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    Softdrinks
    Voll aseptisch

    Nach Glas und Karton nun erstmals PET: Beim französischen Hersteller von Frucht- und Gemüsesäften Jus de Fruits d’Alsace (JFA) hat eine neue Epoche begonnen.

    »Wenn schon, dann richtig«, dachten sich die Unternehmenslenker und investierten in die modernste und produktschonendste Art des Abfüllens ihrer sensiblen Getränke. Noch dazu hält die Abfüllanlage, vollaseptisch von der Blasmaschine bis zum Füller, für zukünftige Optionen einiges in der Hinterhand bereit.

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    Logistische Optimierung

    JFA war schon 1956 gegründet worden, ursprünglich als Vermarktungsinitiative für die regionalen Apfelbauern. Seitdem sind rund 40 Millionen Euro in das Werk im elsässischen Sarre-Union geflossen. Ein Schwerpunkt war die Installation eines Hochregallagers, das Krones 2012 komplett mit Gebäude erstellte und das Platz für 35.000 Paletten bietet. Lasergesteuerte Roboter-Fahrzeuge für jeweils vier Paletten stellen die Verbindung zur Abfüllhalle her. Durchschnittlich schlägt das Hochregallager täglich bis zu 1.100 Paletten um. Zweite Großinvestition war ein neuer Sirupraum. Als dritten Modernisierungsschritt schließlich nahm JFA im April 2015 die neue Aseptik-Anlage für PET-Behälter von Krones in Betrieb.

    Bei JFA ging es um eine strategische Entscheidung. Daniel Eva war der frühere langjährige Werksleiter in Sarre-Union und maßgeblich an der Installation beteiligt. Jetzt ist der sympathische Elsässer zwar in Rente, aber immer noch in das Projekt »PET-Aseptik-Anlage« involviert. »Ziel war es, die Produktion logistisch zu optimieren«, sagt er. »Das Werk von JFA liegt nahe an der deutschen Grenze und den Benelux-Ländern. Das bietet uns gute Möglichkeiten für die Zukunft. Die geographische Lage ist prädestiniert für eine Expansion nach Norden und Osten.«

    Mit der neuen Aseptik-Anlage für PET-Behälter wurde ein zweites wichtiges Investitionsziel erreicht: »Wir können jetzt den Behältermix für unsere Großkunden optimieren. Denn wir haben die Möglichkeit, Produkte in Weichpackungen, Glas und PET in einer einzigen Lkw-Lieferung bereitzustellen«, erklärt Jérôme Buhler, Nachfolger von Daniel Eva und ebenfalls langjähriger Mitarbeiter bei JFA. »Ein drittes Ziel war es, neben den Handelsmarken künftig auch Markenprodukte in PET abfüllen zu können und damit deren Akzeptanz bei den Konsumenten zu stärken«, ergänzt Daniel Eva.

    »Das hat einfach Charme«

    Bei der Muttergesellschaft LSDH gilt für sensible Getränke der Grundsatz: entweder aseptisch oder in der Kühlkette. Nichts anderes kam deshalb auch für JFA in die Tüte – beziehungsweise Flasche. »Hotfill war für uns von Anfang an keine Alternative«, betont Daniel Eva. »Die aseptische Abfüllung ist einfach produktschonender. Bei unseren Investitionsüberlegungen wussten wir bereits, dass Krones das neue Verfahren des vollaseptischen Blocks entwickelt. Das auf der drinktec 2013 vorgestellte System des Contiform AseptBloc konnte uns schließlich auch im Vergleich zu anderen Anbietern überzeugen. Für mich war der Aseptik-Prozess von Krones letztlich entscheidender als der Preis.« Jérôme Buhler begründet dies wie folgt: »Die Trockensterilisation des Preform mit Wasserstoffperoxid in Kombination mit der aseptischen Blasmaschine – das hat einfach Charme. Und neben der hohen mikrobiologischen Sicherheit überzeugt sie auch durch ihre Wirtschaftlichkeit: Wir müssen die Flaschen vor dem Füllen nicht mehr rinsen und sparen so Wasser, Chemie und Energie. Trocken-Aseptik ist für uns das Verfahren der Zukunft.«

    Und es gab noch einen weiteren Pluspunkt. Mit dem neu entwickelten Ventil ist der Füller in der Lage, sowohl stille als auch kohlensäurehaltige Getränke aseptisch abzufüllen. Bislang nutzt JFA nur die Möglichkeit, stille Direktsäfte, Konzentratsäfte, Nektare und Gemüsesäfte in PET-Behälter mit 38-Millimeter-Verschluss zu füllen. Jetzt bleibt die Option offen, in Zukunft auch fruchtsafthaltige karbonisierte Getränke herzustellen und in Behälter mit 28-Millimeter-Mündung abzufüllen. Dazu ließ JFA auch einen Röhrenwärmetauscher VarioAsept zur Kurzzeiterhitzung von Softdrinks mit Fruchtsaftanteil sowie eine zweite Verschlussdesinfektion für 28-Millimeter-Verschlüsse einbauen.

    Hohe Standzeiten

    Die Linie füllt jetzt bis zu 15 verschiedene Produkte pro Woche. »Bei den häufigen Produktwechseln ist es essenziell, dass die Zeiten der Zwischenreinigung möglichst kurz sind«, sagt Jérôme Buhler. Aber nicht jeder Produktwechsel erfordert ein Zwischenspülen. Die Standzeit ist zwar auf 120 Stunden abgenommen, beim Röhrenwärmetauscher führt JFA aber vorsichtshalber nach 72 Stunden eine Zwischenreinigung durch – speziell, wenn Produkte mit Pulpe gefahren werden. »Mit einem Dampfverbrauch von 0,4 Tonnen pro Stunde liegen wir sehr gut. Das zeigt, dass der Röhrenwärmetauscher auf einem guten Niveau arbeitet, indem er seinen Energiehaushalt selbst ausgleicht«, urteilt Jérôme Buhler. Nach der Abnahme der Linie hat JFA einen fünfjährigen Wartungsvertrag mit Krones abgeschlossen, der mit einem zu erzielenden Wirkungsgrad verbunden ist. »Ziel ist es, dass wir danach die Wartung selbst durchführen können«, erklärt Daniel Eva.

    Ganz nebenbei hat JFA parallel zur Installation der Aseptik-Anlage auch noch die bestehende Glaslinie modernisiert. Zwei Kaltleim-Etikettiermaschinen Prontomatic statten nun die Glasflaschen aus. Um dabei einen optimalen Etikettensitz zu gewährleisten, bezieht JFA Klebstoffe von KIC Krones. Ein Variopac Pro WTFS kann flexibel Vollkartons, Trays mit Folie, Trays ohne Folie oder nur Folienverpackungen herstellen. Dieser ersetzte mehrere Einzelmaschinen. »Mit dem Variopac konnten wir jede Schicht von sechs auf vier Mitarbeiter reduzieren«, sagt Jérôme Buhler.

    Für den früheren wie auch den jetzigen Werksleiter ist es das Ziel, das Werk Jus de Fruits d’Alsace zum effizientesten Betrieb in der LSDH-Gruppe zu machen. Das sollte gelingen.

    Ansprechpartner

    Laurent Olivier
    Krones SARL
    T: +33 615 365519
    E-Mail


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