen: Viele Trends, die hier geboren werden, gehen im Anschluss um den halben Globus. Genau aus diesem Grund hat der Krones Konzern seine Aktivitäten in Japan verstärkt und sich dafür auch einen starken regionalen Partner an die Seite geholt: die Toyo Seikan Group.

    Japanische Konsumenten haben ein unglaubliches Qualitätsbewusstsein, ganz besonders, wenn es um Getränke und Lebensmittel geht. Selbst kleinste Makel wie beispielsweise Dellen oder Kratzer auf der Verpackung könnten das Vertrauen in eine Marke beschädigen. Erwin HächlMasaru HorikoshiFactory Manager, Gunma First Factory, Nihon Canpack

    Kurzporträt

    Seit seiner Gründung im Jahr 1917 ist Toyo Seikan Japans führender Anbieter von Verpackungsbehältern. Los ging es mit der Herstellung von Dosen, heute liefern die verschiedenen Unternehmen des Konzerns alle Arten von Verpackungen, darunter Glasflaschen, Metall- und Kunststoffverschlüsse, Pappbecher, PET- und andere Kunststoffflaschen sowie Trays und Standbeutel (englisch: Pouches).

    Zur Gruppe gehört außerdem ein Stahlblech-Unternehmen, dessen Anfänge in der Herstellung von Weißblech für Metalldosen lagen, sowie ein Geschäftszweig für die Herstellung und Abfüllung von Verpackungen. Insgesamt deckt der Konzern ein breites Spektrum von Geschäftsaktivitäten rund um Verpackungsbehälter ab. Das Unternehmen Toyo Seikan Group Engineering, das für die Herstellung, den Verkauf und die Installation von Produktionsanlagen innerhalb der Gruppe verantwortlich ist, spielt in der Allianz mit Krones ebenfalls eine große Rolle.

    Die 2020 geschlossene Kooperation verfolgt ein klares Ziel: japanische Getränkehersteller mit exakt auf die Region zugeschnittenen Lösungen und Services zu versorgen. „Das Wissen und die Erfahrungen von Toyo Seikan sind für uns sehr viel wert. So erfahren wir aus erster Hand, was japanische Abfüller von ihrer Technik erwarten und worauf sie ein besonderes Augenmerk legen“, erklärt Dr. Sven Fischer, Leiter der Krones Forschung und Entwicklung. Und hier schließt sich nun der Kreis zum Anfang des Artikels, denn der erste gemeinsame Auftrag von Toyo Seikan und Krones war eine Aseptik-Linie für Nihon Canpack.

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    Die Linie erweitert die Aseptik-Kapazitäten von Nihon Canpack und erreicht eine Leistung von bis zu 36.000 Flaschen pro Stunde.

    Mit insgesamt acht Linien war Nihon Canpack für die aseptische Abfüllung von sensiblen Getränken bereits mehr als breit aufgestellt. Die steigende Nachfrage machte es dennoch nötig, die Kapazitäten am Standort Meiwa in der Präfektur Gunma noch einmal zu erweitern. Die Wahl fiel dabei auf einen Contipure AseptBloc DN, der aus Blasmaschine, Füller und Verschließer besteht und gasförmiges Wasserstoffperoxid (H2O2) als Sterilisationsmedium nutzt. Eingesetzt wird er unter anderem zum Abfüllen von unterschiedlichen Tee-Produkten.

    Reduzierter Verbrauch, gleiche Sterilisationsrate

    Ausschlaggebend für diese Entscheidung waren insbesondere die Verbrauchsdaten des Systems: „Uns überzeugte, dass die Krones Lösung weniger H2O2 benötigt als unsere bestehenden Linien und trotzdem den gleichen Sterilisationseffekt erzielt“, erklärt Factory Manager Masaru Horikoshi. Dass die Blasmaschine direkt in die aseptische Kette integriert ist, sei ein weiteres wichtiges Kriterium gewesen. Gleiches gilt für die Bedienung der Maschine: „Aufgrund unserer großen Produktvielfalt brauchen wir ein System, das sich schnell und einfach umrüsten lässt“, meint Masaru Horikoshi. „Bei der Krones Blasmaschine war genau das der Fall: Das Umstellen geschieht werkzeuglos und kann daher von jedem Operator ohne großen Kraftaufwand erledigt werden. Verglichen mit anderen Lösungen, die wir uns angesehen haben, fällt hier die Umrüstzeit deutlich kürzer aus.“

    Uns überzeugte, dass die Krones Lösung weniger H₂O₂ benötigt als unsere bestehenden Linien und trotzdem den gleichen Sterilisationseffekt erzielt. Erwin HächlMasaru HorikoshiFactory Manager, Gunma First Factory, Nihon Canpack

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    Die kurzen Umrüstzeiten der Streckblasmaschine waren einer der Gründe, warum sich Nihon Canpack für den Contipure AseptBloc DN entschied.

