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    Doppelprojekt bei Adelholzener – keine Angst vor Herausforderungen

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    Neues Hochregallager, neue Abfülllinie für Mehrwegglas: Wie sich die Adelholzener Alpenquellen GmbH für ihren steigenden Absatz ausrüstet.
    • Zeigen sich zufrieden mit dem Projektverlauf: (v. l.) Jan Furk aus der Anlagenplanung und -optimierung, Erwin Hächl (Leiter dieses Bereichs) und Alexander Schiroky (Leiter Leitstand Hochregallager).
    • Dem Werk direkt gegenüber liegt das ehemalige Kloster der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul.

    Getränke für einen guten Zweck: Mit ihrem St. Primus Heilwasser, ihrem Mineralwasser mit unterschiedlichen Kohlensäure-Anreicherungen und Erfrischungsgetränken tut die Adelholzener Alpenquellen GmbH Gutes. Denn das Unternehmen gehört zur Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul – und diese betreibt unter anderem Krankenhäuser sowie Altenheime und finanziert mit den Erlösen aus dem Getränkeverkauf ihre sozialen Projekte. Wer so viel Nächstenliebe an den Tag legt, der kann sich auch getrost an zwei Großprojekte auf einmal heranwagen: die Installation einer neuen Abfülllinie und den Bau eines neuen Hochregallagers.

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    Es ist ein Ort der Kontraste: Von außen bettet sich das Adelholzener-Werk nahezu unscheinbar in die Landschaft ein. Vor den bayerischen Alpen, die sich imposant im Hintergrund aufbauen, wirken die weiß-grauen Gebäude wie blank polierte und sorgfältig platzierte Bauklötzchen. Doch mit dem ersten Schritt in die Abfüllhalle nimmt dieser Eindruck eine krasse Wendung: Über zwei Ebenen erstreckt sich ein komplex verzweigtes Geflecht aus Edelstahl. Wo Anfang und Ende der ineinander verschlungenen Anlagen-Konstruktion liegen, lässt sich nur vermuten. Der Weg zwischen den Maschinen hindurch führt über zahlreiche Treppen, Übergänge und Bühnen. All dies folgt ganz offenkundig einer bis ins Detail ausgetüftelten Logik; beim Versuch, sie zu durchschauen, ist man als Außenstehender jedoch heillos überfordert – sowohl auf den ersten als auch auf den zweiten Blick. «Nur wer seine Spuren kennt, weiß, wo er herkommt»: Der Satz aus dem aktuellen Adelholzener-Werbespot lässt sich in diesem Kontext auch ganz wörtlich anwenden.

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    Die neue Linie erstreckt sich über zwei Ebenen.

    600 Millionen Abfüllungen pro Jahr

    Staunende Menschen im Werk – für die rund 580 Mitarbeiter des Standorts ist das ein vertrautes Bild. Denn das «Wasserwelt» getaufte Besucherzentrum empfängt in coronafreien Jahren um die 15.000 Menschen. Ob bei Schulkassen, Touristen oder Fachbesuchern: Das Interesse ist enorm. Wen wundert’s? Zu entdecken gibt es bei Adelholzener mehr als genug. Denn das Unternehmen ist auch über die Region hinaus für seine Innovationsfreude bekannt – sowohl was die eigenen Produkte als auch die dazugehörige Technik anbelangt.

    Der komprimierte Aufbau der heutigen Anlagen ist dabei dem rasanten Wachstum des Standorts geschuldet. Als er 1972 in die voralpine Hügellandschaft eingefügt wurde, war nicht abzusehen, dass er einmal circa 600 Millionen Abfüllungen pro Jahr absolvieren würde. Genau das ist aber knapp vierzig Jahre später der Fall. Denn durch das konsequente Erweitern und Erneuern ihres Sortiments steigerte die Adelholzener Alpenquellen GmbH kontinuierlich ihren Absatz. Die Folge: Die Produktionskapazitäten konnten mit der Nachfrage kaum Schritt halten. War eine neue Abfülllinie in Betrieb genommen, ging es kurz darauf schon ans Planen der nächsten. Der Standort wurde zusehends größer, bis schließlich die Grenzen des topographisch Möglichen ausgereizt waren. 

    Mehrwegglas-Linie von Krones

    Heute betreibt die Adelholzener Alpenquellen GmbH für ihr Sortiment aus 190 Artikeln insgesamt acht Abfülllinien: je drei für Mehrwegglas und Mehrweg-PET sowie zwei weitere für Einweg-PET. Mit einer Ausnahme stammen sie allesamt von Krones. Diese große Bandbreite an Behälterarten verleiht Adelholzener ein großes Stück Unabhängigkeit gegenüber Schwankungen auf dem Markt, wie Erwin Hächl, Leiter Anlagenplanung und -optimierung, erklärt: «Je nach saisonalen Schwankungen füllen wir mal mehr in Mehrweg-PET- oder mehr in Mehrweg-Glasflaschen ab.» Aktuell hat mit 280 Millionen Füllungen pro Jahr eindeutig die Glasflasche die Nase vorn. Seit Adelholzener 2011 seine Individual-Mehrweg-Glasflasche eingeführt hatte, ging der Absatz von Mehrweg-Glas stetig nach oben – obwohl dieser Markt lange Zeit als rückläufig galt.

