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    Craft Beer
    Newcomer
    Die Newcomer fassten bereits nach dem ersten Braujahr den Plan, die Kapazität von 5.000 auf 35.000 Hektoliter auszubauen.

    Spätestens mit dem erstmaligen Produktionsbeginn der Doppelleu Brauwerkstatt AG in Winterthur ist Craft Beer auch in der Schweiz angekommen. Die Newcomer fassten bereits nach dem ersten Braujahr den Plan, die Kapazität von 5.000 auf 35.000 Hektoliter auszubauen. Diese Aufstockung haben sie jetzt erfolgreich umgesetzt mit einem modifizierten CombiCube B Sudhaus sowie einer Abfüllanlage, die Kosme und Krones Maschinen enthält. Mit den zwei Produktlinien Chopfab und Doppelleu hat sich die Brauwerkstatt in kürzester Zeit als größter und erfolgreichster Craft Brewer der Schweiz etabliert.

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    »Der doppelte Löwe«

    Im September 2012 gründeten die zwei Geschäftsführer, Philip Bucher und Jörg Schönberg die Doppelleu Brauwerkstatt AG in einer gemieteten Halle mit 1.800 Quadratmetern Fläche in Winterthur. Dort installierten sie ein gebrauchtes 20-Hektoliter-Kupfer-Sudwerk sowie eine Glas-Abfüllanlage mit ebenfalls gebrauchten Maschinen und starteten im Januar 2013 mit der Bierherstellung. Der Verkauf begann zwei Monate später. Das Sudhaus war ausgelegt auf eine Kapazität von 5.000 Jahreshektolitern, mit einer Abfüllanlage für 4.000 Flaschen pro Stunde.

    Bereits ein Jahr nach der Eröffnung stellte die Brauwerkstatt fest, dass ihr Konzept aufging: Die Nachfrage war nicht mehr lange durch die vorhandene Kapazität zu decken. Deshalb begann die Brauerei die Verhandlungen mit Krones über ein neues Sudhaus und die Abfüllung.

    Von 5.000 auf 35.000 Hektoliter

    Ende 2014 wurden die neuen Maschinen und Anlagen von Krones geliefert, im Frühjahr 2015 konnte die Brauerei mit einer installierten Jahresleistung von 35.000 Hektoliter an den Start gehen. »Diesen Absatz werden wir spätestens 2016 auch erreichen«, ist Philip Bucher sicher. Schon jetzt steht das Jungunternehmen in den Startlöchern, die Kapazität der Lagerung mit Outdoor-Tanks auf 80.000 Hektoliter zu erweitern – eine Größe, die vom neuen Steinecker Sudhaus und der Abfüllanlage problemlos abgedeckt wird.

    In der 1.800 Quadratmeter großen Halle sind nun Sudhaus und Abfüllung direkt nebeneinander auf engstem Raum untergebracht. Das habe auch gewisse Vorteile, meint Philip Bucher, die Wege seien kurz, man könne gleichzeitig brauen und füllen. Auch für die Mitarbeiter sei es angenehm. »Bei der geplanten Installation einer Abfüllanlage landet man sehr schnell bei Krones«, sagt er. »Gerade als Quereinsteiger tut man gut daran, sich an einen Hersteller zu halten, der Ahnung vom Geschäft hat.« Für den Nassbereich der Abfüllung schloss Doppelleu einen Turnkey-Vertrag, bei dem sich Krones verpflichtete, die erst zwei Jahre alte Etikettiermaschine und die vorhandene Leerflaschen-Inspektionsmaschine aus der alten Anlage in die neue Linie zu integrieren. Hierbei sorgen Klebstoffe von KIC Krones für einen optimalen Etikettensitz. Doppelleu installierte eine Flaschenreinigungsmaschine Lavatec E2 sowie einen von Krones gelieferten Kastenwascher. Die gereinigten Mehrwegflaschen gelangen zum Kosme Rinser-Füller-Verschließer-Block, in dem bei Bedarf die Einweg-Glasflaschen vor der Abfüllung gerinst werden.

    Im Anschluss an den Füller kontrolliert ein Checkmat F-X die korrekte Füllhöhe mittels Röntgenstrahlen sowie den Verschlusssitz. Nach der Etikettiermaschine sorgt ein weiterer Checkmat der Baureihe E für eine sorgfältige Kontrolle des Etikettensitzes. Krones fügte alle Maschinen – bereits vorhandene und neue – mit eigener Transporttechnik zusammen. »In einem Leistungsbereich von 12.000 Flaschen pro Stunde ist der Kosme Füller absolut sinnvoll, vor allem weil da ja auch die Krones Technologie drinsteckt«, meint Philip Bucher. Innerhalb von nur sechs Wochen ab Lieferung konnte die Abfüllanlage in Betrieb genommen werden. »Das war effizient, das war wirklich gut«, lobt der Geschäftsführer.

