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    Wein und Sekt
    Glanz im Verborgenen
    Die Herres Gruppe mit Sitz in Trier an der Mosel ist ein internationaler Anbieter von klassischen und innovativen Getränken in den Segmenten Sekt, Perlwein, Cocktails, Premixes und alkoholfreie Wellness-Getränke.

    Zur Steigerung der Lieferfähigkeit nahm das Familienunternehmen jetzt eine neue Multifunktions-Abfüllanlage in Betrieb. Diese mittlerweile fünfte Linie bei Herres wurde erstmals als Turnkey-Auftrag an Krones vergeben.

    Sechs Wochen für Montage und Inbetriebnahme

    Der erste Turnkey-Auftrag für Krones wurde im Sommer 2014 vergeben. Für den Aufbau der fünften Abfüllanlage war ein Neubau einer 3.000 Quadratmeter großen Halle erforderlich, der Ende 2014 begann. Im März 2015 wurde dann die Linie geliefert und binnen sechs Wochen von Krones montiert und in Betrieb genommen.

    Die Linie startet mit einem Neuglas-Abschieber Pressant, der die Einweg-Glasflaschen der Anlage zuführt. Diese gelangen dann über Transportbänder mit einer Vereinzelung in den Rinser-Füller-Verschließer-Block.

    Der Block ist ausgelegt auf eine Leistung von 18.000 0,75-Liter- bzw. 25.000 0,2-Liter-Behältern pro Stunde. Er besteht aus einem Rinser Moduljet sowie einem Füller Modulfill HRS mit 120 Füllventilen und einem Durchmesser von 4.320 Millimetern. Die Reinigung führt eine CIP-Anlage VarioClean durch. Das abzufüllende Produkt wird dem Füller über eine automatische Filtrationsanlage inklusive Sterilfilter zugeleitet, der aus drei Schienen für Sekt, Perlwein und Aromen besteht. An der Einhausung ist auch ein Touchscreen mit integrierter Betriebsdatenerfassungs-Software LDS angebracht.

    Vier hintereinander geschaltete Verschließer

    Noch in der Einhausung des Rinser-Füller-Verschließer-Blocks befinden sich drei hintereinander geschaltete Verschließer: ein Schraubverschließer für 28-Millimeter-Schraubverschlüsse und Longcaps, ein Polycap-Verschließer für Sekt-Polykorken mit der Möglichkeit, auch Topcaps zu verarbeiten, sowie ein Kronenkorken-Verschließer für 26-Millimeter- und 29-Millimeter-Kronenkorken. Außerhalb der Einhausung folgt der vierte Verschließer zur Verarbeitung von Naturkorken.

    Danach kontrolliert ein erster Checkmat die Füllhöhe auf Unter- oder Überfüllung sowie das Vorhandensein des Verschlusses. Im Falle der Verwendung von Naturkorken oder Polykorken folgt noch die Verdrahtung mit Vierdraht-Körbchen oder Zweidraht-Bügeln in einer Agraffiermaschine, deren Sitz ein weiterer Checkmat überprüft. Wiederum kontrolliert ein Checkmat mit Kamera die Flaschen auf fehlende Kapseln. Nach einer Pufferstrecke durchlaufen die verschlossenen Behälter, die für eine Ausstattung mit Selbstklebe-Etiketten vorgesehen sind, einen Trockentunnel Linadry.

    »Wettbewerb über Design und Ausstattung«

    Nun tritt die Etikettiermaschine Multimodul, die inzwischen dritte im Herres Werk, in Aktion. Sie wurde mit insgesamt sechs Aggregaten – drei Kaltleim- sowie drei Autocol Selbstklebe-Aggregaten – geliefert, kann mit vier Aggregaten gleichzeitig betrieben werden und ist mit Servo-Tellern zur Flaschenausrichtung ausgestattet. Das ist beispielsweise notwendig bei einer neuen, aufwendig vorbedruckten 0,75-Liter-Individualflasche: Bei dieser ist ein Bedruckungsfenster für ein kleines Seitenetikett ausgespart, das natürlich beim Etikettieren exakt getroffen werden muss. »Der Wettbewerb findet immer mehr im Design statt«, weiß Marc Herres. »Da war es die absolut richtige Entscheidung von uns, auf die besten Maschinen am Markt zu setzen, weil man damit auch die besten Ausstattungen erzielen kann. Handelsmarke heißt nicht automatisch nur Preiseinstieg. Der Handel will Ausstattungen haben, die schöner sind als mancher Markenartikel. Die schönsten Produkte sind teilweise Eigenmarken des Handels.«

    »Alles richtig gemacht«

    In die Etikettiermaschine integriert ist auch eine Laserdatierung. Im Anschluss daran erfolgt nochmals eine Kontrolle durch einen Checkmat, der mittels einer Kamera Anwesenheit und geraden Sitz des Etiketts sowie Vorhandensein und Korrektheit der Datierung überprüft. Aus dem für diesen Schritt notwendigen Einzeltransport heraus werden die Flaschen zunächst durch eine einfach konstruierte Dachverteilung auf zwei, danach durch Klappenführung auf insgesamt vier Bahnen aufgeteilt. Diese vier Bahnen laufen in einen Einpacker Linapac II. Die Kartons zum Einpacken erhält dieser von zwei Kartonaufrichtern Variocart. Nach dem Einpacken der Flaschen in die Versandkartons verschließt und verklebt ein Variocol den Kartondeckel.

    »Die Linie ist sehr gut angelaufen«, urteilt Horst Meyer. Und Marc Herres ergänzt: »Ich war vom Füller sofort begeistert. Der hat das Produkt, obwohl es mit 15 bis 16 Grad Celsius nicht besonders stark gekühlt war, sofort mit voller Leistung abgefüllt. Eine Flasche war wie die andere, nichts hat geschäumt, kein Behälter ist ausgeschleust worden – das hatte ich nicht erwartet. Danach bin ich lächelnd durch die Halle gelaufen, denn ich wusste: Wir haben alles richtig gemacht.«

    Ansprechpartner

    Markus Kopf

    T: +49 171 19909823
    E-Mail


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