    Auch wenn die Verbräuche und Nebenzeiten des Blocks auf den ersten Blick zu überzeugen wussten: An anderen Stellen galt es, die Technik noch an die individuellen Bedürfnisse von Nihon Canpack anzupassen. So wurde die Anlage beispielsweise mit einem zusätzlichen Rinser zwischen Blasmaschine und Füller ausgestattet. „Aus europäischer Sicht ist das vermutlich ungewöhnlich, ein trockenes System mit einem Wasser-Rinser zu versehen. Zumindest zeigten sich die Krones Ingenieure einigermaßen überrascht von der Anforderung“, lacht Kenjiro Ichikawa. „Doch für den japanischen Markt ist das eine Notwendigkeit, auf die wir nicht verzichten können. Daher sind wir froh, dass Krones unsere Spezifikationen nach unseren Vorstellungen umgesetzt hat.“ Auch an anderen Stellen kamen die besonderen Hygiene-Maßnahmen zum Tragen: etwa, wenn es darum ging, die Transporteure hinter dem Block mit einer Einhausung zu versehen, damit sie ebenfalls mit H2O2 entkeimt werden können.

    Premiere: Remote-Inbetriebnahme

    Als der Block dann im Januar 2021 ausgeliefert wurde, war die Pandemie in vollem Gange – und die Reisebeschränkungen machten es zeitweise unmöglich, ein Krones Team aus Deutschland nach Japan zu bringen. Um trotzdem den Terminplan einzuhalten, entschieden sich Krones und Nihon Canpack dazu, Montage, Inbetriebnahme und Validierung remote durchzuführen: Dabei arbeitet ein lokales Team vor Ort nach Anleitung der Krones Spezialisten in Deutschland – via Kamera und Online-Kommunikation.

    Eine Premiere, die auf beiden Seiten für einige Nervosität sorgte. „Ich muss zugeben, dass ich damals wirklich Herzrasen hatte bei dem Gedanken“, lacht Masaru Horikoshi. „Rückblickend war die Sorge aber unbegründet. Das Krones Team hatte jeden Schritt exakt vorbereitet. Es gab eine feste Methodik, nach der alles detailliert abgearbeitet wurde. Am Ende waren wir einen Monat später fertig als ursprünglich geplant. Angesichts der Ausnahmesituation ist das ein wirklich gutes Ergebnis, mit dem wir sehr zufrieden sind. Wir würden beim nächsten Projekt auf jeden Fall wieder mit Krones zusammenarbeiten.“

    Was macht den japanischen Getränkemarkt so besonders?

    Yasumitsu Takebe, Executive Officer der Toyo Seikan Group Holdings, Ltd, gewährt uns einen Einblick:

    „Der japanische Getränkemarkt ist aus globaler Sicht sehr speziell, und wir denken, dass viele Menschen, die zum ersten Mal nach Japan kommen, davon ziemlich überrascht sind. Um einige Beispiele nennen: In Japan werden alle Arten von Getränken bei Raumtemperatur angeboten, darunter auch Teegetränke, die ein Erbe der alten japanischen Kultur sind, sowie mit Zucker gesüßter Milchkaffee in PET-Flaschen, der sich aus dem in Japan sehr beliebten Dosenkaffee entwickelt hat. Tee und Kaffee werden übrigens als säurearme Getränke eingestuft, die eine strengere Bakterienkontrolle erfordern als kohlensäurehaltige Getränke und Fruchtsäfte.

    Dazu kommt eine enorme Bandbreite an Verpackungen. Selbst uns Japanern fällt es schwer zu glauben, dass eine so große Anzahl von Produkten in Supermärkten, Convenience-Stores, Bahnhofskiosken, Verkaufsautomaten usw. in den für die jeweiligen Vertriebskanäle geeigneten Formen und Größen angeboten wird. Zudem ist es in Japan ganz normal, diese vielen verschiedenen Produkttypen auf ein und derselben Produktionslinie mit unzähligen Umstellungen herzustellen. Dabei ist es erforderlich, die Produktion unter solch fordernden Bedingungen effizient durchzuführen und dennoch ein Qualitätsniveau aufrechtzuerhalten, das dem in den EU-Ländern geforderten entspricht oder sogar höher ist.“

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