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    Erster ErgoBloc L im Praxisbetrieb
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    Erster ErgoBloc L im Praxisbetrieb
      Erster ErgoBloc L im Praxisbetrieb. ErgoBloc L ist ein kompletter und sehr kompakter Nassteilblock aus Blasmaschine, Etikettiermaschine und Füllmaschine mit Voretikettierung vor dem Füllen.

      Es ist der erste Anwender und Nutznießer einer neuen Technologie: Der italienische Mineralbrunnen Tione betreibt seit Anfang 2010 den ersten ErgoBloc L, eine Neuheit, die auf der letzten drinktec 2009 ihre Premiere hatte. ErgoBloc L ist ein kompletter und sehr kompakter Nassteilblock aus Blasmaschine, Etikettiermaschine und Füllmaschine mit Voretikettierung vor dem Füllen. Tione kam damit als erster Abfüllbetrieb in den Genuss vielerlei Vorteile wie hohem Wirkungsgrad, platzsparender Aufstellung sowie energiesparender Arbeitsweise.

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      Noch auf der drinktec 2009 im vergangenen September stand fest, dass Tione den ErgoBloc L mit der Seriennummer eins für sich beanspruchen wollte. Im Oktober wurde die Anlage nach Italien geliefert, im Januar 2010 nahm der Nassteilblock bereits seine Arbeit im Werk Orvieto auf. Die Betriebsstätte der Tione s.r.l. war ursprünglich 1991 vom Mineralbrunnen San Pellegrino gegründet und erbaut worden, der wiederum 1998 von Nestlé Waters übernohmen wurde. 2007 verkaufte Nestlé Waters Tione an den italienischen Investor BSE, ein Lebensmittellogistik-Unternehmen, das sich damit erstmals eine eigene Produktion aufbaute. Das Werk Tione in der Region Umbrien, eine Stunde nördlich von Rom, produzierte 2009 mit 25 Mitarbeitern rund 80 Millionen PET-Behälter und unterhält zehn Verkaufsbüros. Anfang 2009 stärkte BSE die Produktionsbasis mit dem Erwerb des traditionsreichen römischen Brunnens Acqua Claudia - benannt nach einer der antiken römischen Wasserleitungen zur Versorgung der Stadt Rom -, der rund 40 Millionen Behälter Glas und PET pro Jahr abfüllt.

      Zwei Wassermarken

      Tione produziert ausschließlich Mineralwasser in PET-Behältern. Hauptmarken sind Fonti di Orvieto und Tione, die in den Varianten still, medium und karbonisiert in 0,5-Liter-, 1,0-Liter-, 1,5-Liter-, 1,75-Liter- und 2,0-Liter-Behältern abgefüllt werden. Die Wässer entspringen einer sechs Kilometer entfernten Felsquelle am Ende eines grünen Tals »mitten aus dem Herzen von Umbrien«. Bislang standen dem Betrieb zwei Abfüllanlagen zur Verfügung: E, eine Linie mit 21.000 Flaschen pro Stunde und eine kleinere mit 4.000 Flaschen pro Stunde Leistung, die seit der Werksgründung vor knapp 20 Jahren ihren Dienst tun.

      Hohe Erwartungen in die eigene Marktentwicklung

      Mit der neuen ErgoBloc L Anlage fügte Tione eine Leistung von 28.000 Behältern pro Stunde bzw. eine zusätzliche Jahreskapazität von 150 Millionen Behältern hinzu. Tione tätigte diese Investition aus gutem Grund, denn damit konnte ein eklatanter Produktions-Engpass beseitigt werden. Und die Erwartungen in die zukünftige Entwicklung des eigenen Absatzmarktes sind hoch. »Schon 2010 wollen wir rund 120 Millionen Flaschen absetzen«, erklärt Betriebsleiter Fabio Fioravanti. Das sind 50 Prozent mehr als im Vorjahr. »Für 2014 planen wir mit den drei Linien auf eine Produktion von bis zu 250 Millionen Flaschen pro Jahr zu kommen.« Tione vertreibt die beiden Mineralwässer bislang nur in den Regionen Umbrien und Latium/Rom sowie italienweit in den Penny-Märkten. Anfang 2010 begann Tione zusätzlich in kleinem Umfang nach Südafrika zu exportieren. Die Marke Fonti di Orvieto bewegt sich im Niedrigpreissegment, die Marke Tione im mittleren Preisniveau.