    Die dritte und jüngste Glaslinie ging Anfang 2020 in Betrieb. Die Planungen dafür begannen schon 2015, doch wurde die Umsetzung zugunsten einer damals dringender benötigten Mehrweg-PET-Linie kurzerhand zurückgestellt. Die Vertagung des Projekts nutzte das Adelholzener-Team, um die ursprüngliche und bereits mit Krones verhandelte Anlagenplanung noch einmal grundlegend zu überarbeiten. «Bei der Neuauflage haben wir uns dazu entschieden, in Sachen Leistung und Hygiene noch einmal einen Schritt weiterzugehen», erklärt Erwin Hächl. «Aus dem Grund haben wir noch einen Rinser und zusätzliche Pufferflächen ergänzt.» Um Platz für die nun deutlich größere Linie zu schaffen, wurde 2019 ein Lager für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe geräumt und als zweite Ebene eine Bühne in die Halle eingezogen. «Insgesamt hatten wir rund 3.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – und Krones hat die innerhalb kürzester Zeit wieder komplett zugestellt», lacht Jan Furk aus dem Team Anlagenplanung und -optimierung.

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    Aufgrund der hohen Hygiene-Ansprüche von Adelholzener wurde die neue Linie mit einem Rinser ausgestattet.

    Leistungsziele übertroffen

    Bis Ende 2019 war die Linie mechanisch aufgebaut und weitgehend elektrisch verkabelt. «In unseren Augen geschah das alles in einem wahnsinnigen Tempo», sagt Furk. «Wir sprechen hier immerhin von über 5.000 Meter Verrohrung und 110.000 Meter Elektrokabel , die verlegt werden mussten.» Gleich zu Beginn des neuen Jahres konnte es dann mit der eigentlichen Inbetriebnahme losgehen. Adelholzener setzte sich und seinem Lieferanten das sportliche Ziel, noch im gleichen Monat ein verkaufsfertiges Produkt aus der neuen Linie zu gewinnen. Am 31. Januar 2020 war es tatsächlich so weit: Die ersten 31.000 Flaschen liefen vom Band. «Das war wirklich eine großartige Leistung, die alle Beteiligten an den Tag gelegt haben,» bemerkt Jan Furk. «Weder gab es mikrobiologisch etwas zu beanstanden noch waren andere Qualitätsprobleme aufgetreten.»

    Nach dieser Punktlandung war der Ehrgeiz bei Adelholzener vollends geweckt. «Wir haben daraufhin das Ganze noch einmal forciert und den Zeitplan ordentlich gestrafft», sagt Furk. «Durch konsequentes Optimieren waren wir dann Ende April schon so weit, dass wir die ersten Leistungsabnahmen für die 0,75-Liter-Flasche fahren konnten – mit Ergebnissen, die weit über dem lagen, was vertraglich vereinbart war: Im Leistungstest von dreimal acht Stunden erzielten wir einen Wirkungsgrad von 98,5 Prozent !» Einen Monat später folgte die Abnahme für die zweite Behälterart, die 0,5-Liter-Flasche. «Dieses Mal hatten wir etwas weniger Zeit zum Optimieren, weil wir den Halbliter-Behälter nur alle drei Wochen auf die Anlage nehmen», erläutert Furk. «Nichtsdestotrotz haben wir auch da die vorgegebenen Leistungsziele weit übertroffen – wenn auch nicht mit ganz so astronomischen Werten wie zuvor bei der Dreiviertelliter-Flasche.»

    Durch konsequentes Optimieren waren wir dann Ende April schon so weit, dass wir die ersten Leistungsabnahmen für die 0,75-Liter-Flasche fahren konnten – mit Ergebnissen, die weit über dem lagen, was vertraglich vereinbart war. Erwin HächlJan FurkAnlagenplanung und -optimierung

    Punktlandung zum Corona-Lockdown

    Dass die Anlage zu Beginn des ersten Corona-Lockdowns in Deutschland schon einsatzbereit war, erwies sich als unvorhergesehener Glücksfall: «Aufgrund der Hamsterkäufe hatten wir im März 2020 mit den Glasflaschen einen Absatz wie noch nie», erklärt Erwin Hächl. «Ohne die neue Anlage wären wir wohl nicht mehr lieferfähig gewesen.» Auch das Einplanen der zusätzlichen Pufferstrecken stellte sich in der Praxis als goldrichtig heraus. «Die Anlage läuft jetzt wesentlich konstanter und besser als die Vorgängerlinie, die wir damals auf engem Raum mit wenig Puffer bauen mussten», betont der Leiter Anlagenplanung und -optimierung. 

    Aufgrund der Hamsterkäufe hatten wir im März 2020 mit den Glasflaschen einen Absatz wie noch nie. Ohne die neue Anlage wären wir wohl nicht mehr lieferfähig gewesen. Erwin HächlErwin HächlLeiter Anlagenplanung und -optimierung

    Da das Unternehmen nicht nur auf die Produktsicherheit für die Verbraucher, sondern auch auf die Arbeitssicherheit für seine Mitarbeiter großen Wert legt, wurden im Trockenteil der Be- und Entlader genauso wie der Ein- und Auspacker sowie das Leerkasten-Magazin jeweils mit einer Sicherheitsbühne versehen. «Krones hat sich da sehr flexibel gezeigt und unsere Vorstellungen genau umgesetzt», freut sich Erwin Hächl. Das gilt nicht nur für das aktuelle, sondern auch für die zahlreichen vorherigen Projekte, in denen Hächl während seiner mehr als 30-jährigen Laufbahn mitgewirkt hat. «Dass wir Krones schon so lange die Treue halten, liegt nicht zuletzt auch an der Innovationsfreiheit, die wir dort genießen», erklärt er. «Unsere Ideen werden nicht nur gehört, sondern wenn möglich auch umgesetzt. Über die Jahre haben wir gemeinsam ein enormes Know-how aufgebaut und sehr viele Neuentwicklungen durchgezogen.»

    In unserem Krones.shop können Sie ganz einfach ein unverbindliches Angebot anfragen.

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