schließen
Suche
Suche...
Keine Ergebnisse
    Craft Beer
    Deutsches Bier – made in China
    Zurück
    Deutsches Bier – made in China

      Qing Li ist Unternehmer. Im Verlauf seiner bisherigen Karriere fand er nach und nach Gefallen an Craft Beer, wobei er vor allem deutsches Bier bewunderte.

      Bitte aktivieren Sie JavaScript, um dieses Video abspielen zu können.

      Deshalb begann er zunächst, dieses zu importieren, doch schon bald hatte es den Reiz des Neuen verloren. So entwickelte sich in seinem Herzen die Idee, in China eine deutsche Brauerei aufzubauen: TBT Urbräu – mit Steinecker Sudhaus, Krones Prozesstechnik, Krones Abfüllanlage, einem Bier nach deutscher Rezeptur unter der Marke Urbräu und der Lizenzproduktion von König Ludwig Weißbier und Kaltenberg Bier. Und ein deutscher Braumeister steht natürlich auch am Braukessel. 

      Schon während seiner früheren Tätigkeit im Karaoke-Geschäft importierte Qing Li, der Gründer, Teilhaber und Präsident von TBT Urbräu, ausländische Biere. Dabei kam er auf den Geschmack: Craft Beer sowie englische und deutsche Biere hatten es ihm besonders angetan – vom Bierbrauen hatte er aber, wie er es selbst ausdrückt, »keine Ahnung«. In diesem Punkt fand er Unterstützung durch die Spezialisten von Krones, mit denen er erstmals im Frühjahr 2013 Kontakt aufgenommen hatte.

      Technik komplett von Krones

      Im August 2013 wurde, mit der TBT Urbräu GmbH als Investor, der Vertrag für die Errichtung des TBT Urbräu Brauereiparks in Handan unterzeichnet. Damals war die Wirtschaftswelt Chinas noch in Ordnung, sie erzielte zweistellige Wachstumsraten. Nach ersten Kontakten mit internationalen Zulieferfirmen entschied sich Qing Li als Mitgründer des TBT Urbräu Brauereiparks schnell für die Turnkey-Lösung von Krones. Bereits Ende 2013 starteten die ersten Bauarbeiten, ein halbes Jahr später kamen die ersten Maschinen aus Deutschland an und im April 2015 wurde dann in Handan der erste Sud eingebraut. Die bis dahin installierte Kapazität lag bei 120.000 Hektolitern. Krones hatte für TBT Urbräu das Sudhaus, die gesamte Prozesstechnik sowie eine Einwegglas-Anlage geliefert und das komplette Engineering übernommen. 

      Sudhaus

      Das konventionelle Sudhaus ist ausgelegt auf eine Leistung von 100 Hektolitern pro Sud mit zehn Suden pro Tag. Die Anlage besteht aus:

      Prozesstechnik

      Alle ZKGs sind mit Evoguard Doppelsitzventilen ausgestattet. TBT Urbräu ist damit eine der ersten Brauereien Chinas, die diese Ventile einsetzt. Die erste Bauphase arbeitet mit Schlauchtechnik und Rohrpaneelen, die zweite Bauphase ausschließlich mit Rohrbogentechnik.

      Die Drucklufterzeugung, CO2-Rückgewinnung, Kühlanlage und Dampferzeuger installierte Urbräu selbst.

      Abfülltechnik

      Für das Abfüllen der Biere in 330- und 500-Milliliter-Glasflaschen setzt TBT Urbräu eine Krones Anlage mit einer Leistung von 20.000 Flaschen pro Stunde ein. Diese besteht aus:

      Zusätzlich zur Glasflaschenabfüllung betreibt Urbräu noch eine Keg-Linie für 40 Kegs pro Stunde sowie zwei Mini-Keg-Linien für 1,0- und 2,0-Liter-Aluminium-Mehrwegbehälter. Die Leistungen liegen bei 3.000 normalen beziehungsweise 1.500 Mini-Kegs pro Stunde.

      Erste deutsche Craft Brewery in China

      Während die Urbräu-Biere derzeit weitgehend nur in einem Umkreis von 200 Kilometern vertrieben werden, versucht TBT Urbräu, die High-End-Lizenzprodukte in allen größeren Städten Chinas zu platzieren. Dazu nutzt die Brauerei alle Kanäle: von Restaurants über Bars bis hin zu Supermärkten. Auch der Online-Handel steht bereits in den Startlöchern. Eine Flasche Urbräu kostet den Verbraucher etwa 1,10 Euro, die König-Ludwig- und Kaltenberg-Biere jedoch das Zwei- bis Dreifache. Die Lizenzbiere füllt die Brauerei klassisch in 500-Milliliter-Mehrweg-Glasflaschen. Für Urbräu selbst sind 330- und 500-Milliliter-Flaschen im Sortiment. Sehr erfolgreich sind in China aber auch wiederverschließbare 1,0- und 2,0-Liter-Mehrwegdosen für Restaurants. Auf die gleiche Weise abgefüllte 30-Liter-Kegs werden von Urbräu ebenfalls angeboten.

