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    Umbau erfolgreich gestemmt
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    Umbau erfolgreich gestemmt
      Bei laufendem Betrieb stellte Norwegens größtes Molkereiunternehmen TINE die Palettierung von Produkten aus sechs Abfülllinien bei TINE Meieriet Oslo auf ein neues Palettierzentrum um. Reibungslos.

      Die hohe Sicherheit bei der Ausführung der Anlage und der Integration von über 500 Metern Gebindetransporteuren war ein wesentlicher Grund für die Vergabe des Auftrags an Krones mit insgesamt drei Robobox Gruppierstationen und drei Modulpal Palettierrobotern.

      TINE SA ist Norwegens größter Hersteller, Distributeur und Exporteur von Milchprodukten mit einem nationalen Marktanteil von etwa 85 Prozent. Hinter dem Unternehmen stehen mehr als 10.000 Landwirte, die als Genossenschaftler an TINE beteiligt sind und jährlich 1,4 Milliarden Liter Kuhmilch sowie 19 Millionen Liter Ziegenmilch abliefern. Der Konzern beschäftigt knapp 5.500 Mitarbeiter und erreicht einen Umsatz (2012) von annähernd 20 Milliarden Norwegischen Kronen, rund 2,3 Milliarden Euro. Aus dem Milchaufkommen stellt die Gruppe in 42 Betriebsstätten, davon 13 Molkereien, die über das ganze Land verteilt sind, mehr als 500 verschiedene Milchprodukte her, die unter der Marke TINE in den Handel kommen.

      Nun soll die Produktionskapazität von drei der 13 Molkereien auf die anderen Betriebe umverteilt werden. Das hat Kapazitätsaufstockungen in den verbleibenden zehn milchverarbeitenden Betriebsstätten zur Folge. So auch im Werk Oslo, dessen Kapazität nun bei 150 Millionen Liter Milch und 20 Millionen Liter Fruchtsaft pro Jahr liegt und weiter ausgebaut werden soll. Um diese Produktionsleistung durchgängig in allen Prozessbereichen sicherstellen zu können, installierte TINE zum einen das neue Palettierzentrum, zum anderen ließ das Unternehmen ein neues zweiteiliges Hochregallager mit 10.748 Euro-Paletten und 3.200 Rollcontainer-Stellplätzen errichten, in das die fertig palettierte Ware eingelagert und von da aus über automatisierte Hängebahnen kommissioniert werden kann.

      Ersatz für fünf konventionelle Palettierer

      Für die Frischmilchverarbeitung stehen der TINE Meierit Oslo zehn Getränkekarton-Abfüllanlagen sowie zwei Bag-in-Box-Linien zur Verfügung. PET- oder HDPE-Flaschen für Frischmilch haben sich in Norwegen (noch) nicht eingebürgert. Die Frischmilchkartons werden auf Rollcontainer verladen, die auf speziellen Paletten positioniert werden, um mit dem neuen Regallagersystem zu harmonieren.

      Das neue Krones Palettierzentrum verarbeitet die Produkte aus insgesamt sechs Abfüllanlagen. Es ersetzt fünf konventionelle Palettierer. Bei diesen bisherigen Anlagen wurden die Lagen mit externen Drehstationen und mechanischer Gruppierung gebildet.

      Abwechselnd zwei verschiedene Produkte palettieren

      Jedem der drei Modulpal Palettierer steht links und rechts je ein Palettenstellplatz zur Verfügung, so dass er abwechselnd zwei verschiedene Produkte aus zwei Abfülllinien palettieren kann. Das Lagenbild kann dabei völlig unterschiedlich sein. Denn die Gestaltung des Lagenbilds übernimmt die Robobox, die nach dem Prinzip des formschlüssigen Drehens und Verteilens der Gebinde arbeitet und dadurch auf spezifische Bauteile, wie zum Beispiel Lückenteiler, verzichten kann. Die gruppierten Gebinde legt der gut zugängliche Modulpal mit einem Jalousiegreiferkopf auf die Palette. Die Ver- und Entsorgung der Paletten erfolgt über einen doppelstöckigen PalCo Transporteur. Die zwei Ebenen ermöglichen es, das komplette Palettenhandling auf eine Seite zu legen, damit bleibt die Bedienseite frei zugänglich. Alle Förderer sind mit einer Palettennachverfolgung ausgestattet. Dies stellt sicher, dass jede Palette individuell gewickelt, etikettiert und an das Kühllager übergeben wird. Jede Vollgutpalette wird von einem Doppelkopfwickler mit einem Netz gesichert.

      Bei der Vergabe des neuen Palettierzentrums waren insgesamt sieben Anbieter aus ganz Europa im Rennen, davon drei mit Roboterlösung. »Wir haben uns für die sicherste Variante entschieden und Krones gewählt«, betont Åsmund Amlie, Manager der Projektabteilung.

      Ohne Unterbrechung der Lieferkette

      Sicher und schnell musste auch die Umstellung von der alten Palettierung auf das neue Palettierzentrum funktionieren. »Ohne Unterbrechung der Lieferkette«, lautete die Forderung. »Dass Krones ein umfangreiches internes Kick-off-Meeting veranstaltete, bevor wir an den Start gingen, brachte am Ende den entscheidenden Vorteil. Denn dabei veränderte sich noch einmal das komplette Layout, was zu einer optimalen Zugänglichkeit der Maschinen führte«, erinnert sich Åsmund Amlie. Die eigentliche Installation verlief dann reibungslos. »In der Spitze waren bis zu 40 Mitarbeiter von Krones damit beschäftigt. Pausenlos. Jeder einzelne von ihnen gab sein Bestes und behielt den vereinbarten Fertigstellungszeitpunkt fest im Auge«, lobt Åsmund Amlie.

      Da die Umstellung nur am produktionsfreien Wochenende stattfinden konnte, stellte die alte Anlage ihren Betrieb an einem Freitag ein und die Krones Mitarbeiter machten sich ans Werk. Als der technische Direktor Espen Tyrihjel am Montagfrüh in die Anlage schaute, war er entgeistert, rief sofort den Projektleiter Åsmund Amlie am Handy an: »Was ist los, die Krones Mitarbeiter sind alle weg und die Anlage läuft.« »Ja!« war die lakonische Antwort, »genau das wollten wir doch, oder?« Die Anlagenbedienerin hatte zu Beginn der Frühschicht einfach wie gewohnt den grünen Knopf gedrückt – und alles funktionierte. »Das ist doch eine gute Geschichte«, sagt Espen Tyrihjell, »und sie steht sinnbildlich für die perfekte Zusammenarbeit. Alle unsere Erwartungen wurden zu 100 Prozent erfüllt. Weder unsere Kunden noch die Konsumenten haben von der Umstellung irgendetwas mitbekommen. Das war die Hauptsache. Krones ist ein exzellenter Partner.«


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