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    Innovation

    Wie alles begann: 25 Jahre Contiform

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    20. Juni 2022
    4:50 Min.
    Happy Birthday: Die Streckblasmaschine Contiform wird 25 Jahre alt. Bevor die vierte Generation auf den Markt kommt, blicken wir auf ihre Anfänge zurück.
    • Kaum zu glauben:
    • Bis in die 90er hinein …
    • fristeten PET-Behälter noch ein Nischen-Dasein.

    Auf der kommenden drinktec stellt sich die neue und inzwischen schon vierte Generation der Contiform erstmals der Öffentlichkeit vor. Als wäre das nicht schon Grund genug zu feiern, wartet die Streckblasmaschine obendrein noch mit einem historischen Jubiläum auf.

    Es ist Herbst 1997. Die Branche kommt in München auf der Messe drinktec zusammen. Auf dem Krones Stand dominiert ein seltsamer blauer Quader das Bild. „Contiform“ ist als Schriftzug darauf zu lesen. Voila: Die erste Streckblasmaschine des Konzerns ist da. „Streck-was?“, haben sich damals so manche gefragt – nicht nur unter dem Publikum, sondern auch bei den Krones Beschäftigten. Kein Wunder: Außer den wenigen Eingeweihten, die in einer Top-Secret-Mission an der Messe-Innovation gearbeitet hatten, wusste kaum jemand etwas über die zugrundeliegende Technik. Entsprechend niedlich liest sich auch das erste Contiform Porträt aus der damaligen Mitarbeiterzeitung: Um das Prinzip der neuartigen Maschine zu illustrieren, wurden Preforms mit Reagenzgläsern und die PET-Flaschen-Produktion mit dem Aufblasen von Luftballons verglichen.

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    Reagenzgläser, die wie Luftballons aufgeblasen werden: Um Preforms zu erklären, brauchte es damals noch blumige Vergleiche.

    Eine Entscheidung mit ungewissem Ausgang

    Wenn auf der kommenden drinktec die vierte Generation der Streckblasmaschine auf den Markt kommt, sind solche Metaphern zum Glück nicht mehr nötig. Spätestens seit den 2000ern gehört die Contiform zu Krones wie der Milchschaum auf den Cappuccino. Ohne ihre Erfindung wäre die Geschichte von Krones völlig anders verlaufen – und mit großer Wahrscheinlichkeit auch weniger erfolgreich. So glasklar erkennen lässt sich das natürlich nur mit dem Wissen von heute. Vor 25 Jahren dagegen war noch nicht absehbar, ob der Weg in den PET-Markt sich am Ende als der richtige herausstellen würde.

    „Zuerst wurden wir intern noch belächelt, so neu war die Idee. Rückblickend ist es unglaublich zu sehen, wie diese Entscheidung die Branche weltweit beeinflusst hat!“, erinnert sich Gerhard Schuster, ein Krones Streckblas-Pionier der ersten Stunde. Der Grund für die anfängliche Skepsis: PET-Behälter fristeten in der damaligen Getränkebranche noch ein Nischen-Dasein. Entsprechend unattraktiv erschien die Investition in die Entwicklung der dazugehörigen Technik. Doch der damalige Vorstandsvorsitzende Volker Kronseder glaubte an das Potenzial dieses noch neuen Markts. Seiner Intuition folgend, gab er 1997 den Bau der ersten Streckblasmaschine in Auftrag. Begeistert von dem ungewöhnlichen Projekt – und euphorisiert von der Aussicht, echte Pionierarbeit zu leisten – stürzten sich die Entwickler in die Arbeit. In weniger als drei Monaten war der erste Prototyp fertig. Klar: Ein technisches Meisterwerk war die Blitzentwicklung (noch) nicht. Aber immerhin: Die Maschine produzierte zuverlässig Flaschen und war ausgereift genug, um noch im selben Jahr auf der drinktec präsentiert zu werden.

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    Türöffner in eine neue Krones Ära: die erste Contiform Streckblasmaschine
    Wir freuen uns schon jetzt, Sie im September in München begrüßen zu dürfen. Bis dahin möchten wir Sie herzlich einladen, hin und wieder auf unserer drinktec-Landingpage oder unseren Social-Media-Kanälen vorbeizuschauen.

    Der Wettbewerb gönnt keine Pause

    Um Platz zu sparen, war die Maschine damals noch in zwei Ebenen eingeteilt: Oben wurden die Preforms erwärmt, im unteren Stockwerk dann geblasen. „Da konnte man noch zuschauen“, erzählt Gerhard Schuster schmunzelnd, „so langsam ist die Maschine gelaufen.“ Doch das sollte sich bald ändern.