      Geplant: Ergänzung des Biersortiments

      Supply-Chain-Chef Bing Zhu konnte beim Bau der Brauerei eine für ihn bisher einmalige Erfahrung machen. Obwohl er als Braumeister bereits auf 15 Jahre Erfahrung bei einer chinesischen Brauerei und die Lizenzproduktion einer internationalen Biermarke zurückblicken konnte, hatte er eines noch nie miterlebt: den Bau und die Installation des Brauerei-Equipments. Da war es für ihn ein großes Glück, dass er dies bei TBT Urbräu von Anfang an begleiten durfte. Er richtete unter anderem das Braulabor sehr modern ein, das nun sogar einen Gas-Chromatographen zum Messen von Gär-Aromen enthält.

      Bing Zhu ist insbesondere mit dem Steinecker Sudhaus sehr zufrieden: »Dieses System zeigt die für unsere Bedürfnisse notwendige Flexibilität und arbeitet vor allem sehr stabil.« Derzeit produziert Urbräu 15 verschiedene SKUs (Stock Keeping Units). Wenn sich die Brauerei dann ein breiteres Distributionsnetz aufgebaut hat, soll auch das Biersortiment noch weiter ergänzt werden. Bing Zhu denkt beispielsweise an ein leichtes IPA mit rund 30 Bittereinheiten oder ein dunkles Ale mit höherem Alkoholgehalt sowie weitere Craft-Beer-Sorten.

      00 - Article 12242
      Supply-Chain-Chef Bing Zhu freut sich insbesondere über das Steinecker Sudhaus: »Dieses System zeigt die für unsere Bedürfnisse notwendige Flexibilität und arbeitet vor allem sehr stabil.«

      Das Bierbrauen selbst übernimmt der deutsche Braumeister Axel Gummich. »Ich fühle mich hier wie in Deutschland. Wir brauen deutsches Bier, tatsächlich auch ohne Zusatzstoffe – selbst wenn wir das im Marketing nicht herausstellen«, sagt er. »Mit der Technologie von Krones ist es einfach, ein qualitätsvolles Bier zu brauen. Wir erreichen beispielsweise eine Hopfenausbeute von 32 Prozent, laut Lehrbuch sind hier nur maximal 30 bis 31 Prozent zu erreichen. Die Malzschüttung liegt ebenfalls deutlich niedriger als bei anderen Sudwerken. Qualität zahlt sich eben aus. Auch das von uns gebraute Kaltenberg- und König-Ludwig-Bier schmeckt exakt so wie in Deutschland.« Dass dies auch so bleibt, dafür sorgt auch Brau-Ingenieur Josef Schraml, der als Lizenzbetreuer von König Ludwig International mehrmals im Jahr in Handan vorbeischaut und die Qualität der Produkte begutachtet.

      Qualität zahlt sich eben aus.

      Axel Gummich

       

      Verantwortung übernommen

      Einen Teil des Bedienpersonals von Abfüllung und Sudhaus ließ Urbräu an der Krones Akademie in Taicang schulen. So wollte die Brauerei gewährleisten, dass alle Bediener auch wirklich mit den Maschinen und Anlagen umgehen können. Die Krones Niederlassung in Taicang übernimmt auch den After-Sales-Service und die Wartung. »Die Zusammenarbeit mit Krones als unserem One-Hand-Supplier war auf allen Ebenen sehr freundschaftlich und konstruktiv«, sagt der bierbegeisterte Unternehmer Qing Li. »Das Beeindruckendste für mich war, dass Krones Verantwortung übernommen hat. Ich selbst wusste wenig von der Materie des Bierbrauens, habe aber von Krones sehr viel gelernt – sowohl in Hinblick auf die Technologie als auch die zukünftige strategische Ausrichtung. Was uns verbindet, ist die gemeinsame Qualitäts- und Serviceorientierung. Krones ist für mich nicht nur ein Zulieferer, sondern ein Partner, der permanent unterstützt.« Und da man in China Symbolik und blumige Sprache liebt, fasst er das Gesagte noch in einem schönen Bild zusammen: »Krones ist wie ein großer Baum, in dessen Schatten man sich unbesorgt ausruhen kann. Krones ist ein sehr vertrauenswürdiges Unternehmen.«

      Krones ist wie ein großer Baum, in dessen Schatten man sich unbesorgt ausruhen kann.

      Qing Li

      Ansprechpartner

      Yuan Quan
      Krones China
      T: +86 10 65156365
      E-Mail


      Ausgewählte Maschinen und Lösungen
      krones
      krones
      0
      10
      1