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    Die beste Zeit für Bier
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    Die beste Zeit für Bier

      Es ist eine der richtig klassischen Geschichten der jungen amerikanischen Craft-Beer-Szene.

      Nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, wie in den früheren Zeiten des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten, sondern vom Hobby-Hausbrauer zu einer der 20 größten Craft Breweries der USA – und das innerhalb von zwei Jahrzehnten: Die Dogfish Head Craft Brewery in Milton, Delaware, produzierte im vergangenen Jahr knapp 300.000 Hektoliter Bier und hat sich zur weiteren Expansion jetzt Kapazitäten für die doppelte Menge geschaffen. Für die Abfüllung installierte die Brauerei eine Turnkey-Linie von Krones mit einer Leistung von 39.000 Flaschen pro Stunde, die im Trockenteil mit einer hochflexiblen Verpackungsstraße Varioline ausgestattet ist.

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      Die Investition in die neue Krones Linie war Teil eines Master-Plans, der im Jahr 2011 Form annahm. Bis dahin setzte Dogfish Head 210.000 Hektoliter um, den Großteil in der 12-Ounces-Glasflasche. Der Business-Plan sah vor, die Kapazität auf 587.000 Hektoliter zu erweitern, mit dem Schwerpunkt auf der Abfüllung in die 12-Ounces-Flaschen. »Je näher wir unserer Kapazitätsgrenze kamen, umso schneller war klar: Es muss etwas passieren«, erklärt Chief Executive Officer Nick Benz. Insgesamt investierte die Brauerei innerhalb von zwei Jahren über 50 Millionen US-Dollar in den Ausbau der gesamten Braustätte.

      Unter Zeitdruck

      Es stand von vornherein fest, dass Dogfish Head sich bei der Vergabe der Abfüllanlage für einen Turnkey-Anbieter entscheiden würde. Dass die Wahl dabei auf Krones fiel, hatte mehrere Gründe: »Krones war sehr interessiert und reagierte entsprechend engagiert, das Anlagendesign war im Detail sehr gut ausgearbeitet und vor allem bot uns Krones den besten Zeitplan. Das war ganz wichtig für uns, weil wir mit unserer installierten Kapazität unter Druck standen«, erklärt Nick Benz. »Krones ist der Standard in der Industrie und wir hatten schon gute Erfahrungen mit einer Krones Etikettiermaschine in unserer kleinen Anlage gemacht«, betont auch Mike Frank, Senior Project Manager. Im April 2013 begann die Installation, im Oktober 2013 lief die Linie an, »reibungslos«, wie Mike Frank ergänzt. Auch die nachfolgende Ramp-up-Phase absolvierte die Linie problemlos. Dogfish Head hatte in ein On-Site-Trainingspaket der Krones Akademie investiert. »Dieses Training direkt in der Anlage hat uns sehr viel gebracht«, sagt Matt Eisenmann, Engineering and Maintenance Group Manager.

      Effizientes Liniendokumentationssystem

      Ein Neuglasabschieber Pressant Universal 1A bringt die Einwegflaschen in die Linie ein. Im hohen Auslauf werden die Glasflaschen auf ein Massentransportband geschoben, vereinzelt und über einen Schrägtransporteur auf die Abfüllebene heruntergefahren. Erste Station ist ein Leerflascheninspektor Linatronic. »Die elektronische Linatronic hat uns eine ganz neue Sichtweise vermittelt«, sagt Matt Eisenmann. »Wir konnten unsere Glasverpackungen sicherer und damit besser für die Konsumenten machen.« Die Leerflaschen laufen danach in den Rinser-Füller-Block mit einem Rinser Moduljet und einem Gegendruckfüller Modulfill HRS. »Wir füllen pro Jahr rund 35 ganz verschiedene Biere ab: mit unterschiedlichen Dichten, Biere, die unterschiedlich auf die Hochdruckeinspritzung reagieren – und die Vielfalt leistet dieser Füller hervorragend. Die O2-Aufnahme ist sehr konstant und niedrig. Auch die Füllhöhen-Genauigkeit hat sich deutlich verbessert – und das können wir alles mit dem anschließenden Checkmat kontrollieren und bewerten. Damit wurde auch die Ausleitung der abgelehnten Flaschen besser«, meint Matt Eisenmann.