    Nachdem der Prototyp auf der Messe großen Zuspruch gefunden hatte, war klar: Die Streckblastechnik gehört jetzt fest zu Krones und markiert den Beginn einer neuen Ära. Denn mit ihr im Portfolio konnte Krones nun komplette PET-Linien anbieten. Von ihren anfänglichen Kinderkrankheiten befreit, eroberte die erste Serie der Contiform bald den Markt, vor allem in Deutschland und Europa. Im Mai 2000 – also zweieinhalb Jahre nach der Premiere – wurde schon das 50. Exemplar verkauft.

    Dass der PET-Markt zu der Zeit ordentlich an Fahrt aufnahm, spornte natürlich auch andere Hersteller an. In der Branche entspann sich ein harter Wettbewerb um Produktionsgeschwindigkeit, Lieferzeit und Platzbedarf. Um ihren Vorsprung nicht zu verlieren, arbeiteten die Krones Entwickler mit Feuereifer an der zweiten Maschinengeneration.

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    Schon deutlich näher am heutigen Maschinendesign: die zweite Generation der Contiform

    Mit einer deutlich erhöhten Leistung stand das erste Exemplar der Contiform 2 auf der drinktec 2001. Gleich beim ersten Blick fiel auf, dass der neue Maschinentyp anders aufgebaut war: Anstelle der bisherigen zwei Stockwerke hatte sie nur noch eine Ebene, die aus den beiden Modulen Blasrad und Ofen bestand. „Diese veränderte Bauweise war nötig, um schneller werden zu können“, erklärt Gerhard Schuster. „Zum einen wurde das Handling der Preforms und Flaschen leichter – sie mussten nicht mehr so oft gewendet und umgelenkt werden, sondern sind auf einer Ebene durch die Maschine gelaufen. Außerdem konnten wir die Leistung der Anlage nur mit einem größeren Heizrad steigern – die Preforms laufen zwar schneller, müssen aber ja trotzdem genauso lange erhitzt werden wie vorher. Das wäre auf zwei Ebenen nicht gegangen, da hätte die Maschine wie ein Schwammerl ausgeschaut.“ In dieser Ausführung wurde die Contiform 2 allein bis Juni 2009 weit über 1.000-mal verkauft und entwickelte sich zum Bestseller. Trotz aller Beliebtheit und Zuverlässigkeit gab es aber noch Luft nach oben – unter anderem bei der Heißabfüllung, welche die Aluminium-Formträger an ihre Grenzen brachte.

    Highspeed: kein Hindernis für Nachhaltigkeit

    Für die 2011 erschienene Contiform 3 stiegen die Entwickler deshalb auf Stahl-Formträger um, die belastbarer und resistenter gegenüber Hitze sind. Mit einer Leistung von 81.000 Flaschen pro Stunden war die Maschine endgültig in der Highspeed-Klasse angekommen. Auch, wenn sich die Leistung der Maschine über die Generationen hinweg immer weiter gesteigert hatte: Einfach nur den Ausstoß zu erhöhen, war nie das Hauptziel der Krones Entwickler. Stattdessen standen von Anfang an Systeme und Verfahren zum Einsparen Energie und Recyclen von Druckluft im Vordergrund. Dazu passt, dass die Streckblasmaschine ebenfalls im Jahr 2009 – als eines der allerersten Krones Produkte überhaupt – enviro zertifiziert wurde.

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    Mit der dritten Generation ist die Contiform endgültig in der Highspeed-Klasse angekommen.

    Sei es 2015 die Contiform 3 Pro, 2019 die Contiform 3 Speed oder 2021 die Contiform 3 Big Bottle: Dem inoffiziellen Motto „mehr rausholen, weniger reinstecken“ blieben auch die folgenden Weiterentwicklungen der Maschinenserie treu – bis heute. Denn die vierte Generation steht gerade in den Startlöchern und hat wieder jeder Menge Optimierungen in Sachen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Gepäck. Welche das im Detail sind, erfahren Sie mit Start der drinktec. Weil es uns aber selbst schwerfällt, noch so lange zu warten, haben wir unsere Entwickler um eine kleine Sneak-Preview gebeten:

    Robert Aust und Konrad Senn geben einen Einblick in die Entwicklung der vierten Contiform Generation.

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    20. Juni 2022
    4:50 Min.

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