      Zukunftsweisendes Produktkonzept »Aqua Therapy«

      Im Hochpreissegment wird Tione im Jahr 2010 eine Marke mit einer komplett neuen Produktidee vorstellen. Bei dem zukunftsweisenden Konzept »Aqua Therapy« werden konkrete Produktversprechen hinsichtlich Gesundheit, Wohlbefinden und Aussehen gegeben. Die bislang sechs unterschiedlichen Geschmacksrichtungen sind laut Hersteller empfehlenswert zur Vermeidung von Cellulitis, zur Stärkung der Immunkraft, Unterstützung der Haargesundheit, Regulierung des Cholesteringehalts, zur Verhinderung von Fetteinlagerungen oder zur Unterstützung des Hautschutzes bei Sonneneinstrahlung. Die verpackungstechnische Raffinesse: Der zweiteilige Verschluss auf der 0,5-Liter-PET-Flasche enthält eine Kapsel mit dem jeweiligen Wirkstoff, der erst beim Öffnen der Flasche in das Mineralwasser einströmt und damit aktiviert wird. Tione hat bereits begonnen mit Partnern in den USA und in Brasilien ein internationales Vertriebsnetzwerk dafür aufzubauen.

      Premiere auch für neuen Entgaser und Karbonisierer Carboflow

      Auf der neuen Krones Abfüllanlage produziert Tione seit Jahresbeginn 0,5-Liter-, 1,5-Liter- und 1,75-Liter-Flaschen. Tione ist auch der erste Abfüller, der zur Ausmischung den neuen, robust konzipierten Entgaser und Karbonisierer Carboflow installiert hat. Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der zweistufigen Druckentgasung und ermöglicht durch den Anschluss einer Flavour-Dosage auch die Herstellung von aromatisierten Produkten. Carboflow bietet damit viel Flexibilität. Die Entgasung erfolgt mittels Druck. Sauerstoff- und Stickstoffanteile im Wasser werden durch die Zugabe von CO2 ausgetragen. Bei der anschließenden Karbonisierung erfolgt das Lösen der Kohlensäure nach dem Prinzip der Sättigungskarbonisierung. Dadurch wird das Wasser ein zweites Mal entgast und gleichzeitig karbonisiert. Die eingebaute Steuerung berechnet den benötigten Druck selbständig und passt diesen kontinuierlich der aktuellen Getränketemperatur an.

      Neu entwickelte Verschlusszuführung Capcade

      Ebenfalls Premiere feiert die neu entwickelte Verschlusszuführung Capcade. Falsch liegende oder ovale Verschlüsse oder solche mit beschädigten Aufreißringen sortieren sich bei diesem Kaskaden-Sortierwerk ganz einfach nach dem Schwerkraftprinzip selbst aus und fallen zurück in die Auffangwanne. Die Zuführung der Verschlüsse ist bodennah und gleichzeitig in der Nähe der Preformanlieferung für die Blasmaschine aufgestellt, so dass beide Stationen leicht von einem Bediener versorgt werden können.

      Verblockung von Blasmaschine, Etikettiermaschine und Füller

      Absolute technische Neuheit in dieser Linie ist aber die Verblockung von Blasmaschine Contiform, Etikettiermaschine Starmodul und Füller Modulfill zum ErgoBloc L. In der Contiform S16 werden die geblasenen Behälter wie üblich im Neckhandling mittels auf Säulen montierten Sternen transportiert. Sie gelangen auf kürzest möglichem Weg direkt in die Starmodul Etikettiermaschine mit ihren zwei Contiroll-Rundum-Heißleimaggregaten, wo sie voretikettiert werden. Da zum Voretikettieren ein gewisser Stabilisierungsdruck nötig ist, wirken Formatteile, die annähernd der Form des jeweiligen Behälters entsprechen, dem aufgebauten Innendruck entgegen und verhindern so ein Verformen. Eine interessante Neuerung bei der Etikettiermaschine ist auch die Lückenverarbeitung, die Störungen und Etikettenverlust vermeidet, indem bei fehlendem Behälter auch kein Etikett gespendet wird. Zwischen Starmodul und angeblocktem Füller Modulfill VODM-PET ist eine Bodenkühlung mittels Wasserdüsen auf Monotec Säulen eingebaut. Dies dient dazu, den noch warmen Anspritzpunkt der PET-Behälter abzukühlen, um ein Stülpen des Bodens zu vermeiden.