    Kombination aus CombiCube B und maßgeschneidertem Sudhaus

    Bei der Planung des Sudhauses tasteten sich Doppelleu und Krones an die letztendliche Ausführung heran. Geplant war zunächst ein CombiCube B Sudhaus in Modul-Bauweise. Es zeigte sich aber dann, dass dies aufgrund der Platz- und Einbausituation nicht umsetzbar gewesen wäre, sowohl wegen dem weiter betriebenen 20-Hektoliter-Kupfer-Sudwerk als auch wegen diverser Sonderwünsche von Doppelleu. Die Brauwerkstatt wollte beispielsweise einen Innenkocher statt der beim CombiCube B üblichen Pillow Plates als Zargen- und Bodenheizflächen. Krones integrierte daraufhin einen traditionellen Stromboli Innenkocher in den CombiCube B. Bei der Hopfung legte der Braumeister Wert auf eine vierte Hopfengabe und zusätzlich eine Sonderanfertigung, die es erlaubt, Hopfen auf dem Weg zum Whirlpool zuzugeben. »Außerdem ließen wir uns eine recht kurze Kühlzeit der Heißwürze von nur 20 Minuten einräumen. Die thermische Belastung ist dadurch niedriger, das Hopfenaroma wird geschont. Dafür mussten wir natürlich Leitungen mit einem größeren Durchmesser in Kauf nehmen«, erläutert Braumeister Philipp Wagner. Entstanden ist so eine Kombination aus einem modularen CombiCube B und einem komplett maßgeschneidertem Sudhaus mit Pegasus C Läuterbottich, ShakesBeer Maischgefäß, Würzepfanne mit Stromboli Innenkocher, Pfannendunstkondensator und Whirlpool. »Ich denke, wir haben damit die für uns besten Lösungen aus beiden Welten zu einem maßgeschneiderten Craft-Brewery-Sudhaus zusammengeführt«, betont Philip Bucher. Den bestmöglichen Schutz der Anlagen gewährleistet Doppelleu mithilfe entsprechender Schmierstoffe von KIC Krones.

    »Ein absoluter Traumjob für einen Braumeister«

    Auf eine Filtration mittels TFS Kieselgurfilter wollte Doppelleu ebenfalls nicht verzichten. Etwa die Hälfte der Craft-Beer-Sorten wird filtriert, beispielsweise ein helles Ale, »das optisch dann aussieht wie ein Lagerbier, aber trotzdem die geschmackliche Finesse und das breite Aromaspektrum des obergärigen Ales aufweist«, schwärmt der Geschäftsführer. »Viele Konsumenten in der Schweiz mögen filtrierte Biere. Das Auge trinkt mit.«
    Mit dem neuen 80-Hektoliter-Sudhaus braut die Brauwerkstatt derzeit vier Sude pro Tag im Einschichtbetrieb. Verantwortlich sind dafür zwei Braumeister und drei Brauer. »Normalerweise besteht ja die Aufgabe eines Braumeisters darin, die Qualität zu halten und auf gar keinen Fall zu verändern. Hier war es natürlich eine genau entgegengesetzte Aufgabenstellung: alles neu und so gut wie möglich zu machen – ein Kreativ- und absoluter Traumjob«, freut sich erster Braumeister Philipp Wagner und merkt dabei auch kritisch an. »Zumal der Trend weltweit eher in Richtung Wasserkonsum geht. Wir versuchen dann doch noch etwas am Biergeschmack zu drehen, was uns hoffentlich gut gelingt.« Craft Beer bedeutet für die Brauwerkstatt Doppelleu vor allem auch aufregende neue Stile, geschmackvolle und charakterstarke Biere, Abwechslung im Sortiment und experimentierfreudige Brauer.

    »Professionell und angenehm zugleich«

    »Die Zusammenarbeit mit Krones bei diesem Projekt war professionell und angenehm zugleich«, resümiert ein entspannter Geschäftsführer Philip Bucher. »Wir sind nun in der angenehmen Position, dass wir in den nächsten Jahren unseren Kapazitäten hinterherwachsen können. In die Zukunft können wir nicht blicken – es kann jetzt ähnlich schnell weitergehen, oder das Wachstum kann sich abflachen.« Nach Letzterem sieht es derzeit allerdings ganz und gar nicht aus. Die Doppelleu Brauwerkstatt AG hat ihren Platz in der Craft-Beer-Bewegung mit ihren insgesamt 13 geschmacklich hervorragenden und abwechslungsreichen Bieren ziemlich sattelfest eingenommen.

    Ansprechpartner

    Florian Galler
    Krones AG
    T: + 41 56 675 7250
    E-Mail


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