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    Eine Milliarde Liter Frischmilch
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    Eine Milliarde Liter Frischmilch

      Das Molkereiunternehmen Arla Foods UK ist eine Tochtergesellschaft der European Arla Foods Group.

      Die Genossenschaftsmolkerei hat in Aylesbury im Süden Englands eine neue Produktionsstätte für eine Milliarde Liter Frischmilch pro Jahr fertiggestellt. Nach der Inbetriebnahme im Frühling 2014 ist Aylesbury nicht nur die größte, sondern auch eine der technologisch fortschrittlichsten und umweltfreundlichsten Frischmilchmolkereien der Welt. Im neuen Werk wurden sechs Krones Linien mit Wägezellenfüllern für HDPE-Behälter installiert. Die Anlagen wurden zudem mit den Krones SitePilot Systemen LMS sowie LDS ausgestattet und an die SAP-Schnittstelle von Arla Foods angebunden.

      Arla Foods unterhält in zwölf Ländern Produktionsstätten und in weiteren 30 Ländern Vertriebsniederlassungen. Die drei globalen Marken Arla (als Dachmarke), Lurpak (Butter und Streichfette) sowie Castello (Käse) sind in über 100 Ländern vertreten. Im Vereinigten Königreich betreibt Arla fünf Frischmilchmolkereien, sechs Molkereien für Käse, jeweils eine für Butter und UHT-Milch sowie zwei Käseabpackungen und zwei Distributionscenter.

      Sechs Krones Abfüllanlagen

      Die gesamte Abfüllung der Frischmilch im Werk Aylesbury obliegt den Krones Abfüllanlagen, ausschließlich HDPE-Behälter werden befüllt. Die Herstellung der HDPE-Flaschen erfolgt in einer separaten Halle neben den Abfülllinien. Arla hat die Behälterproduktion der Firma Alpla übertragen, die als Converter vor Ort agiert und die Behälter per Lufttransporteur bis vor die Füllmaschinen liefert.

      Im Mai 2014 gingen die sechs Abfüllanlagen nahezu baugleich in Betrieb. Generell kann jede Linie bis zu vier verschiedene Flaschengrößen abfüllen. Doch um die Umstellzeiten zu verkürzen und die Effizienz zu steigern, sind die Anlagen jeweils auf zwei bis maximal drei Flaschengrößen spezialisiert. Die Leistungen der Linien erstrecken sich von 12.000 Behältern pro Stunde für den Sechs-Pint-Behälter (3.408 Milliliter) bis zu 24.500 Behältern pro Stunde beim 250-Milliliter-Behälter.

      Rundum-Etikettierung

      Jede der Abfülllinien beginnt mit der Übernahme der Leerbehälter aus dem Lufttransport in die Topmodul Etikettiermaschine, die mit zwei Contiroll Wechselaggregaten bestückt ist. »Die Rundum-Etikettierung ist einfach die preisgünstigste Ausstattungsvariante. Die Wechselaggregate arbeiten in Verbindung mit dem modularen Design der Etikettiermaschinen sehr effizient«, urteilt Ian Packer, der als Projektmanager von Arla Foods UK für die Installation und Inbetriebnahme der gesamten Technik verantwortlich war.

      Als Füller ist jeweils der weiterentwickelte Modulfill NWJ eingesetzt, ein Nachfolgemodell des vor einigen Jahren gemeinsam mit Arla konzipierten Milch-Wägefüllers Sensometic VPGW. Dieser Modullfill im Hygienic Design verfügt über bis zu 64 Füllventile, die jeweils mit einer Wägezelle ausgestattet sind.

      Inspektionssystem mit über 20 Funktionen

      Ebenfalls noch im Reinraum erhalten die gefüllten Behälter einen Schraubverschluss mit integriertem Siegel. Die Verschlusszuführung erfolgt durch einen Verschlusssortierer Capcade, der auf dem Dach des Reinraums aufgebaut ist. Eine Kamera überprüft die Verschlussfarbe, die sich je nach Produkt- und Behältergröße unterscheidet.

      Nach dem Verschließen erfolgt außerhalb des Reinraums die Behälterinspektion mit einem Checkmat. »Das ist ein richtiger Tausendsassa«, ist Ian Packer begeistert. »Der Checkmat übernimmt sämtliche Inspektionen der Behälterabfüllung und -etikettierung.« Er erledigt mehr als zwanzig unterschiedliche Inspektionsaufgaben, darunter die Anwesenheit und den richtigen Sitz der Etiketten, die Füllhöhengenauigkeit, die korrekte Farbe und den Sitz der Verschlüsse sowie das Vorhandensein des Aluminiumsiegels. Neu ist, dass der Checkmat zudem die Druckqualität des aufgedruckten Datums erkennt.

      Rollcontainer-System

      Im Anschluss an die Abfüllung in den Krones Linien laufen die Behälter nun weiter zu Packern, welche die Flaschen vollautomatisch in Rollcontainer setzen. Ein solcher Rollcontainer fasst beispielsweise vier Lagen mit je zwanzig 2,0-Liter-Flaschen. Das System der Rollcontainer ist für Milch im gesamten englischen Handelssystem verankert. Die Rollcontainer werden einfach vom Lieferwagen in die Verkaufsflächen des Handels geschoben, die Konsumenten bedienen sich direkt daraus. Ist ein Container leer, kann er zusammengeklappt werden und wird bei der nächsten Lieferung wieder zurückgenommen.

      Endverpackung und Palettierung

      Neben dem Handel beliefert Arla auch sämtliche Filialen einer großen englischen Systemgastronomie-Kette mit Milch. Diese Auslieferung erfolgt nicht mittels Rollcontainern, sondern auf Paletten. Dazu hat Arla in einem weiteren Hallenbereich einen Shrinkpacker Variopac Pro FS sowie einen Wrap-around-Packer Variopac Pro W installiert, mit denen bis zu 40.000 Packungen pro Tag hergestellt werden.

      »Krones ist eines der professionellsten Unternehmen dieser Branche mit sehr viel Erfahrung und starkem technischem Hintergrund«, lobt Ian Packer, der seit über 30 Jahren weltweit Werke der Lebensmittel- und Getränkeindustrie in Betrieb nimmt. »Innerhalb von nur elf Monaten haben wir hier eine Produktion von null auf zunächst 500 Millionen Liter aufgebaut. Es war ein exzellentes Projekt. Ohne Zweifel würde ich mich wieder dafür entscheiden, mit Krones zusammenzuarbeiten.«


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