      Servo Joint Control ist Voraussetzung

      Der 96stellige Modulfill Füller mit rundem Ringkessel ist ebenfalls mit den Monotec Sternsäulen in neuester Bauweise ohne Vortisch ausgeführt. Ein ganz wesentliches Kriterium für die reibungslose Funktion des Blocks ist die neu entwickelte Steuerung mittels Servo Joint Control. »Servo Joint Control ist für uns die Voraussetzung, um die Maschinen einzeln warten zu können«, meint Fabio Fioravanti. Mit Servo Joint Control ist es möglich, die drei geblockten Maschinen voneinander elektronisch zu entkoppeln. Bei einer auftretenden Störung in einer der drei Maschinen reduziert Servo Joint Control die Auswirkungen auf die anderen beiden Maschinen. Beispielsweise kann dadurch bei einer Etikettiermaschinenstörung der Füller zur Vermeidung von CO2-Verlusten unabhängig von der anderen Maschine leer gefahren werden.

      Krones installierte ferner die CIP-Anlage VarioClean sowie den gesamten Trockenteil mit Variopac Pro Einwegverpackungsmaschine, mit Robobox Lagenvorbereitung und Modulpal Bepalettierer, der eine neu konstruierte Palettenzuführung und einen neuen Zwischenlagenpuffer erhielt.

      »Blocklösungen nehmen immer mehr zu, und alle sind damit zufrieden«

      »Wir konnten in der Vergangenheit schon auf Erfahrungen mit Krones Etikettiermaschinen zurückblicken. Bei einer Krones Hausmesse erfuhren wir erstmals von dem neuen ErgoBloc Konzept. Es ist ja festzustellen, dass Blocklösungen von Krones auf dem italienischen Markt immer mehr zunehmen, und alle sind damit zufrieden, speziell im Wassersegment«, erläutert Fabio Fioravanti. »Wir haben uns dann sehr schnell für den ErgoBloc L entschieden, auch wenn wir die Ersten sind, die diese Technologie einsetzen und sozusagen ausprobieren. Die Tione Gruppe erwartet sich davon eine maximale Verfügbarkeit der Linie bei minimalen Kosten. Das ErgoBloc L Konzept sollte sowohl Wartungskosten reduzieren, als auch helfen, Rohstoffkosten für die PET-Preforms zu senken, von der bereits erfolgten Platzersparnis mal ganz abgesehen. Wir benötigen statt vier Mitarbeitern in der alten Anlage auch nur noch 2,5 Mitarbeiter in der ErgoBloc Linie. Insgesamt betrachtet haben wir mit dem ErgoBloc eine sehr hoch stehende, ausgefeilte Technologie erworben, die von einer professionell arbeitenden Krones Montagetruppe in kürzester Zeit in Betrieb genommen wurde.«

      Erste enviro Maschine

      Noch nicht genug der Premieren. Tione betreibt nicht nur den ersten ErgoBloc L weltweit, sondern gleichzeitig auch die erste enviro Maschine von Krones. »Diese nachhaltig wirkende Technologie hat uns sehr gefallen«, bestätigt Fabio Fioravanti. »Wir erwarten uns von enviro einen um rund 30 Prozent niedrigeren Energieverbrauch im Vergleich zur bestehenden Anlage. Außerdem wollen wir die Möglichkeit nutzen, die Preformgewichte der PET-Behälter zu senken, beispielsweise bei der 1,5-Liter-Flasche für karbonisierte Getränke von 32 Gramm auf 28 Gramm. Insgesamt gehen wir, auch bedingt durch enviro, von einer Linieneffizienz von über 95 Prozent aus. Dies wird uns Wettbewerbsvorteile in einem hart umkämpften Wassermarkt sichern. Zweifelsohne ist der ErgoBloc L damit auch ein Modell für den Austausch unserer alten Abfüllanlage.«


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