      Übergeordnet ist ein Liniendokumentationssystem (LDS) eingebaut. »Mit dem LDS sind alle Daten jederzeit verfügbar, die Alarmfunktionen sind sehr gut eingearbeitet, die Bediener können eigenes Wissen in die Software einpflegen und den anderen Mitarbeitern mitteilen. Wir arbeiten mit Krones gerade daran, die Nachfolge-Software von LDS, Site Pilot Line Diagnostics, als Pilotprojekt zu installieren. Auch dies unterstreicht unsere gute Zusammenarbeit mit Krones. Außerdem freut es uns, dass Krones das LDS zudem in unsere Keg-Anlage eines anderen Lieferanten integrieren kann«, erklärt Matt Eisenmann. Nach dem Checkmat durchlaufen die Flaschen einen Wärmer LinaTherm, um Kondenswasser auf den bei ein bis zwei Grad Celsius kalt abgefüllten Flaschen in der Etikettiermaschine zu vermeiden. Noch vor der Installation der Abfüllanlage hatte Dogfish Head die Glasflaschen neu gestaltet und mit einem Embossing am Flaschenhals ausgestattet. Das hatte auch Auswirkungen auf die Wahl der Etikettiermaschine: Da jetzt nur ein Vorderetikett aufgebracht werden muss, genügte eine Topmatic mit Kaltleim-Aggregat.

      Hochflexible Varioline

      Im Anschluss an die Flaschenausstattung geht es an die Endverpackung. Mit der Varioline hat sich Dogfish Head eine hochflexible Verpackungsmaschine ins Haus geholt. Das System lässt verschiedene Kombinationsmöglichkeiten von Multipack-Gebinden und Endverpackungen zu und stellt sich auf Knopfdruck vollautomatisch auf die vorprogrammierte Verpackungsart ein. Zweistufige Verpackungsprozesse sind auf nur einer einzigen Maschine realisierbar: So werden die abgefüllten Primärverpackungen von der Maschine mit Sekundär- und Tertiärverpackungen kombiniert.

      Bestens vorbereitet für die Zukunft

      Dogfish Head nutzt die Varioline zur Verpackung der Zwölf-Ounces-Glasflaschen in Vierer- und Sechser-Open-Carrier, die dann in Faltkartons ohne Gefache eingesetzt werden. Zwei hintereinander geschaltete Kartoniermodule richten die Zuschnitte der Open Carrier auf, das dritte Modul setzt die Flaschen ein, das vierte errichtet die 24er-Kartons, das fünfte bringt die Open Carrier in die Versandkartons ein und das sechste Modul schließlich verschließt die Kartons. Der besondere Charme der Anlage liegt in der hohen Zukunftsfähigkeit: Verlangt der Markt neue Gebindeformen, geht die Varioline auf diese neuen Verpackungstrends ein. Noch sind zwar konkret keine neuen Varianten geplant, aber Dogfish Head ist damit bestens vorbereitet für die Herausforderungen der Zukunft: Ein Wechsel von Vierer- auf Sechserpacks und umgekehrt sei in rund 30 Minuten erledigt, erklärt Mike Frank: »Die Varioline bietet uns hohe Flexibilität mit einem äußerst geringen Platzbedarf. Denn sie übernimmt die Funktionen von fünf Maschinen, und das ohne Zwischentransporteure.«

      Sowohl für Mike Frank als auch für Matt Eisenmann ist die Krones Linie eine technologisch sehr weit entwickelte Anlage, die von allen Seiten viele Komplimente erhält. Für den After-Sales-Service nutzt Dogfish Head die laut Mike Frank »sehr hilfreiche« Krones Hotline in den USA oder in Deutschland, bei der die Krones Mitarbeiter über VPN direkten Zugriff auf die Linie haben.

      »Es gibt keine bessere Zeit als jetzt«

      Dogfish Head tendiert dazu, extreme, experimentelle Biere herzustellen. Der international bekannte Bierjournalist Michael Jackson bezeichnete Dogfish Head einmal als »Amerikas interessanteste und abenteuerlichste kleine Brauerei« – und diesem Ruf ist sie unter ihrem Gründer und Präsidenten Sam Calagione immer treu geblieben.

      »Es sind schon die besten Tage, wenn ich kleine Bierchargen braue oder bei den Verkostungen von experimentellen Bieren unseres Braumeisters dabei sein kann«, sagt Sam Calagione. Er kennt aber auch seine Grenzen: »Ich bin kein guter Ingenieur, das können andere bei Dogfish Head viel besser. Aber ich bin sehr froh, dass wir die neue Abfüllanlage mit Krones realisiert haben.« Der Sprung vom einst kleinsten Brewpub Amerikas zur jetzigen Größe ist für ihn immer noch wie eine lange verrückte Reise. »Wir können uns jetzt die besten Technologien der Welt leisten und ich bin jedes Mal stolz, die Krones Linie laufen zu sehen. Bier ist und bleibt das Lebensblut unseres Unternehmens und Krones wirkt für mich wie eine große Arterie, die es transportiert.«

      Ansprechpartner

      John Muha
      Krones Inc., USA
      T: +1 201 5196710
      E-Mail


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