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    Fast-Track-Projekt bei Kenya Breweries
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    Fast-Track-Projekt bei Kenya Breweries

      Das intern »Nafasi« (zu Deutsch »Chance«) genannte Projekt war von Anfang an sowohl für Kenya Breweries Ltd. (KBL) als auch für Krones als Turnkey-Lieferant für die gesamte Prozesstechnik mit einem hohen Arbeitseinsatz verbunden: Um die verschiedenen Gewerke zeitgerecht zu koordinieren, waren über 1,7 Millionen Arbeitsstunden nötig, zu Spitzenzeiten befanden sich tagsüber 840, nachts 50 Arbeiter auf der Baustelle, davon allein 250 von Krones und seinen Unterlieferanten.

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      Die vorhandene Braustätte war jahrelang stillgelegt. Doch bevor die neue Prozesstechnik – von der Rohstoffannahme bis zur Kurzzeiterhitzungsanlage – in das bereits bestehende Gebäude integriert werden konnte, mussten erst noch einige Teile umgebaut und renoviert werden. »Es war eine beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Diageo Engineering Excellence als Projektführer sowie Diageo Operational Excellence, Kenya Breweries Ltd., den Zulieferfirmen und den lokalen Unternehmen«, schwärmt Jacob Bett, verantwortlich für Engineering und Abfüllung bei KBL-Kisumu. »Nur so war es uns möglich, die übliche Bauzeit von rund zwei Jahren zu halbieren und die Brauerei in Rekordzeit fertigzustellen.« Im August 2017 hatte KBL den Auftrag an Krones vergeben, Mitte Juli 2018 konnte der erste Sud eingebraut werden. Die restaurierte Braustätte in Kisumu produziert nun ausschließlich Sorghum-Bier und füllt nur in Kegs.

       

      Schlüsselfertige Brauerei

      Das Sudhaus ist konzipiert für einen Ausstoß von 200 Hektolitern Kaltwürze pro Sud mit einer Stammwürze bis zu 19,3 Grad Plato und schafft pro Tag zwölf Sude.

      Viele Vorteile dank der Krones Prozesstechnik

      Krones installierte die komplette Brauerei schlüsselfertig und lieferte neben Sudhaus und Keller auch Anlagen für das Rohstoff-Handling sowie die benötigten Utilities. Naftaly Ndungu, verantwortlicher Braumeister und Qualitätsbeauftragter, sowie Jacob Bett, waren zu Beginn die einzigen KBL-Mitarbeiter vor Ort. Sie hatten zunächst die Aufgabe, sehr schnell neue Kollegen zu finden, einzustellen und auszubilden. Naftaly Ndungu hatte bereits Erfahrung mit der Krones Prozesstechnik, was ihm bei der Installation und Inbetriebnahme half. »Die Technologie beim Sorghum-Brauen unterscheidet sich nicht übermäßig von der für Malzbier«, sagt er. »Die Rezeptur und Parameter sind eben anders. Den eigentlichen Unterschied macht aber der Sudhauslieferant aus. Ich persönlich bin sehr glücklich, dass sich KBL für Krones entschieden hat.«

      Er begründet dies mit aus einer Sicht wesentlichen Vorteilen der Steinecker Technologie:

      • Das ShakesBeer System in den Maischebottichen hilft, den Einsatz von Enzymen zu reduzieren.
      • Die Heizrate ist mit einem Grad pro Minute sehr hoch, was Zeit und Energie spart. Grund dafür ist das Bottich-Design mit Dimple Jackets.
      • Der Innenkocher Stromboli in der Würzepfanne erweist sich als hocheffizient. Denn trotz der Lage der Brauerei auf 1.200 Metern über Meereshöhe muss nicht mit Überdruck gekocht werden, was Dampfenergie einspart und die Isomerisation des Hopfens erleichtert.
      • Die Sicherheit beim Kochvorgang wird durch das einfache und wirksame Design der Wasserschloss-Technik gewährleistet. Hierfür fallen auch keine Ersatzteile und Wartung an.
      • Das Design des Maischefilters erlaubt eine sehr gute Performance.
      • Das Energiespeichersystem arbeitet äußerst effizient und verbraucht nur 85 Megajoule Energie pro Hektoliter, wodurch das von KBL vorgegebene Ziel von 110 Megajoule deutlich unterschritten wird.
      • Insgesamt erweist sich der Betrieb des Sudhauses als sehr sicher für die Bediener.

      Bei dem Projekt in Kisumu gab es für Krones eine ganze Reihe von Herausforderungen. »Am Ende mussten wir sowohl den Auftraggeber Diageo als auch den Endkunden KBL zufriedenstellen. Und bei der Konzeptionierung war für uns das Modell der führungslosen Brauerei, bei der es ausschließlich Verantwortliche für einzelne Bereiche gibt, neu und gewöhnungsbedürftig«, erklärt Krones Projektleiterin Astrid Ziegler. »Da die Umbauarbeiten am Gebäude und die Installation der Anlagen aufgrund des sehr engen Zeitplans parallel liefen, mussten wir außerdem häufig improvisieren. Als wir die Tanks aufstellten, war beispielsweise noch keine Bodenplatte betoniert, also haben wir zunächst mit Punktfundamenten gearbeitet.« Bis zum Ende des Jahres wird sie in Kisumu noch drei weitere ZKT integrieren, die KBL zur Kapazitätserweiterung bei Krones bestellt hat.

      Extensive Zusammenarbeit

      Das Projekt führte Nick Quirke, Leiter des Afrika-Investitionsmanagements von Diageo Engineering Excellence (DEE). Auf der Baustelle selbst war eine kleine Gruppe von erfahrenen DEE-Projektmanagern. Unterstützung erhielt das Team von externen Spezialisten für Bautechnik, Betriebsmedien und Energie. Auch für Validierung, Energieeffizienz, Brautechnologie und Abfülltechnik gab es bei Bedarf Hilfe von Spezialisten aus Dublin und Afrika. Alles lief bei DEE immer unter den sechs Säulen »Sicherheit, Durchgängigkeit, Nachhaltigkeit, Nutzen, Innovation und Qualität« – der Kern-DNS bei allen von DEE geführten Projekten.

      Trotz der Komplexität des Bauvorhabens gelang es den Beteiligten, den Umbau ohne Schäden und Unfälle zu realisieren. Dazu wurden beispielsweise über 4.500 Sicherheits-Audits und sofortige Korrekturmaßnahmen (ICAs) sowie 3.200 Sicherheits-Überwachungen (SORs) durchgeführt. Täglich wurden auf einer Weißwandtafel die Aktionen aller Teams transparent gemacht, ebenso die Aktivitäten vom Projektführer Diageo Engineering Excellence und der Zulieferfirmen. Einmal monatlich wurden in Anwesenheit aller Mitarbeiter und des Managements Prämierungen und Anerkennungen ausgesprochen. Die Zusammenarbeit von DEE mit KBL und Krones war dabei extensiv und schlug sich in Zertifizierungsprozessen nieder mit Protokollen für DQ, CQ IQ, OQ und PQ mit Kontrolle der Fließschemata und Risikoanalysen für alle Bereiche.


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